: Gisbert Haefs
: Und oben sitzt ein Rabe Baltasar Matzbachs zweiter Fall
: KBV Verlags-& Medien GmbH
: 9783954411085
: 1
: CHF 5.40
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 261
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Bonner Anwalt mit politischen Verbindungen wird im Bett erschossen aufgefunden, neben ihm die Leiche seiner Geliebten. Diese hatte gerade ihren Mann verlassen, Andreas Goldberg. Der verliert gleichzeitig seinen Job und profitiert von der Lebensversicherung der Toten. Grund genug für die Kripo, ihn festzunehmen. Nur sein Freund Moritz glaubt an Goldbergs Unschuld, und Moritz gehört zu den Kumpeln von Baltasar Matzbach, einem seiner angeblichen Freunde zufolge 'Mischung aus Falstaff und Kater Garfield, als Hobbydetektiv auf die Menschheit losgelassen'. Goldberg besitzt einen fluchenden Raben namens Poe - Grund genug für Matzbach, sich um die Sache zu kümmern. Die Ermittlungen führen ihn und den Raben von der Bonner Bundes- und Kommunalpolitik über die Gesellschaft zur Stärkung der Verben in die Rhön und den Grauschleier der Geheimdienste, und erst beim blutigen Showdown auf dem vereisten Watt vor St. Peter-Ording klärt sich alles.

Gisbert Haefs, Jahrgang 1950, lebt und schreibt in Bonn; als Übersetzer/Herausgeber verantwortlich für Borges, Kipling, Brassens, Dylan u.a., als Autor haftbar für Erzählungen, historische Romane (Hannibal, Troja, Raja, Die Rache des Kaisers, Das Labyrinth von Ragusa u.a.) und Krimis (Matzbach).

1. Kapitel


Ein Strahl der Oktobersonne auf seiner Nase weckte Andreas Goldberg. Kurz vor elf, stellte er fest, als er den Wecker betrachtete; reichlich spät für einen, der seit Jahren an frühes Aufstehen und feste Bürozeiten gewöhnt war.

Nach kurzem Dösen wälzte er sich auf die Seite und schaltete das Radio ein. Er erwischte das Ende der Nachrichten; ein Verkehrshinweis folgte, dann endlich Musik. Nach dem zweiten Musiktitel streifte er den Rest der Decke ab und stand auf. Die sinnliche Stimme der Moderatorin folgte ihm auf seinem nackten Marsch ins Bad.

Nach dem Zähneputzen ging er ins Wohn- und Schlafzimmer zurück. Die Sprecherin verwies auf die nächste Musiknummer; Andreas tänzelte über die Trümmer der unvollendeten Wohnungsauflösung; dabei grinste und pfiff er.

Während er die verstreuten Kleidungsstücke einsammelte, begann er sogar zu singen. Schließlich ging er zum Nachttisch, auf dem bis vor etwa fünfzig Stunden der ele