: Chris Ryan
: Agent 21 - Im Zeichen des Todes Band 1
: cbt Jugendbücher
: 9783641081843
: Die Agent 21-Reihe
: 1
: CHF 8.00
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Auftrag, der ihn das Leben kosten kann
Als der 14-jährige Zak seine Eltern unter ungeklärten Umständen verliert, weiß er noch nicht, wie sehr das sein Leben verändern wird. Ein seltsamer Mann taucht plötzlich auf und bietet dem Jungen eine neue Existenz an: Aus Zak wird AGENT 21. Er weiß nicht, was mit Nr. 1-20 passiert ist, doch am Ende seiner Mission soll er erfahren, was es mit dem Tod seiner Eltern auf sich hat. Zaks erster hochriskanter Auftrag führt ihn nach Mexico. Er soll sich mit dem Sohn des skrupellosen Drogenbosses Martinez anfreunden - um so an Informationen über eines der mächtigsten Kokainkartelle weltweit zu kommen. Alles läuft wie geplant, bis Martinez' Häscher Calaca Verdacht schöpft ...

'Agent 21' ist eine actiongeladene, packende Agenten-Thriller-Reihe mit exotischen Settings und hochbrisanten Einsätzen. Chris Ryan fesselt seine Leser mit technischer Detailgenauigkeit und irrwitziger Action.

Alle Bände der 'Agent 21'-Reihe:
Agent 21 - Im Zeichen des Todes (Band 1)
Agent 21 - Reloaded (Band 2)
Agent 21 - Codebreaker (Band 3)
Agent 21 - Survival (Band 4)
Agent 21 - Dead End (Band 5)

Chris Ryan wurde 1961 in Newcastle, England, geboren. Zehn Jahre lang war er für die SAS, die britische Eliteteinsatztruppe, tätig. Er war an verschiedenen militärischen und verdeckten Operationen beteiligt und Leiter eines Antiterrorteams. Im Golfkrieg war er das einzige Mitglied eines achtköpfigen Teams, dem die Flucht aus dem Irak gelang, und erhielt dafür eine Ehrenmedaille. In den letzten Jahren verfasste er mehrere Actionthriller, die sofort Einzug in die Bestsellerlisten hielten.

Der Schatten

Sechs Monate später

»Darke!«

Kichern wurde im Klassenzimmer laut.

»DARKE

Zak sah auf. Er hatte aus dem Fenster gestarrt, wo die späte Nachmittagssonne den Sportplatz der Schule beleuchtete. Er hielt einen Stift in der Hand und drehte ihn gedankenverloren zwischen den Fingern.Auf seinem Tisch lag eine Leiterplatte mit Transistoren und Dioden, die an einen kleinen Lautsprecher angeschlossen war.

»Zachary Darke«, näselte sein Physiklehrer Mr Peters. Peters hatte unreine Haut, eine Brille mit eckigen Gläsern und einen grauenvollen Geschmack, was Kleidung anging. Er war erst seit knapp sechsWochen Lehrer an der Camden Highschool im Norden von London, aber er hatte es in dieser Zeit geschafft, sich bei fast jedermann unbeliebt zu machen.»Du hast noch zehn Minuten, um mit deinerAufgabe fertig zu werden. Ich denke nicht, dass es dir dabei viel helfen wird, aus dem Fenster zu starren…«

Lärm unterbrach ihn. Zak hatte einen Schalter betätigt und Lady Gagas»Just Dance« erfüllte den Raum. Schließlich hatte der Physiklehrer ihnen aufgetragen, ein Transistorradio zu bauen.

Peters war ein absoluterAlbtraum. Er liebte es, seiner Klasse quasi unlösbareAufgaben zu stellen und dann zuzusehen, wie sie sich damit abmühten und es doch nicht schafften.Alle bis auf Zak. Er war ziemlich gut in solchen Dingen, doch selbst das schien Peters nicht zu beeindrucken.Auch dieWitzbolde in der letzten Reihe, die das Lied mitsangen, beeindruckten ihn nicht. Sein pockennarbiger Hals wurde ganz rot.

»Mach das aus, Junge.«

»Ja, Sir«, antwortete Zak. Dann starrte er wieder aus dem Fenster.

Mr Peters trat an Zaks Tisch. Der Junge war im letzten Jahr gewachsen. Er war mittlerweile sogar größer als einige der Lehrer. Das hieß, dass manche von ihnen– so wie Peters– meinten, sich aufplustern zu müssen, wenn sie mit ihm sprachen.

»Angeberei ist kein schönerWesenszug, Darke«, sagte Peters.

»Ich habe nicht angegeben, Sir. Ich habe nur…«

»Ruhe! Ich will keinWort mehr von dir hören!«

»Ja, Sir«, antwortete Zak und widmete sich wieder seinen Gedanken.

Und es gab eine Menge Gedanken, denen er nachhängen konnte.

Als die Polizei vor sechs Monaten bei seinem Onkel und seiner Tante aufgetaucht war, um ihm mitzuteilen, was mit seinen Eltern geschehen war, hatten sie gesagt, es sei eine Lebensmittelvergiftung gewesen. Ein akuter Fall, ein schrecklicher Unfall. Es hatte an diesemAbend jeden im Speisesaal getroffen. Fünfzig Menschen. Eine Zeit lang hatte Zak ihnen geglaubt.Warum auch nicht? Es war in den Nachrichten gekommen, und er war viel zu geschockt und traurig gewesen, um weiter darüber nachzudenken.

Doch als die Zeit verstrich und die nigerianischen Behörden sich weigerten, die Leichen seiner Eltern zur Bestattung freizugeben, war Zak misstrauisch geworden.Wenn es nur eine Lebensmittelvergiftung war, warum dann dieseVerzögerung?Warum konnten sie seine Mutter und seinenVater nicht einfach zurückschicken, damit sie eine anständige Beerdigung bekamen? Und welches Gift war so stark, dass es fünfzig Leute auf einmal tötete? Zak hatte im Internet recherchiert. Es gab Botulismus;E. coli vielleicht.Aber Mum und Dad waren gesund gewesen.Von diesen Bakterien wäre ihnen vielleicht furchtbar schlecht geworden, aber wären sie daran gestorben? Und alle anderen, die mit ihnen aßen, ebenfalls? Unwahrscheinlich.

Nach der Schule ging er mit seiner Cousine Ellie nach Hause. Sie war eine Klasseüber ihm, aber sie verstanden sich gut. Zusammen nach Hause zu gehen, war trotzdem etwas Neues. Normalerweise fuhr Zaküberall mit dem Skateboard hin, das ihm seine Eltern zu seinem dreizehnten Geburtstag geschenkt hatten. ImAugenblick war ihm jedoch nicht danach, es zu benutzen, daher ging er lieber zu Fuß.

Ellie plauderte los, wie sie es immer tat. Seine Cousine war ein hochgewachsenes hübsches Mädchen mit langen honigfarbenen Haaren und einem offenen, freundlichen Gesicht, das den meisten Menschen aufAnhieb sympathisch war. Zak hörte sie wohl, aber er hörte ihr nicht wir