: Boris Rähme
: Wahrheit, Begründbarkeit und Fallibilität Ein Beitrag zur Diskussion epistemischer Wahrheitskonzeptionen
: Walter de Gruyter GmbH& Co.KG
: 9783110322545
: Epistemische Studien / Epistemic StudiesISSN
: 1
: CHF 159.70
:
: 20. und 21. Jahrhundert
: German
: 386
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Im Zentrum epistemischer Wahrheitskonzeptionen stehen die folgenden beiden Thesen: (1) Der Wahrheitsbegriff kann durch epistemische Konzepte idealer Begründbarkeit, Behauptbarkeit, Kohärenz oder Konsensfähigkeit expliziert werden. (2) Die Annahme, es könnte wahre Aussagen geben, die prinzipiell nicht als wahr erkennbar oder doch begründbar sind, ist falsch oder sogar sinnlos. Wahrheit, Begründbarkeit und Fallibilität unterzieht diese Thesen einer kritischen Prüfung. Neben der Diskussion wahrheitstheoretischer Ansätze von Peirce, Putnam, Wright, Apel u. a. enthält dieses Buch eine Bestimmung der normativen Relevanz des Wahrheitsbegriffs für Behauptungshandlungen, eine Kritik des Deflationismus, eine Analyse des Konzepts der Fallibilität sowie eine Diskussion des Paradox of Knowability.

Vorwort9
Einleitung11
I. ‚Wahrheit‘ und ‚Begründung‘ als normative Begriffe19
I.1 Behauptungshandlungen und Gültigkeitsansprüche25
I.2 Einige Normen für Behauptungshandlungen38
I.3 Deflationistische Abwiegelung?48
I.3.1 Deflationistische Thesen50
I.3.2 Ein Argument gegen den wahrheitstheoretischen Deflationismus68
I.4 Fallibilismus ohne Wahrheit?75
I.5 Gründe haben, geben, zuschreiben und bewerten84
II. Fallibilität und Fallibilismus97
II.1 Das Problem der Formulierung des Fallibilismus102
II.1.1 Fallibilismus und möglicher Irrtum109
II.1.2 Fallibilismus und logische Folgebeziehung119
II.1.3 Fallibilismus und epistemische Gewissheit126
II.1.4 Fallibilismus und epistemisch wahrheitsgarantierende Begründung136
II.2 Ist die ‚Selbstanwendung‘ des Fallibilismus widersprüchlich? Zu Apels Kritik des uneingeschränkten Fallibilismus142
III. Elemente epistemischer Wahrheitskonzeptionen am Beispiel der Konsenstheorie von Peirce149
III.1 Zur Standarddeutung der Peirceschen Konsenstheorie150
III.2 Peirces epistemische Wahrheitsäquivalenz158
III.3 Idealisierungen und kontrafaktische Annahmen170
III.4 Faktische Erkennbarkeit186
IV. Epistemische Wahrheitsäquivalenzen als Begriffsdefinitionen?201
IV.1 Wahrheit, Verifikation und Erkennbarkeit202
IV.2 Wahrheit und Kohärenz204
IV.3 Wahrheit und Begründbarkeit unter idealen epistemischen Bedingungen214
IV.4 Wahrheit und Konsens223
IV.4.1 Konsens der Forschergemeinschaft – Peirce224
IV.4.2 Konsens und ideale Sprechsituation – Habermas227
IV.4.3 Konsens und ideale Argumentationsgemeinschaft – Apel235
V. Epistemische Regulative und Transzendenzthesen249
V.1 Regulative255
V.2 Transzendenzthesen265
V.3 Fitchs Argument und das ‚Paradox of Knowability‘278
V.4 Was zeigt Fitchs Argument?290
V.5 Begründete Behauptbarkeit, Behauptbarkeit und Verstehbarkeit297
V.6 Lassen sich epistemische Transzendenzthesen begründen?310
VI. Ist Wahrheit eine regulative Idee? Zwei Einwände gegen die transzendentalpragmatische Konsenstheorie321
VI.1 Zum Begriff der regulativen Idee in der „Kritik der reinen Vernunft“324
VI.2 Apels Rekurs auf regulative Ideen und Wellmers Kritik329
VI.3 Wahrheit ist keine regulative Idee339
VI.4 Apels Postulat der Selbstanwendbarkeit der Konsenstheorie und das Problem des konditionalen Fehlschlusses346
VII. Resümee359
Literatur369