: Ruth Florack, Rüdiger Singer
: Die Kunst der Galanterie Facetten eines Verhaltensmodells in der Literatur der Frühen Neuzeit
: Walter de Gruyter GmbH& Co.KG
: 9783110280531
: Frühe NeuzeitISSN
: 1
: CHF 159.40
:
: "Deutsche Sprachwissenschaft; Deutschsprachige Literaturwissen- schaft"
: German
: 508
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
< >A behavioral ideal of French origin, gallantry is a vital concept for scholars researching the critical period around 1700. As an aesthetically determined ethic practiced by a court-influenced elite, gallant conduct was defined by the arts- and particularly by literature. That connection is the focus of this collection of cutting-edge articles. Taking an interdisciplinary approach, they investigate the tradition of gallantry beginning in the Middle Ages, its migration from France to Germany, and the continuity of its influence in the century of the Enlightenment.



< >Ruth Florack,Rüdi er Singer, Universität Göttingen.

Einleitung9
I Galanterie: Entstehung und Ausdifferenzierung eines ambivalenten Konzepts25
Zur Galanterie im Frankreich des 17. Jahrhunderts27
II Traditionen: Modelle höfisch-geselliger Interaktion in Mittelalter und Renaissance57
Ritual, Fiktion und ästhetische Erfahrung. Wandlungen des höfischen Diskurses zwischen Roman und Minnesang59
Liebe und Geselligkeit. Geschlechterkommunikation in spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Erzähltexten101
Die dunkle Seite der Galanterie. Ausgrenzungen bei Castiglione, Della Casa und Gracián135
Baldassare Castiglione und Madeleine de Scudéry oder das Verhaltenskonzept der Galanterie im Vergleich mit dem idealen Hofmann157
III Ästhetische Vermittlungen der galanterie française im 17. und frühen 18. Jahrhundert185
Affekt-Erzählungen: Die galanten Novellen Scudérys und Villedieus187
Novellistik im Mercure Galant oder Die Zeitschrift als galantes Gespräch205
Antoine Watteau – peintre de fêtes galantes?231
IV Vorbild Frankreich: Aspekte des französisch-deutschen Kulturtransfers um 1700257
Die Scudéry-Rezeption im Pegnesischen Blumenorden. Galanterietransfer aus genderkritischer Perspektive259
Tanzen als Schule galanten Gebarens283
Musiktheater und galanter Diskurs309
Wurde der deutsche Adel galant? Vorüberlegungen zu den unerforschten Wegen des Galanterietransfers in der Adelserziehung des frühen 18. Jahrhunderts325
V Roman und galante Conduite in Deutschland 1680–1740347
Romane als Verhaltenslehren. Zur galanten Poetik von Christian Thomasius und Erdmann Neumeister349
Galanterie als Text. Methodologische Überlegungen zu Funktion und Status galanter Textproduktion363
Thesen zum galanten Roman385
»Von dem übrigen ist nichts zu gedencken« – An der Grenze des Erlaubten in Schnabels Roman Der im Irr-Garten der Liebe herum taumelnde Cavalier401
VI Kontinuitäten: Spuren des Galanten in der deutschsprachigen Literatur des 18. Jahrhunderts419
Galanterie und Anakreontik: Optionen der Lyrik im Zeitalter der Aufklärung421
Galants hommes und schöne Seelen – zur prekären Allianz zweier verwandter Konzepte441
Zitierte Forschungsliteratur475
Register503