: Katja Battenfeld
: Göttliches Empfinden Sanfte Melancholie in der englischen und deutschen Literatur der Aufklärung
: Walter de Gruyter GmbH& Co.KG
: 9783110307412
: Hallesche Beiträge zur Europäischen AufklärungISSN
: 1
: CHF 124.00
:
: Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
: German
: 327
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
This work of academic literary research on emotion addresses the cultivation of gentle melancholy during the Enlightenment era to indicate its positive effects alongside the primarily repressive melancholy of the times. The emotionalization strategies in English and German texts reveal a kind of melancholy that facilitated the ability to speak about emotional phenomena and ultimately served to strengthen emotional autonomy.


Katja Battenfeld,Philipps- niversität Marburg, Germany.

Einleitung11
1 Religiöse Melancholie in der englischsprachigen Todesmeditation43
1.1 Die Entwicklung eines emotiven Kultivierungsprogramms in England zwischen 1720 und 175043
1.1.1 Der Kontext der kontemplativen Lehrdichtung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts45
1.1.2 Das religiöse Kultivierungsprogramm52
1.1.3 Die Rolle des Erhabenen55
1.1.4 Autorinnen und sanfte Melancholie59
1.1.5 Der Zenit sanfter Melancholie in religiöser Todesmeditation63
1.1.6 Ziele eines kontemplativen Kultivierungsprogramms65
1.1.7 Die Imaginationstechniken und Motive68
1.1.8 Transformationen der religiösen Melancholie bis zur Jahrhundertmitte70
1.2 Die Ästhetisierung religiöser Melancholie in Edward Youngs Night Thoughts73
1.2.1 Mild melancholy versus delightful horror77
1.2.2 Der Melancholiker und die frohe Botschaft80
1.2.3 Gefühl und Verstand. Offenbarung bei Alexander Pope, Francis Gastrell und Edward Young83
1.2.4 Sanfte Melancholie zum Ziel erhabener Erkenntnisse91
1.2.5 Die literarische Umsetzung in Kontrastierungstechniken98
1.2.5.1 Vorbild und Aufruf zur Introspektion (Seele – Körper)98
1.2.5.2 Argumente der Physikotheologie (Verstand – Empfindung)99
1.2.5.3 Der Mensch halb Gott, halb Wurm (Gott - Mensch - Tier)100
1.2.5.4 Trauer und Tod (Leiden - Freude)102
1.2.5.5 Rhetorik der Klage (Klage - Lobpreis)105
2 Die empfindsame Melancholie in der sakralen deutschen Literatur109
2.1 Friedrich Klopstock und ein ‚geistlicher Sensualismus‘109
2.1.1 Sehnsuchtsvolle Melancholie in den frühen Oden Klopstocks112
2.1.2 Wehmütige Todesbilder als unterhaltsame und dichterische Anregungen121
2.1.3 Göttliches Empfinden. Die Heilige Poesie als eine Vertiefung emotionalen Selbst-Erlebens126
2.2 Der Christ in der Einsamkeit: Melancholische Erlebnisse in der natürlichen und geoffenbarten Religion132
2.2.1 Empfindungen als subjektivistischer Offenbarungszugang bei Martin Crugot134
2.2.1.1 Emotionsgeleitete Selbstschulung137
2.2.1.2 Gott als ein Ermöglicher dieser Selbstschulung139
2.2.1.3 Introspektive Wahrnehmung: Ein Widerstreit im Menschen140
2.2.1.4 Atmosphärische Rahmung141
2.2.1.5 Die selbstgewählte Einsamkeit: Ein Zeichen der Autonomie142
2.2.1.6 Melancholie als Wegbereiterin eines prozesshaften Glaubens143
2.2.2 Sturms Trivialisierung der religiösen Melancholie für Ungebildete144
2.2.3 Die orthodoxe Inanspruchnahme biblischer Trauer151
2.3 Ein Kontrapunkt: Die Hässlichkeit der Schönheit in Schubarts Todesgesängen156
2.3.1 Der empfindsame Intellektuelle auf dem Land158
2.3.2 Theorie und religiöse Praxis160
2.3.3 Ein Misanthrop in Geißlingen162
2.3.4 Religiöse Kultivierung am Grabesrand164
2.3.5 Makabre Erbauung: Menschenfresser und Epidemien167
3 Sympathetische Melancholie im schottischen Kunstepos und ihre deutsche Rezeption170
3.1 The Poems of Ossian. Die Ästhetisierung eines religiösen Kultivierungsprogramms zugunsten sympathetischer Melancholie170
3.1.1 Die Veröffentlichungen Ossians in Großbritannien und Deutschland174
3.1.2 Macphersons Adaption keltischer Stoffe anhand e empfindsamer Ideale177
3.1.3 Macphersons frühe Dichtung und die Sprache religiöser Lyrik179
3.1.4 Sympathetische Melancholie und religiöses Kultivierungsprogramm182
3.1.5 Der Begriff „joy of grief“ sowie die Funktionen sanfter Melancholie im Kunstepos186
3.1.6 Kollektive Melancholie wird zum individuellen Genuss192
3.2 Die empathische Lektüre Ossians in Deutschland196
3.2.1 Die Zweifel an der Echtheit: Ein Sakrileg200
3.2.2 Das Lesen: ein Rausch der Empfindungen202
3.2.3 Funktionalisierungen sanfter Melancholie zwischen 1765 und 1775207
3.2.4 Ausblick und Rückblick einer „Wonne der Wehmut“ bei Jung-Stilling222
3.2.5 Tugend- und Charakterbildung durch die natürliche Melancholie225
3.2.6 Kritik an der sanften Melancholie228
4 Zu einer Autonomie der Gefühle234
4.1 „Gott! ich bin strafbar, daß ich auch jetzt noch eine Seligkeit fühle“. Werther und die Radikalität der Leidenschaften234
4.1.1 Werthers Vertrautheit mit empfindsamen Konventionen und deren Problematisierung237
4.1.2 Das Ausmessen der Extremzustände243
4.1.3 „Vater, den ich nicht kenne“. Die weltliche Passionsgeschichte Werthers246
4.1.4 Intertextuelle Kontrastierung: Klopstocks Oden in Werthers Briefen250
4.1.5 Ein archaisches Naturgefühl ersetzt synthetische Gefühle254
4.2 Anton Reisers Bildung eines Selbstgefühls261
4.2.1 „Zuweilen sang er seine Empfindungen, in Recitativen, von seiner eignen Melodie“: Adaptionen religiöser Emotionalisierungstechniken265
4.2.2 Die formale Verwendung religiöser Emotionalisierungstechniken274
4.2.3 „Ein schönes Nachtstück“ und die Klimax des Romans in der Todesbetrachtung284
Zusammenfassung288
Literaturverzeichnis299
Register324