: Roland Becker-Lenz, Stefan Busse, Gudrun Ehlert, Silke Müller-Hermann
: Roland Becker-Lenz, Stefan Busse, Gudrun Ehlert, Silke Müller-Hermann
: Professionalität in der Sozialen Arbeit Standpunkte, Kontroversen, Perspektiven
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531198811
: 3
: CHF 56.00
:
: Sozialpädagogik, Soziale Arbeit
: German
: 354
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Im deutschsprachigen Raum wird seit Jahren kontrovers über unterschiedliche Positionen zur Professionalisierung und Professionalität Sozialer Arbeit diskutiert. Der Band stellt diese Debatten exemplarisch dar. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung diese für die Theoriebildung, die Praxis sowie die Aus- und Fortbildung Sozialer Arbeit hatten und haben.

Dr. Roland Becker-Lenz ist Professor an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Dr. Stefan Busse ist Professor an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida.

Dr. Gudrun Ehlert ist Professorin an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida.

Dr. Silke Müller-Hermann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Inhaltsverzeichnis6
Vorwort zur dritten Auflage9
Einleitung: „Was bedeutet Professionalität in der Sozialen Arbeit?“10
Entwicklungslinien und theoretische Fundierungen von Professionalität in der Sozialen Arbeit19
Der Professionalisierungsdiskurs zur Sozialen Arbeit(SA/SP) im deutschsprachigen Kontext im Spiegelinternationaler Ausbildungsstandards20
1 Ein Schritt nach vorn und zwei zurück – zum aktuellen Stand der Professionalisierungsdebatte22
1.1 Soziale Arbeit ist eine sich entwickelnde Profession23
1.2 Soziale Arbeit ist keine Profession, sondern ein Beruf und hat – aufgrundihrer fehlenden Wissensbasis – gegenüber den etablierten Professionen denStatus von beruflichen Hilfskräften24
1.3 Soziale Arbeit ist und bleibt eine Semi-Profession – prinzipiell abhängigvon den Vorgaben und Zwängen der Arbeitgeber als Vertreter dermakrogesellschaftlichen Herrschafts- und Kontrollansprüche25
1.4 Soziale Arbeit soll gar keinen Professionsstatus anstreben – auch dann,wenn sie es könnte oder schon eine Profession wäre –, sondern sichvielmehr auf der Grundlage „höherer Werte“ deprofessionalisieren25
2 Ein internationaler Minimalkonsens über Profession und Wissenschaft Sozialer Arbeit28
2.1 Die International Definition of the Social Work Profession (vgl. Supplement, S. 5-6)30
2.2 Global Standards for the Education and Training of the Social Work Profession – Die Kernelemente des Curriculums (vgl. Supplement, S. 12-41)30
3 Unüberwindbare oder nur scheinbare Professionalisierungshindernisse?34
3.1 Die prinzipiell fehlende Autonomie, die (sozial)politische undträgerbezogene Domestizierung der Sozialen Arbeit – und das„Dritte Mandat“34
3.2 Die Ablehnung von Experto- und Technokratie – und der „Reflektierende Praktiker“ im demokratischen Umgang mit seinem Wissensvorsprung36
3.3 Die Relationierung von wissenschaftlichem Erklären undfallrekonstruktivem Veränderungs-/speziellem Handlungswissen –„Der transformative Dreischritt“, ein Vorschlag zur Lösung desTheorie-Praxis-Problems39
Literatur44
Die Struktur professionellen Wissens46
Einleitung46
1 Die Theorie der Professionalisierung und ihr blinder Fleck: Die Struktur professionellen Wissens47
2 Ontologische und wissenschaftstheoretische Grundlagen nomologisch orientierter Handlungswissenschaften50
2.1 Ontologische Voraussetzungen der nomologischen Handlungswissenschaften50
2.2 Erkenntnis- und wissenschaftstheoretische (methodologische) Folgen desEmergentistischen Systemismus und ihre Bedeutung für dieHandlungswissenschaften55
2.3 Praxeologische Implikationen der systemistischen Ontologie58
3 Professionen im weiten Sinne – die Struktur professionellen Wissens60
3.1 Professionen im weiten Sinne60
3.2 Die Struktur professionellen Wissens im naturalistischen Verständnis von Wissenschaft62
4 Professionen im engen Sinne – die professionelle Bearbeitung existentiell bedrohlicher praktischer Probleme (Krisen)69
Literatur71
Soziale Arbeit im Modus autonomerErfahrungsbildung – Überlegungen im Anschluss anmodellbildende Paradigmen zur Professionalisierung73
1 Einleitung73
2 Profession – Bedingungsgefüge und Strukturkern74
3 Konzepte der Autonomiebildung in der Sozialen Arbeit79
4 Autonome Erfahrungs- und Habitusbildung80
5 Stellvertretende Krisenbewältigung im Prozess der Sozialisation: Zwischen Krise und Routine82
6 Schluss86
Literatur87
Reflexive Sozialarbeit im Spannungsfeld vonevidenzbasierter Praxis und demokratischerRationalität – Plädoyer für die handlungslogischeEntfaltung reflexiver Professionalität90
1 Vorbemerkung90
2 Problem der Relationierung. Wissen, Nicht-Wissen und Ungewissheit90
3 Rahmenbedingungen professioneller Sozialarbeit im Spannungsfeld von Arbeit, Beruf und Bildung93
4 Ökonomisierung der Sozialarbeit – Zwischenergebnisse aus einer Studie96
5 Plädoyer für die handlungslogische Entfaltung reflexiver Professionalität101
6 Conclusio106
Literatur108
Professionalität in der Strukturlogik von Arbeitsbeziehungen und institutionellen Kontexten Sozialer Arbeit112
Die Problematik der Strukturlogik desArbeitsbündnisses und der Dynamik von Übertragungund Gegenübertragung in einer professionalisiertenPraxis von Sozialarbeit113
1 Der grundlagentheoretische Bezugsrahmen einer allgemeinen Theorie der Professionalisierung113
2 Das Arbeitsbündnis im Funktionsfocus I und seine innere Dynamik120
3 Die Allgemeinheit des Arbeitsbündnisses im Funktionsfocus I128
4 Spezifika eines Arbeitsbündnisses in der Sozialarbeit129
5 Schlussbemerkung140
Der Aufbau eines Arbeitsbündnisses in Zwangskontexten – professionstheoretische Überlegungen im Licht verschiedener Fallstudien142
Einleitung142
1 Widerständigkeiten in der Etablierung eines Arbeitsbündnisses144
2 Merkmale einer erfolgreichen professionellen Beziehung im sozialpädagogischen Alltag aus Sicht des Klientels151
3 Theoretische Schlussfolgerungen155
Literatur157
Potentiale und Risiken der Professionalitätsentwicklung in der Praxis Sozialer Arbeit159
1 Professionalitätsentwicklung in der Sozialen Arbeit159
1.1 Professionalitätsentwicklung und Makroebene162
1.2 Professionalisierung auf der Mesoebene165
1.3 Professionalisierung auf der Mikroebene167
2 Instrumente zur Unterstützung der Professionalitätsentwicklung in der Praxis168
3 Fazit172
Literatur172
Professionalität in den Erziehungshilfen174
1 Arbeitsbeziehungen und flexible Erziehungshilfen als empirischer Ansatzpunkt175
2 Die institutionellen Bedingungen flexibler Erziehungshilfen177
3 Die dynamische Verschränkung von Hilfe und Kontrolle179
4 Die strukturelle Konkurrenz im Erziehungshilfedreieck181
5 Die Relationalität der Arbeitsbeziehungen182
6 Drei Modi professionellen Handelns185
6.1 Der Modus der relationalen Professionalität185
6.2 Der Modus der klinischen Professionalität187
6.3 Der Modus der reflexiven Professionalität188
Literatur190
Professionalität im Bereich von professionellem Habitus und Persönlichkeit, Biografie, Wissen, Kompetenzen, Qualifizierung192
Die Notwendigkeit von wissenschaftlichem Wissenund die Bedeutung eines professionellen Habitus fürdie Berufspraxis der Sozialen Arbeit193
1 Einleitung193
2 Die Notwendigkeit wissenschaftlichen Wissens für die Berufspraxis der Sozialen Arbeit193
3 Die Bedeutung habitueller Elemente für die Berufspraxis der Sozialen Arbe