Im Goldrausch
Es gibt bestimmte Goldminen in Westafrika, über die die Bewohner sagen, dass zwar die Gefahren hoch sind, dafür aber auch die Bezahlung. Und es ist wahr, die Arbeit dort ist hart und gefährlich: die Tunnel und Schächte werden, wenn überhaupt, nur von wackeligen Gerüsten gehalten und können jederzeit einstürzen; niemand hat sich je mit einem Sicherheitsplan auseinandergesetzt, sollten je giftige oder entflammbare Gase aus den Tiefen emporsteigen; es gibt keine Schutzausrüstungen und so arbeiten viele barfuß und ohne Handschuhe. Kurzum, die Arbeitsbedingungen sind erbärmlich und täglich geschehen Unfälle. Die Lebensbedingungen sind mindestens ebenso hart. Wasser ist Mangelware; es gibt weder Kliniken, noch Toiletten oder eine Polizei.
Die Minenarbeiter sehen das Sonnenlicht nur selten, sie treten in die engen Schächte schon vor dem Sonnenaufgang und kommen, während ihres langen Arbeitstages, nur selten an die Oberfläche. Andere wiederum arbeiten unter fast gegensätzlichen Bedingungen. Ungeschützt vor der heißen Sonne zerschlagen sie Steinbrocken zu Kieselsteinen, um diese dann zu Sand zu verarbeiten. Die einzige Gefahr, derer die Arbeiter sich bewusst sind, ist der erstickende Staub, der ihre Lungen nicht mehr verlassen will; die Gefahr, über die sie hingegen nicht viel wissen, sind die Folgen, die Quecksilber auf das Gehirn hat. Und so benutzen sie Quecksilber, um Gold von zerkleinertem Erz zu trennen.
Minen wie diese sind, gemäß Schätzungen der UN,1 für ein Fünftel der Goldproduktion weltweit verantwortlich. Sie produzieren auch Edelsteine für unseren Schmuck und seltene Mineralien für unsere Mobiltelefone. Meist sehr abgelegen und inoffiziell, sind sie außerordentlich gut organisiert. Die Verdopplung des Goldpreises am Weltmarkt, in den letzten Jahren, tat ihr übriges, um das Schürfen nach Gold für die bitterarme Bevölkerung reizvoller und noch gefährlicher zu machen.
Nicht unerwartet befindet sich unter diesen Arbeitern, die von Gold-,