: Terry Pratchett
: Klonk! Ein Scheibenwelt-Roman
: Manhattan
: 9783641097349
: 1
: CHF 12.60
:
: Fantasy
: German
: 416
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
„Klonk!“ So klang es, als Zwergenaxt auf Trollkeule traf, damals, bei der historischen Schlacht von Koomtal. Und wenn Sam Mumm, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork, nicht schleunigst den Mord an einem stadtbekannten Zwerg und Aufrührer aufklärt, droht sich die Geschichte zu wiederholen. Diesmal aber direkt vor seiner Haustür. Also geht Sam Mumm noch der winzigsten Spur nach und stellt sich tapfer der Dunkelheit entgegen, während allenthalben Fanatiker die Kriegstrommeln rühren …

• 2008 feiert die Scheibenwelt ihr 25-jähriges Jubiläum und Terry Pratchett seinen 60. Geburtstag mit einer Tour durch Europa.

Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman – ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit 85 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 40 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.

»Ja, das kann ich mir denken«, erwiderte Sybil mit dem unüberhörbaren Hinweis darauf, dass sie kein Wort glaubte. »Hauptmann Karotte hat dir etwas zu sagen. Setz dich jetzt, und ich stelle fest, was mit dem Abendessen passiert ist.«

Als sie in Richtung Küche fortgeeilt war, wandte sich Mumm den beiden Wächtern zu und fragte sich kurz, ob er verlegen lächeln und mit den Augen rollen sollte, was unter Männern so viel bedeutete wie »Frauen, nicht wahr?«. Er entschied sich wegen der Identität der beiden Wächter dagegen: Obergefreite Humpeding wäre vermutlich bereit gewesen, ihn für einen Narren zu halten, und Hauptmann Karotte hätte gar nicht gewusst, was er meinte.

Er begnügte sich mit einem »Nun?«.

»Wir haben uns alle Mühe gegeben, Herr«, sagte Karotte. »Ich hatte Recht. Die Mine ist ein sehr unglücklicher Ort.«

»Das sind Orte, wo ein Mord verübt wurde, meistens.«

»Eigentlich glaube ich gar nicht, dass wir den Tatort gefunden haben, Herr.«

»Habt ihr nicht die Leiche gesehen?«

»Doch, Herr. Ich denke schon. Du hättest dabei sein sollen …«

»Ich glaube nicht, dass ich das ertragen kann«, flüsterte Angua, als sie erneut durch die Sirupstraße gingen.

»Was ist denn los?«, fragte Karotte. Angua deutete mit dem Daumen über die Schulter.

»Sie! Vampire und Werwölfe: keine gute Gesellschaft!«

»Aber sie ist ein Schwarzbandler«, wandte Karotte sanft ein. »Sie beißt niemanden …«

»Darum geht es nicht! Sie ist einfach nur das, was sie ist! In der Nähe eines Vampirs zu sein … Für jemanden wie mich bedeutete das den schlimmsten denkbaren haarigen Tag. Und glaub mir: Ein Werwolf weiß, was einwirklich schlimmer haariger Tag ist!«

»Liegt es am Geruch?«

»Der ist nicht gerade angenehm, aber es steckt noch mehr dahinter. Vampire sind so … souverän. So perfekt. In Sallys Nähe fühle ich mich … haarig. Ich kann nicht anders, es reicht Jahrtausende zurück! Es ist das Image. Vampire sind immer so … cool, so beherrscht, wohingegen Werwölfe kaum mehr sind als watschelnde Tiere, schwach und unterlegen.«

»Aber das stimmt nicht. Viele Schwarzbandler sind vollkommen neurotisch, und du bist so elegant und …«

»Nicht, wenn ich in der Nähe von Vampiren bin! Sie lösen etwas in mir aus! Hör auf, logi