: Reinhard Hörster, Stefan Köngeter, Burkhard Müller
: Reinhard Hörster, Stefan Köngeter, Burkhard Müller
: Grenzobjekte Soziale Welten und ihre Übergänge
: Springer VS
: 9783531189536
: 1
: CHF 24.00
:
: Pädagogik
: German
: 311
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
'Grenzobjekt' - Boundary Object - ist ein sozialwissenschaftliches Konzept, das intendiert, die Arten von Wissen und Praktiken begrifflich zu fassen, welche unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen miteinander verbinden: oder auch Wissenschaft und andere Soziale Welten zusammenbrignen. Gemeinsam ist der Vielzahl wissenschaftlicher und praktischer Bezüge, die sich als 'Grenzobjekte' lesen lassen, dass sie heterogene und starker Eigenlogik folgende Sinnsysteme mit 'schwachen' Verbindungen untereinander ausstatten, die aber genau dadurch bedingt verlässliche Arbeitsbeziehungen zum beiderseitigen Nutzen ermöglichen.

Dr. Reinhard Hörsterist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle (Saale).

Dr. Stefan Köngeterist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim.

Dr. Burkhard Müllerist Professor (i.R.) für Sozialpädagogik an der Universität Hildesheim und Gastprofessor an der International Psychoanalytic University (IpU) in Berlin.

Inhalt6
Vorwort8
Grenzobjekte und ihre Erfahrbarkeit in sozialen Welten9
1. Grenzobjekte bei Star und Griesemer – bedeutsame Gesichtspunkte11
2. Themenfelder16
2.1 Die Erfahrung von Grenzobjekten in epistemologischer Perspektive17
2.2 Grenzobjekte in der Kasuistik und im professionellen Feld19
2.3 Grenzobjekte in Kooperation und Übersetzung23
2.4 Situationen und Identitäten als Grenzobjekte26
3. Entwicklungen28
4. Literatur32
I. Forschung und Erfahrung35
Erfahrung als Ausweg: Wie sich zeigt, was sich zeigt36
1.37
2.39
3.40
4.42
5. Literatur45
Dialogik. Grenzsysteme in der lappländischen Sozial-psychiatrie und ihre sozialpädagogische Bedeutung47
1. Innovation und Dialogik in der praxeologischen Empirie der finnischenSozialpsychiatrie53
1.1 Ausgangspunkte54
1.2 Antizipierende Dialoge, ihre experimentelle Entstehung und ihr experimen-teller Charakter58
1.3 Der Antizipierende Dialog als Methode62
1.4 Der Offene Dialog63
1.5 Die Relevanz der experimentell entwickelten Verfahren65
2. Bachtins allgemeiner Dialogbegriff67
3. Die Neuerungen von Bachtins Dostoevskij und von Seikkula und Arnkil im Vergleich70
4. Der sozialpädagogische Gehalt des kollektiven Experimentes76
5. Literatur79
Die trans-sequentielle Analyse – und ihre formativen Objekte84
1. Einleitung84
2. Die trans-sequentielle Konstellation in Situationen87
3. Minimale trans-sequentielle Konstellation89
4. Formative Objekte im praktischen Zusammenhang90
5. ETWAS relevant machen – Karrieren und Qualifizierungsstufen92
6. Die TSA als methodische Schrittfolge95
6.1 Hier/jetzt – Wie weiter damit?96
6.2 Die Verkettung von Situationen99
6.3 Medienanalyse101
7. Schluss: Wozu TSA?105
8. Literatur107
II. Professionalität und Kasuistik110
Die Fallgeschichte als Grenzobjekt111
1. Einleitung111
2. Die Fallchronologie113
3. Narratives Wissen117
3.1 Eine Struktur gebundener Zeit118
3.2 Probleme118
3.3 Typische Partikularität119
3.4 Begründete Handlungen120
3.5 Ambiguität der Referenz120
4. Narrative Sinnstiftung, Emotionen und die Bewegungsrichtung lose gekoppelter Handlungen121
5. Literatur und Einbildungskraft126
6. Literatur127
Supervision ist eine Beobachtung, wie Therapeuten (sich) bei der Arbeit beobachten – oder: Etwas Empi-rie ist manchmal Salz in der Suppe organisierter An-archie130
1. Ist Supervision Therapie? „Teach or Treat“? Lehren oder Entwickeln? Wertschätzen oder Beurteilen? – Dilemmata der Supervision131
2. Kritische Ereignisse133
3. Bewusste Einstellungsunterschiede beim Umgang mit „boundary ob-jects“ beachten135
4. Welche Lösungen gibt es?137
5. Gegenübertragung – oder was?139
6. Die Rolle der Theorie bei dem, was man „daraus macht“142
7. Therapeuten in der Sitzung berichten aus der Sitzung143
8. Kognition und Konversation147
9. Methode und/oder Person150
10. Literatur152
Unterricht auf der Kippe – Über das Ausbalancieren von Aufmerksamkeit und disziplinierter Subjektivität156
1. Einleitung156
2. Vorarbeiten157
2.1 Unterricht als interaktive Herstellung von Aufmerksamkeit157
2.2 Raumwirksamkeit158
2.3 Disziplinierte Subjektivität158
2.4 Die Herstellung von Ambivalenz untersuchen159
3. Analysen: „On doing in between“161
3.1 Distanzierungen von der Unterrichtordnung162
3.2 Hinwendungen zu Gegenständen und zur Lehrperson168
4. Zusammenfassung173
5. Literatur175
Gefühlte Erkenntnis als Grenzobjekt zwischen „praxissensiblen“ Sozialforschern und praktischen Akteuren177
1. Grenzobjekte praxissensibler Beratung180
2. „Philosophie der Gefühle“ und professionelles Handeln.182
2.1 Zur Art der möglichen Rationalität von Emotionen im professionellen Han-deln183
2.2 Handeln nach intuitiv gefühlte ‚Richtigkeit‘ von Emotionen und Handeln nach bestmöglichem Urteil185
2.3 Reason-tracker und reason-responder188
2.4 Zwischenbilanz190
3. Emotionen als Grenzobjekte für eine produktive Zusammenarbeit von praxissensibler Forschung und professioneller Praxis191
4. Literatur194
III. Kooperation und Übersetzung198
Das Kindeswohl als Grenzobjekt – die wechselhafte Karriere eines unbestimmt