Agrarreformen und ethnodemographische Veränderungen Südosteuropa vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart
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Karl-Peter Krauss
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Agrarreformen und ethnodemographische Veränderungen Südosteuropa vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart
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Franz Steiner Verlag
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9783515095914
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Schriftenreihe des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
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1
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CHF 53.20
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Geschichte
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German
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340
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Agrarreformen prägen die Geschichte des ländlichen Kulturraumes in Europa seit der Frühen Neuzeit. Aber welche Folgen hatten sie in der ethnischen Gemengelage des östlichen und südöstlichen Europa - insbesondere für die deutschen Minderheiten? Die Studien dieses Bandes untersuchen die Verbindung zwischen Agrarreformen und ethnographischen Veränderungen und loten die Schnittmengen aus.
Mit der Ethnisierung des Nationalismus im 19. Jahrhundert erhielt die Agrarfrage eine neue Dimension, denn sie wurde mit der Nationalitätenproblematik verknüpft, die erhebliches Konfliktpotential bot. So entsprangen auch die Agrarreformen nach den beiden Weltkriegen nur zum Teil volkswirtschaftlichen Motiven.
Um hier Kontinuitäten und Diskontinuitäten offen zu legen, spannt der Band einen großen zeitlichen Bogen. Er setzt bei den spätabsolutistischen Reformen an und reicht bis zu den Umwälzungen des ländlichen Raumes in Südosteuropa nach 1989.
Inhalt
6
Einführung
8
Von der Befreiung zur Marginalisierung der Bauern. Zwei Jahrhunderte Agrarreformen in Südosteuropa
26
I. Reformen des frühmodernen Staates bis zur Grundentlastung
50
Ethnokonfessionelle Aspekte der Reformen des aufgeklärten Absolutismus in der Habsburgermonarchie
52
„Quo ita cicures ac industriosi evaderent“.Agrarmodernisierungen und ethnische Veränderungen als komplementäre Entwicklungsprozesse in Südtransdanubien
70
Agrarische Modernisierungsprozesse und ethnodemographische Veränderungen in der Südbatschka bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
86
II. Agrarreformen und Bildung der Nation und des Nationalstaats
122
Agrarverfassung und demographische Entwicklung in den deutschen Siedlungen im Schwarzmeergebiet nach 1861
124
Der wirtschaftliche Wettbewerb zwischen Deutschen und Serben in den Werken von Radoslav Markoviç(1865–1948)
136
„Kolonisationsgesetz“ und „Kolonats“-Reform: Defensiver Konservatismus und agrarische Strukturpolitik in Zentraleuropa um 1900
150
Tiefgreifende agrarische Umwälzungen und Umstrukturierungen in den neu gegründeten baltischenStaaten Estland, Lettland und Litauen 1919/1920/1922: Motivationen und Ergebnisse bis 1940
176
Landreformen, Property rights und ethnische Minderheiten. Ideen- und Institutionengeschichte nachholender Modernisierung und Staatsbildung in Rumänien undJugoslawien 1918–1948
208
III. Bodenreform, staatliche Raumordnung undethnische Homogenisierung vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart
236
Die Rolle der Bodenreform und der Nationalitätenfragebei der Vertreibung der Ungarndeutschen
238
Einige Zusammenhänge zwischen der Bodenreform und dem Wandel der Sozialstruktur im südlichen Transdanubien (1945–1949)
256
Die Agrarreform in Jugoslawien nach 1945 und ihre Nachwirkungen
282
Zur Problematik des ländlichen Raumes in Südosteuropa nach 1989
296
Kulturlandschaftsprozesse in Südosteuropa vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart
312
Anhang
326
Personenregister
328
Ortsregister
332
Autorenverzeichnis
336