: Josef Seifert
: Der Streit um die Wahrheit Wahrheit und Wahrheitstheorien
: Walter de Gruyter GmbH& Co.KG
: 9783110331318
: Realistische Phänomenologie / Realist Phenomenology
: 1
: CHF 230.90
:
: 20. und 21. Jahrhundert
: German
: 605
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Der Streit um die Wahrheit richtet sich vor allem gegen die Fassung der Urteilswahrheit als einer 'Übereinstimmung mit den Sachen'. Eine kritische Analyse der Einwände verschiedenster alternativer Wahrheitstheorien (Evidenztheorie, Kohärenztheorie, Konsens- und Diskurstheorie, pragmatische Wahrheitstheorien, existentialistisch-heideggeri nische, Jasper'sche, wittgensteinianische und andere) überwindet die Einwände gegen die klassische Korrespondenztheorie durch einen vertieften Begriff des Sachverhalts. Auch in der Verteidigung der Korrespondenztheorie durch Tarski, Popper, Albert und andere neuere Verfechter müssen diverse Mängel überwunden werden, um zu erkennen, daß sich jene schlichte Urgegebenheit der Urteilswahrheit aus keinem Teilbereich der nicht-formalisierten Sprache und des unermeßlichen Reiches des Seins, ja nicht einmal aus der Sphäre des Nichts verdrängen oder durch etwas von Korrespondenz (Adäquatio) Verschiedenes ersetzen läßt.

INHALTSVERZEICHNIS7
PROLEGOMENA25
DER STREIT UM DIE WAHRHEIT DES URTEILS UND DIE ‚KRISE‘ DES25
2525
1. Der Streit um die Urteilswahrheit25
2. Einige Gedanken zur Krise des Wahrheitsbegriffs26
3. Radikale Infragestellung der Wahrheit und ihres Wertes bei Friedrich33
4. Auch der Wille zur Unwahrheit und die Infragestellung des Wertes der48
5. Eine knappe Darstellung und Verteidigung der klassischen Lehre von52
6. Fünf Bedeutungen und Aufgaben einer „Wahrheitstheorie“58
I. TEIL58
I. TEIL58
6158
KAPITEL 163
1. Grundlinien der Evidenztheorie der Wahrheit Franz Brentanos und ihre63
1.1. Existenzialurteile beweisen nach Brentano, daß das wahre Urteil keiner res66
1.2. Negative Urteile entsprechen nach Brentano ebensowenig einer res68
1.3. Die Verwerfung der Irrealia als dritter Grund der Ablehnung der69
1.4. Brentanos kriteriologisches Argument gegen die klassische72
1.5. Die Schwierigkeiten, den Sinn der Adäquation zu bestimmen, als73
1.6. Das Argument gegen die unendlich vielen Sachverhalte74
2. Evidentes Urteil bzw. Übereinstimmung mit ihm als neue75
3. Einwände gegen Brentanos Kritik der Adäquationstheorie der Wahrheit77
3.1. Die verlorene ‘res’ als ‚Sachverhalt‘: sobald ‘res’ als Sachverhalt geklärt77
3.2. Es gibt die negativen Sachverhalte78
3.3. Das eindeutig gegebene Bestehen von unabhängig vom Urteil bestehenden82
3.4. Kritik von Brentanos viertem, kriteriologischem Argument: Evidenz setzt83
3.5. Der Sinn der ‚Adäquatio‘ läßt sich unschwer bestimmen86
3.6. Ist die Annahme unendlich vieler Sachverhalte für den Philosophen87
4. Innere Widersprüche und Irrtümer in der Evidenztheorie der Wahrheit90
4.1. Evidenz setzt Wahrheit als Adäquation voraus90
4.2. Wenn der evidente Charakter des Urteils dessen Wahrheit ausmacht,91
4.3. Die Evidenztheorie der Wahrheit als Tor zum radikalen Subjektivismus in93
4.4. Zusammenfassende Kritik zur Evidenztheorie als Wesenstheorie der94
5. Die Einsichten in Brentanos Evidenztheorie der Wahrheit, vor allem96
6. Verteidigung der Einsicht Brentanos in Evidenz als nicht-zirkuläres97
7. Evidenz als einziges Kriterium, um echte Evidenz von leichtfertiger101
8. Während Evidenz ein Kriterium der Wahrheit und ihrer Erkenntnis ist,102
9. Der Einwand der Transzendentalphilosophie gegen Evidenz als103
9.1. Notwendige Voraussetzungen allen Denkens und Erfahrens als notwendige108
9.2. Die volle Berechtigung der These Brentanos, daß Evidenz allein das letzte114
10. Abschließende Bemerkung zur Verteidigung der Brentano’schen Lehre124
KAPITEL 2127
1. Einleitung127
2. Was heißt Kohärenz?139
2.1. Widerspruchsfreiheit oder Nichtwidersprüchlichkeit139
2.1.1. Formalontologische Widerspruchsfreiheit140
2.1.2. Formal-logische Widerspruchsfreiheit140
2.1.3. Materiale Kohärenz bzw. materiallogische Kohärenz141
2.2. Kohärenz als intelligible und sinnvolle Beziehung zwischen Sachen143
2.3. Kohärenz als notwendige Verknüpfung von Urteilen, Wahrheiten,144
3. Kohärenz wovon? Über das Subjekt „der Kohärenz“145
3.1. Urteile/Sätze145
3.1.1. Ein einziges Urteil145
3.1.2. Kohärenz als Relation zwischen verschiedenen Urteilen (einigen Urteilen)146
3.1.3. Kohärenz sämtlicher Urteile/Sätze147
3.1.4. Kohärenz als Eigenschaft aller wahren Urteile/Sätze147
3.1.5. Kohärenz im Bereich der Erkenntnis und der Erfahrung148
3.1.6. Kohärenz der Erkenntnis/Erfahrung einer einzigen Person148
3.1.7. Kohärenz in der Erkenntnis und Erfahrung verschiedener Personen149
3.1.8. Kohärenz der Erfahrung aller Subjekte149
3.1.9. Kohärenz als Eigenschaft objektiver Sachen und Sachverhalte149
4. Kohärenz womit? Zum Terminus der Kohärenz150
4.1. Kohärenz mit sich selbst (innere Kohärenz)150
4.2. Kohärenz mit einigen wahren Urteilen, Erkenntnissen oder Sachverhalten151
4.3. Kohärenz aller Urteile, aller Dinge, aller Erkenntnisse151
4.4. Kohärenz mit der bereits erkannten Wahrheit, Wirklichkeit oder mit der152
4.5. Kohärenz als Eigenschaft bzw. Relation aller wahren Urteile, aller Fakten,153
5. Kohärenz und Wahrheit153