: Pierre Grimbert
: Das Labyrinth der Götter Die Krieger 5 - Roman
: Heyne
: 9783641128081
: Die Krieger-Serie
: 1
: CHF 7.10
:
: Fantasy
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Magisch und abenteuerlich - Das große Finale von Pierre Grimberts Fantasy-Epos
Auch das größte Abenteuer geht einmal zu Ende. Doch zuvor wartet auf die tapferen Gefährten in Pierre Grimberts Erfolgsepos 'Die Krieger' noch eine letzte, große Herausforderung: Können sie den finsteren Dämon besiegen und den Fluch der Insel Ji brechen? Für die Krieger geht es um alles oder nichts ...

Pierre Grimbert, 1970 in Lille geboren, arbeitete einige Zeit als Bibliothekar, bevor er in Bordeaux Buchwissenschaften und Publizistik studierte. Die 'Magier'-Saga wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem 'Prix Ozone' als bester französischer Fantasy-Roman. Der Autor lebt im Norden Frankreichs.

Ich heiße Yan. Yan aus Eza, nach der im Matriarchat üblichen Namensgebung, bei der das Heimatdorf an die Stelle des Familiennamens tritt. Oder auch Yan der Neugierige, denn unter Magiern ist es üblich, sich einen mehr oder minder offiziellen Beinamen zuzulegen. Dabei habe ich seit über zwanzig Jahren nicht mehr von meinem magischen Willen Gebrauch gemacht – seit jenem Tag, an dem meine Freunde und ich dem Hexer Saat von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden.

Bei diesem Kampf ergriff ich die Flucht, um mich unserem Feind, der meinen Körper kontrollieren wollte, zu entziehen, und wagte mich in Sombres Mausoleum vor. Ein finsteres, verpestetes Labyrinth, das eigens für den Dämon errichtet worden war, damit er dort seine Mordlust ausleben konnte. Und Sombre bereitete mir den zu erwartenden Empfang: Er spielte ein grausames Spiel mit mir. Wie eine Katze, die sich über eine Maus hermacht, schlug er mit unsichtbaren Krallen nach mir, immer und immer wieder, ohne sich mir zu zeigen. Ich hätte meine Kühnheit beinahe mit dem Leben bezahlt, aber der Letztgeborene des Karu hörte mich schließlich doch an. Was ich ihm sagte, fand er in meinen Gedanken bestätigt, in denen er las wie in einem offenen Buch, und so erfuhr er endlich von den wahren Absichten jenes Mannes, den er irrtümlich für seinen Vater, seinen Bruder, seinen einzigen Freund gehalten hatte. Als er daraufhin dem Hexer seine Kraft verweigerte, war Saat zum Tode verdammt.

Sombre verkroch sich in den Tiefen seines Mausoleums, und seine Wutschreie hallten von den Mauern wider. Nach einigen Dezillen hatte ich mich so weit erholt, dass ich mich ins Freie schleppen konnte, getrieben von der Angst, plötzlich den heißen Atem des Dämons im Nacken zu spüren. Doch nichts dergleichen geschah, und so stand ich schließlich wieder unter dem sternenklaren Himmel im Reich der Wallatten, wo die arkischen Klans Saats Heer gerade vernichtend geschlagen hatten. So schnell ich konnte, eilte ich zu meinen Freunden zurück. Sie waren allesamt schwer verletzt, aber sie lebten, und die Erleichterung, mit der wir uns in die Arme fielen, ließ uns die erlittenen Qualen vergessen.

Saat war tot, erfuhr ich, gefallen von der Hand meiner geliebten Léti, derentwegen ich mich den Erben angeschlossen hatte. Unser Leben auf der Flucht schien endlich zu Ende.

Dennoch wanderte mein Blick unwillkürlich zu dem Mausoleum hinüber, in dem der furchterregendste aller Dämonen in seinem Zorn und grenzenlosen Schmerz zurückgeblieben war. Nein, es war noch nicht vorbei, dachte ich, sosehr ich mir das auch wünschte. Ich brachte es nicht übers Herz, meinen Freunden in den folgenden Dekaden, die wir in heiterer Glückseligkeit verbrachten, von meinen Ängsten zu berichten. Und ich schwieg weiter, während Mond für Mond verstrich, ohne dass Sombre ein Lebenszeichen von sich gab. Schließlich wagte ich zu hoffen, dass er uns für immer in Frieden lassen würde.

Doch nach der Geburt unseres Sohnes Cael erwachte meine Angst von neuem.

Am ersten Tag sah ich noch keinen Grund zur Sorge. Es ist ja nicht ungewöhnlich, dass ein N