: Paul Lester
: P!NK Zwei Gesichter
: Hannibal
: 9783854453376
: 1
: CHF 8.90
:
: Biographien, Autobiographien
: German
: 211
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Diese Biografie enthüllt die beiden Pole einer komplexen Persönlichkeit. Pink wird von der Öffentlichkeit als entschlossene und lebenslustige Künstlerin wahrgenommen, die sich in einem immer schneller drehenden Musikgeschäft behaupten kann. Doch in ihrem Leben gibt es auch viele dunkle Seiten, die sie in einen optimistischen, packenden und modernen Pop- Sound umwandelt, der auf einem soliden Rock-Fundament steht. Paul Lester sprach mit vielen Beteiligten und widmet sich neben der Darstellung von Pinks musikalischer Laufbahn vor allem auch den vielfältigen Aktivitäten ihres öffentlichen Lebens: Die engagierte Arbeit für die Tierschutzorganisation PETA (und der Streit mit Beyoncé), ihr politisches Engagement und die schwierige Ehe mit dem Motocross-Fahrer Corey Hart, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt, sind nur einige Themen dieser Biografie.

„Für mich ist das witzig. Die Leute dokumentieren alles, was ich jetzt anstelle, und denken, dass ich eine abgedrehte, verrückte und durchgeknallte … was auch immer bin. Im Vergleich zu früher bin ich aber wirklich zahm.“

Pink war nicht immer Pink, oder genauer gesagt: P!nk, die frühreife, elektrisierende R’n’B-Diva, die sich in eine provozierende, sexuell aggressive, weltweit berühmte Shock-Pop-Rockerin mit unnachgiebiger Haltung verwandelte. Eine Frau, die ihre Wut über dümmliche Girlies und George W. Bushs unrühmliche Kriegstreiberei herausschreit und über Masturbation singt. Ein Star, dessen Gesicht von den Medien stets mit einem mysteriösen, angedeuteten Lächeln gezeigt wird oder deren Lippen sich zum Schreien, Knurren oder zu einem mürrischen Ausdruck verzerren.

Die zweifache Grammy-Gewinnerin, die Millionen Platten verkauft, singt, Songs schreibt (und manchmal auch schauspielert), wurde als Alecia Beth Moore am 8. September 1979 in Doylestown, Pennsylvania, geboren. Ihren Spitznamen bekam sie schon früh, obwohl die Berichte zu seinem Ursprung variieren. Möglicherweise lässt sich der Name auf einen krassen Zwischenfall in ihrer Kindheit zurückführen, bei dem sie sich in einem Ferienlager nackt auszog und dann vor Scham „pink“ anlief. Die Sängerin deutete auch an, dass der Name auf Mr. Pink zurückgeht, einer Figur ausReservoir Dogsvon Quentin Tarantino, einem ihrer Lieblingsfilme. Vielleicht bezieht sich Pink aber auch nur auf die Tönung, mit der sie sich, seitdem sie zehn war, regelmäßig die Haare färbt.

Was auch immer der Wahrheit entsprechen mag – P!nk hat sich durchgesetzt und niemand spricht sie heute noch mit ihrem bürgerlichen Namen an. Wenn dann doch Fremde einmal den Namen fallen lassen, schreckt sie zurück, fast so, als wolle sie nicht mehr an das Mädchen erinnert werden, das sie einmal gewesen ist.

Doylestown, wo die Familie Moore – Pink, ihre Mutter Judy Moore (geborene Kugel), ihr Vater James Moore Jr. und ihr älterer Bruder Jason – lebte, war ein kleines Städtchen, 35 Meilen nördlich von Philadelphia gelegen, das nur knapp 10.000 Einwohner hatte, von denen ein Großteil zur Arbeiterklasse gehörte. Dort besuchte Pink die Kutz Elementary School, die Lenape Middle School und schließlich die Central Bucks West High School. Sie fiel immer auf, stach aus der Menge hervor. Die burschikose Musikerin, die auf Guns N’ Roses stand, erinnert sich daran, dass sie schon von frühester Jugend an provozierte: „[Ich] hatte mein Haar grün gefärbt und meine Klamotten verkehrt herum angezogen, nur um beim Betreten eines Raumes die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.“ Sie beschreibt ihre „Sippe“ als „die normale, durchschnittliche, absolut fertige und kaputte Familie“. Ein beze