: Peter Schmucker
: Grenzübertretungen Intertextualität im Werk von W. G. Sebald
: Walter de Gruyter GmbH& Co.KG
: 9783110278491
: spectrum Literaturwissenschaft / spectrum LiteratureISSN
: 1
: CHF 159.70
:
: "Deutsche Sprachwissenschaft; Deutschsprachige Literaturwissen- schaft"
: German
: 611
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
< >There is no question that intertextuality plays an enormous role in the work of W. G. Sebald. This investigation takes up the question of its function in the context of Sebald’s poetics. A close reading of his literary scholarship reveals that quotations in his work are intended both to guide reception by mystifying the texts, and to create a subtext from the reference texts by exploiting their potential meanings. That subtext in turn provides an insight into the metaphysics of Sebald’s narratives.

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< >Peter Schmucker, Universität zu Lübeck.

A. Einleitung13
A.1. Textcorpus und Problemstellung13
A.2. Forschungsstand24
A.2.1. Sebalds Poetik und Intertextualität als Kennzeichen seines Werks24
A.2.2. Allgemeine Eigenschaften von Sebalds erzählter Welt27
A.3. Methode29
A.4. Vorgehensweise30
A.5. Thesen33
B. Sebalds erzählte Welt: Definitionen und Voraussetzungen35
B.1. Intertextualität35
B.2. Fiktionalität und erzählte Welt40
B.3. „Metaphysik“47
C. „Ein paar besondere Worte“: Intertextuelle Funde51
C.1. Die bedrohliche Welt: Adalbert Stifter55
C.1.1. Sebalds literaturwissenschaftliche Arbeiten zu Stifter55
C.1.1.1. „Helle Bilder und dunkle – Zur Dialektik der Eschatologie bei Stifter und Handke“56
C.1.1.2. „Bis an den Rand der Natur – Versuch über Stifter“68
C.1.2. Stifter im literarischen Werk Sebalds73
C.1.2.1. „Entropische Kontingenz“: Der Sandsturm und „Aus dem bairischen Walde“73
C.1.2.2. „Die Kreation eines Irren“: Dekompressionsoperation und „Der Condor“77
C.1.2.3. Grenzübertretung: „Die Mappe meines Urgroßvaters“ und Schwindel. Gefühle81
C.2. Wanderer in finsteren Welten: Franz Kafka91
C.2.1. Sebalds literaturwissenschaftliche Arbeiten zu Kafka91
C.2.1.1. „Das unentdeckte Land Zur Motivstruktur in Kafkas „‚Schloß‘“92
C.2.1.2. „Das Gesetz der Schande Macht, Messianismus und Exil in Kafkas „‚Schloß‘“101
C.2.1.3. „Tiere, Menschen, Maschinen – Zu Kafkas Evolutionsgeschichten“106
C.2.1.4. „Via Schweiz ins Bordell. Zu den Reisetagebüchern Kafkas“113
C.2.1.5. „Kafka im Kino“115
C.2.2. Kafka im literarischen Werk Sebalds119
C.2.2.1. „Ein ewiger Frembdling und Bilgram“: Der Jäger Gracchus als Modell für den Erzähler in Schwindel. Gefühle120
C.2.2.1.1. Eine Herzensschmiede: Der jugendliche Erzähler als Analogon zum Jäger Gracchus120
C.2.2.1.2. „Immer in Bewegung“: Die Wanderungen des erwachsenen Erzählers in Schwindel. Gefühle128
C.2.2.1.3. „Zwei Würfelspieler hockten am Quai“: Der Jäger Gracchus als Muster für Sebaldsche Figuren159
C.2.2.2. Das Schloß als Prätext162
C.2.2.2.1. Wirtshäuser „in abyssum“: Herrenhof, Hotel Boston, Engelwirtsstube162
C.2.2.2.2. „Winterreise“: Kreisen ohne Fortschreiten, Labyrinth164
C.2.2.2.3. „Der Wind spannte das Tuch“: Die Friedhofsmauer166
C.2.2.3. Andere Kafkasche Prätexte169
C.2.2.3.1. Madame la Mort und die Ohnmacht169
C.2.2.3.2. Posthumane Evolution aus der Schutthalde: Automobile, Flugzeuge und (Schutz-)Engel172
C.2.2.3.3. „Sowohl durch das Herz als auch durch den Kopf“: „Dr. K.s Badereise nach Riva“190
C.3. Hugo von Hofmannsthal193
C.3.1. Sebalds literaturwissenschaftliche Arbeiten zu Hofmannsthal193
C.3.1.1. „Das Wort unter der Zunge (Zu Hofmannsthals ,Der Turm‘)“193
C.3.1.2. „Venezianisches Kryptogramm. Hofmannsthals ,Andreas‘“198
C.3.2. Zitate aus Andreas: „Perversion“ und „Häresie“, und aus Der Turm205
C.3.2.1. Romana205
C.3.2.2. „Halbmond und Sichel“: Zitat aus Hofmannsthals Der Turm210
C.4. „Kinder und Narren“ und Künstler: Ernst Herbeck, Robert Walser, Thomas Bernhards Kindervilla214
C.4.1. Ernst Herbeck215
C.4.1.1. Sebalds literaturwissenschaftliche Arbeiten über Ernst Herbeck215
C.4.1.1.1. „Eine kleine Traverse – Das poetische Werk Ernst Herbecks“215
C.4.1.1.2. „Des Häschens Kind, der kleine Has. Über das Totemtier des Lyrikers Ernst Herbeck“221
C.4.1.2. „Genauso wie mein Großvater“: Die Figur Ernst Herbeck in Schwindel. Gefühle224
C.4.2. „Der [...] immer jungfräulich gebliebene Robert“: Robert Walser227
C.4.3. Thomas Bernhard und die „Kindervilla“231
C.5. „Das merckwürdige Faktum der Liebe“: Henry Beyles militärische und sexuelle Initiation als Gegenbild zur „Kindlichkeit“234
C.6. Zwischenbilanz: Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse von Kapitel C239
D. „Ein schönes Bild“: „poetische Paraphrase“ und (Geschichts-)Philosophie als Subtext241
D.1. „Poetische Paraphrase“ als Darstellung philosophischer Gedanken in fiktionaler Literatur241
D.2. Walter Benjamin252
D.2.1. Stand der Forschung252
D.2.2. Zeitstrukturen in den Welten von Benjamin und Sebald263
D.2.2.1. Grundsätzliches zu Benjamins Zeitbegriff263
D.2.2.2. Kritik der „leeren homogenen Zeit“ bei Benjamin268
D.2.2.3. „Durchgängigkeit“ des „messianischen Moments“273
D.2.2.4. Aspekte der Zeit bei Sebald276
D.2.2.4.1. Kritik der Homogenität der Zeit in der Metapher des Stroms276
D.2.2.4.2. Weitere „Inseln im Strom der Zeit“ und weitere Diskontinuitäten284
D.2.2.4.3. Kritik der synchronisierten Zeit im Industrialismus291
D.2.2.4.4. Deformation und Untote: Bucklicht Männlein, „Gespenster“ und Schriftsteller295
D.2.2.4.5. Grundkonzept der Zeit bei Sebald: Differenzen zu Benjamins Konzept313
D.2.2.5. Fortschrittskritik und Endzeitvision in Sebalds literarischem Werk317
D.2.2.5.1. Fortschrittskritik und Feuerbrand317
D.2.2.5.2. Die Endzeitvision zum Abschluß von „Il ritorno in patria“320
D.2.2.5.3. Vulkanismus328
D.2.3. „Naturgeschichte“ bei Benjamin und Sebald332
D.2.3.1. Verschiedene Ausprägungen des Begriffs „Naturgeschichte“ bei Benjamin333
D.2.3.2. „Naturgeschichte“ bei Sebald338
D.2.3.3. „Sediment“ und der melancholische Blick des Engels342
E. Sebalds Poetik367
E.1. Anspruch der Vergangenheit und persönliche Verstrickung in die Geschichte367
E.1.1. Persönliche Verstrickung: Familie, Geschichte, Natur368
E.1.2. Pathozentrische Ethik und Kritik der Jagd375
E.2. Literaturwissenschaftliche Äußerungen Sebalds zur Poetik38