: Franz M. Wuketits
: Wie der Mensch wurde, was er isst Zur Evolution menschlicher Ernährung.
: S.Hirzel Verlag
: 9783777622200
: 1
: CHF 22.20
:
: Natur und Gesellschaft: Allgemeines, Nachschlagewerke
: German
: 152
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Von Urmenschen, die immer auf der Suche nach Essbarem sind, haben wir uns zu übersättigten Wohlstandsbürgern entwickelt. Der Traum vom Schlaraffenland scheint in unserer Gesellschaft wirklich geworden zu sein. Doch immer mehr Menschen verlieren die Orientierung - das Angebot ist so groß, dass sie nicht mehr wissen, was sie essen sollen. Die Evolution kann uns dabei Hinweise geben: Wer die Ursprünge unserer Ernährung kennt und natürliche Nahrung zu schätzen weiß, braucht keinen Ernährungsberater. Auch für das gemeinsame Essen sollten wir uns wieder mehr Zeit nehmen - es ist schließlich Teil unserer Kultur.


Pre sestimmen:

'Wi müssen uns darauf besinnen, wer wir sind und woher wir kommen' - auch wenn es um Ernährung geht. Das ist der Grundgedanke in diesem gut und unterhaltsam geschriebenen Büchlein.
(Wissenschaft aktuell)

Seit Jahren steigt die Zahl der Übergewichtigen stetig an. Und das, obwohl Ernährungsberater und Diätfanatiker nicht müde werden zu erklären, was, wann und wie viel der Einzelne essen soll, um schlank zu bleiben. Einen anderen Weg hat jetzt der Wiener Biologe Franz M. Wuketits eingeschlagen. In seinem Buch richtet er seinen Blick auf unsere evolutionäre Vergangenheit und damit auf eine Zeit, in der es weder Ernährungsberater noch Kalorientabellen oder Diätpläne gab.
(Neues Deutschland)

Dieses Werk ist sowohl ein interessantes, gut verständliches Lesebuch zur Evolution menschlicher Ernährung als auch ein Fachbuch, das anregt sich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Sehr empfehlenswert!
(etcetera) /P>


Informativ und klar vermittelt Franz M. Wuketits die evolutionäre Denkweise und verschiedene Strategien der Nahrungsbeschaffung. Dabei widerlegt er auch die Positionen, nach denen Kultur im Gegensatz zur Natur steht oder Pflanzenfresser weniger Leben und Lebensraum zerstören als Raubtiere.
(Naturwissensch ftliche Rundschau)

 


Prof. Dr. Franz M. Wuketits lehrte Wissenschaftstheorie mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften an der Universität Wien und hatte Lehraufträge und Gastprofessuren an mehreren anderen Universitäten wahrgenommen. Er war Vorstandsmitglied des Konrad Lorenz Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung in Klosterneuburg (Niederösterreich), er starb 2016.
Vorwort8
Einleitung: Fressen, um zu leben12
1. Biologische und kulturelle Evolution16
Die Tragweite des Evolutionsdenkens17
Natur und Kultur – keine Gegensätze!20
Die natürlichen Vorgaben für unsere Kultur23
Die kulturelle Verstärkung unserer Natur24
2. Nahrungssicherung – das Urproblem des Lebens26
Allesfresser und Spezialisten27
Pflanzenfresser, Räuber, Aasvertilger29
Fressen und gefressen werden34
3. Nahrung aufnehmen38
Der geborene Allesfresser42
In der Not frisst der Mensch Fliegen44
Jäger und Sammler50
Völlerei – ein Gebot der Gelegenheit53
Der Erfolg gehört den Mischstrategen56
4. Nahrung bereiten und bewahren58
Die „Entdeckung“ des Feuers59
Kochen spart Zeit und Energie63
Die Geschmacksknospen werden empfindlicher65
Optimale Nutzung von Nahrungsressourcen68
5. Nahrung erzeugen72
Ackerbau und Viehzucht73
Die Spreu vom Weizen trennen …82
Unvermeidbare Hungerkatastrophen84
Die Völlerei wird kultiviert87
Die industrielle Lebensmittelproduktion91
6. Nahrung verschwenden96
Das „Schweineprinzip“98
Überernährung – eine evolutionäre Anomalie102
(Un-)gesunde Ernährung – eine weitere evolutionäre Anomalie104
Niemand müsste heute verhungern108
Die Zerstörung natürlicher Lebensquellen111
Verrückte Natur – verrückte Kultur?115
Nachwort: Leben, um zu fressen?120
Zeittafel125
Glossar126
Literatur132
Personenregister141
Sachregister144