: Terry Pratchett
: Die Nachtwächter Ein Scheibenwelt-Roman
: Manhattan
: 9783641097356
: 1
: CHF 8.90
:
: Fantasy
: German
: 416
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine geniale Mischung aus Witz, Ironie und philosophischem Tiefsinn.

Durch einen Blitzschlag wird Kommandeur Mumm von der Stadtwache dreißig Jahre in die Vergangenheit versetzt: Im alten Ankh-Morpork herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Wache besteht aus korrupten Versagern, und einer von ihnen ist der junge Obergefreite Sam Mumm, der den schädlichen Einflüssen eines gefährlichen Verbrechers zu erliegen droht ...



Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman - ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit 85 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 40 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.

»Ja.«

»Gute Arbeit. Leicht zu richten und mit einem Gipsverband zu versehen. Stimmt was nicht?«

Mumm blickte noch immer zu den Instrumenten. »Benutzt du das alles?«, fragte er.

»Ja«, bestätigte Rasen. »Aber einige sind experimenteller Natur.« Er machte sich an die Arbeit.

»Nun, dies hier würde ich nicht gern an mir verwenden lassen«, sagte Mumm und griff nach einem Instrument, das aussah wie zwei Paddel, die man mit einer Schnur zusammengebunden hatte.

Rasen seufzte. »Was du da in der Hand hältst, kann unter gar keinen Umständen bei dir angewandt werden«, sagte er, während er die Arbeit fortsetzte. »Es ist … femininer Natur.«

»Für die Näherinnen?«, fragte Mumm und legte die Zange rasch beiseite.

»Das da? Nein, heutzutage sind die Damen der Nacht stolz darauf, dass sie so etwas nicht brauchen. In diesem Zusammenhang ist meine Tätigkeit, sagen wir, präventiver Natur.«

»Du zeigst ihnen, wie man mit dem Fingerhut umgeht?«, fragte Mumm.

»Ja, es ist erstaunlich, wie weit man die Bedeutung einer Metapher dehnen kann.«

Mumm sah erneut auf die Paddel hinab. Sie wirkten recht beunruhigend.

»Bist du verheiratet?«, fragte Rasen. »Hat Rosie Recht?«

»Äh … ja. Aber meine Frau ist, äh, woanders.« Mumm nahm das Instrument noch einmal in die Hand und ließ es genauso schnell wieder sinken. Es klapperte.

»Nun, es ist ganz gut zu wissen, dass es bei einer Geburt nicht darum geht, Erbsen zu enthülsen.«

»Das will ich doch stark hoffen!«

»Allerdings muss ich sagen, dass Hebammen mir nur selten Einzelheiten verraten. Sie meinen, Männer sollten sich nicht in Dinge einmischen, die sie nichts angehen. Genausogut könnten wir noch in Höhlen hausen.«

Rasen sah auf den Patienten hinab. »Mit den Worten des Philosophen Skeptum, der mein Gewerbe gründete: Werde ich hierfür bezahlt?«

Mumm untersuchte den Geldbeutel am Gürtel des Mannes. »Genügen sechs Dollar?«

»Warum sollten die Unaussprechlichendich angreifen, Oberfeldwebel? Du bist ein Polizist.«

»Ja, das bin ich, und sie nicht. Weißt du über sie Bescheid?«

»Ich habe einige ihrer Gäste zusammengeflickt, ja«, sagte Rasen, und Mumm bemerkte seine Vorsicht. In dieser Stadt zahlte