FILM-KONZEPTE 32 - Ousmane Sembène
:
Loimeier, Manfred, Fendler, Ute, Rosenstein, Johannes, Ndong, Louis, Kilian, Cassis
:
Johannes Rosenstein
:
FILM-KONZEPTE 32 - Ousmane Sembène
:
edition text + kritik
:
9783869162850
:
1
:
CHF 16.20
:
:
Fotografie, Film, Video, TV
:
German
:
123
:
Wasserzeichen/DRM
:
PC/MAC/eReader/Tablet
:
PDF
Der 2007 gestorbene senegalesische Regisseur und Schriftsteller Ousmane Sembène (Jahrgang 1923) gilt als Vater des afrikanischen Kinos. Stets befasst sich Sembène, Moralist und Aufklärer, Poet und Kämpfer, mit ambivalenten afrikanischen Verhältnissen und verleiht insbesondere den Frauen eine Stimme. Er nutzt die Kamera, um koloniale und neokoloniale Machtstrukturen in Afrika aufzuzeigen. Seine quasi-dokumentarischen, mal spröden, mal symbolisch aufgeladenen Bilder erzählen von den Schwierigkeiten des Wandels afrikanischer Gesellschaften. Sembènes Forderung an das afrikanische Publikum, an diesem Wandel teilzunehmen und ihn mitzugestalten, bleibt seni Vermächtnis für das Kino Afrikas, das er wie kein zweiter Regisseur prägte.
Johannes Rosenstein, geb. 1973, ist in England, Kenia und Tansania aufgewachsen. Sein Studium der Filmwissenschaften, Politologie und Soziologie an der FU Berlin schloss er 2003 mit der Magisterarbeit 'Die Schwarze Leinwand' ab, die als eine der ersten deutschsprachigen Monografien zum afrikanischen Kino der Gegenwart gilt. Studium an der HFF München mit dem Schwerpunkt Regie / Dokumentarfilm, seit 2008 freier Regisseur, Autor und Lehrbeauftragter an der HFF München sowie an der LMU. Schwerpunkte der filmischen Arbeit sind Dokumentationen mit gesellschaftspolitischen Themen, mittlerweile verstärkt fiktionale Filme. Er lebt in München und Berlin.
Cover
1
Impressum
2
Inhaltsverzeichnis
3
Der Patriarch des afrikanischen Kinos. Anstatt eines Vorworts: eine Einordnung
5
Manfred Loimeier – Vom Wort zum Bild. Zur Entwicklung des senegalesischen Autors Ousmane Sembène als Filmregisseur
12
I. Die Kunst der Aufklärung
12
I. 1. Film und Politik im Werk Sembènes
12
I. 2. Die Lust am Erklären: Afrikas politische Kinotradition
14
II. Sembènes Ästhetik: mehr als Volkes Abendschule
17
II. 1. Ideologie und Frühwerk
19
II. 2. Vom Wort zum Bild
21
Ute Fendler – GUELWAAR. Leerstellen der menschlichen Würde
30
I. GUELWAAR – Eine Variation auf ein politisches Lehrstück?
30
II. Leerstellen zwischen Rückblick und Ausblick in die Zukunft
33
II. 1. Rückblicke: Pierre und Guelwaar
33
II. 2. Rückblick: Gespräch zwischen Eheleuten Pierre/Guelwaar und Ngoye Marie
35
II. 3. Rückblick auf historische Vorbilder: Guelwaar und Kocc Barma Fall
37
III. Ausblick: die Leerstelle füllen
39
Johannes Rosenstein – Passage. Schnittstelle. Warteraum. Sembènes Kino als Beitrag zu einer Theorie der Schwelle
44
I. Hinführung
44
II. XALA – Von Ritual und Reinigung
47
II. 1. Die Nöte des El Hadji
47
II. 2. Zwischen den Welten, auf der Schwelle: El Hadji als Kandidat des Übergangs
49
II. 3. Ritual und Schwellenräume
52
III. Guelwaar
54
III. 1. An der Schnittstelle der Kulturen
54
III. 2. Vermittler auf der Schwelle: der Polizist Gora
57
IV. MOOLAADÉ
65
IV. 1. Die sichtbarste Schwelle
65
IV. 2. Sembènes filmische Sprache
67
V. Epilog
73
Luis Ndong – Zeitinszenierung und -einordnung in Ousmane Sembènes Filmen: zwischen Filmästhetik und kulturspezifischer Darstellung
76
I. Zeitangaben im Kontext nicht-schriftlicher Kulturen
77
II. MANDABI: Zeit und Ästhetik
80
III. Moderne – Tradition: Inszenierung eines Zeitenwechsels
85
Cassis Kilian – Der Patriarch als Anachronismus im postkolonialen Afrika. Ousmane Sembène, Makhourédia Guèye und Bertolt Brecht
90
Prolog
90
I. Makhourédia Guèye als Patriarch
92
I. 1. Der Familienvater
92
I. 2. Der Präsident
97
I. 3. Der König
102
II. Der antiautoritäre Vater des afrikanischen Films
106
II. 1. Third World – Third Cinema
106
II. 2. Brecht und das Kino des Widerstands
107
II. 3. Gender-Fragen
109
Epilog
110
Biografie
115
Filmografie
116
Autorinnen und Autoren
118
Reihenanzeige
120
Neuerscheinungen
122