Mach doch, was du willst Gewaltfreie Kommunikation am Arbeitsplatz
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Klaus-Dieter Gens, Susann Pásztor
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Mach doch, was du willst Gewaltfreie Kommunikation am Arbeitsplatz
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Junfermann Verlag
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9783873878532
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1
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CHF 16.20
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Lebensführung, Persönliche Entwicklung
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German
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96
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DRM/kein Kopierschutz
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF/ePUB
Etwa 70.000 Stunden unseres Lebens verbringen wir an unserem Arbeitsplatz. Und auch hier spielen Gefühle und Bedürfnisse eine zentrale Rolle - nur sind es nicht immer die, die ausgesprochen, gelebt und erfüllt werden ... Mit Humor und Einfühlung begleitet das Autorenduo die Belegschaft einer kleinen Agentur in ihrem Arbeitsalltag. Ob Teambesprechung, Kaffeepause oder vis à vis am Schreibtisch - immer wieder gibt es Gelegenheiten, klassische Dialoge und Konflikte aufzugreifen und sie mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation in lebendige, menschliche Begegnungen zu verwandeln. Dabei wird deutlich, daß es nicht nur um zufriedene Mitarbeiter geht, sondern auch um effektive Kooperation, klare und eindeutige Kommunikation, Beziehungstransparenz und Teamfähigkeit - jene Faktoren also, die ein Unternehmen erst erfolgreich machen. 'Lebensbereichernde Organisation' nennt Marshall B. Rosenberg, Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, sein Modell einer tragfähigen Zusammenarbeit. Mag auch der Weg vom 'normalen' Arbeitsplatz bis dorthin noch weit sein - schon das Unterwegs-Sein lohnt sich!
Susann Pásztor arbeitet seit Anfang der 1990er-Jahre als freiberufliche Journalistin, Autorin und Übersetzerin. Ihr Engagement für Gewaltfreie Kommunikation entstand durch die Begegnung mit Marshall B. Rosenberg und die Lektüre seines gleichnamigen Buches. Klaus-Dieter Gens war von 1999-2009 zertifizierter Trainer für Gewaltfreie Kommunikation. Nach Ausbildungen als Sozialpädagoge, Supervisor und NLP-Trainer begegnete er 1996 Marshall B. Rosenberg und engagierte sich seitdem für Gewaltfreie Kommunikation: als Trainer in Seminaren und Ausbildungen sowie als Vereinsvorsitzender. Er ist Autor des Buches 'Mit dem Herzen hört man besser' (Junfermann).
<P>Ist-Zustand und Soll-Zustand: Der Weg zur Lebensbereichernden Organisation<BR>Gespräche zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern haben es oft in sich - die Annahme, dass allein eine hierarchische Ordnung Gespräche in Augenhöhe verhindert, steht immer im Raum. In der Regel heißt das: Autoritäres Verhalten"verlangt" Unterwerfung und Gehorsam - oder ruft Rebellion hervor. Muss das sein?<BR>Der entscheidende Unterschied zwischen einem"normalen" Unternehmen und einer Lebensbereichernden Organisation liegt darin, dass in Lebensbereichernden Organisationen die Bedürfnisse und Gefühle aller Beteiligter, auch der Mitarbeiter, wichtig sind und einbezogen werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die Wechselwirkung zwischen einer Führungskraft, die gemeinsame Entscheidungen herbeiführt, die dem Leben dienen, und einem Mitarbeiter, der diese Autorität respektiert und ihr aus freien Stücken folgt, kann tatsächlich ein Gespräch auf Augenhöhe ermöglichen.<BR>Dabei sind es weniger die Handlungsanweisungen selbst, die Probleme schaffen oder verstärken, sondern die Art und Weise, wie diese Anweisungen ausgesprochen werden. Viele der gewaltfördernen Sprachmuster, die wir bereits benannt haben, finden sich in typischen Gesprächen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern wieder.</P><P>Amtssprache<BR>Wer etwas tun"muss" oder"soll" oder nicht"kann", hat keine Wahl. Die Sprache der Bürokratie (oder"Amtssprache", wie Marshall Rosenberg sie nennt) lässt scheinbar keine Entscheidungsfreiheit. Es sind die Sachzwänge, die Wirtschaftslage oder andere Einwirkungen von außen, die bestimmte Maßnahmen erforderlich machen: Es muss eben sein. Viele Menschen benutzen dieses Sprachelement ebenso häufig wie unbewusst, ohne zu merken, dass sie sich damit die Freiheit der Selbstbestimmung nehmen - und dem Gesprächspartner gegenüber die Verantwortung für ihr Tun nichtübernehmen. Ist es tatsächlich wirksamer, zu sagen"Ich muss noch tausend andere Sachen erledigen", statt tausend andere Sachen erledigen zu wollen?<BR>Sicher, es gibt genügend Dinge, bei denen es zunächst schwerfällt, zu behaupten, man wolle sie tun. Wer"will" schon gerne dieüberquellende Ablage aufräumen, einen schwierigen Kunden anrufen, eine Reklamation bearbeiten? Die Einsicht, dass auch das Erledigen unangenehmerer Dinge zum Tagesgeschäft gehört, hilft oft nur wenig. Die Haltung, dass auch durch solche Handlungen das eigene Leben und das der anderen bereichert werden kann, hingegen schon mehr. Die Erkenntnis, dass es wesentlich mehr Freude macht, Dinge aus freiem Willen zu erledigen, ist reineÜbungssache: Achten Sie in der nächsten Zeit einmal darauf, wie häufig und in welchen Situationen Sie davon sprechen, Sie"müssten" oder"sollten" dieses oder jenes tun, und beginnen Sie spielerisch damit, stattdessen das Wort"wollen" einzusetzen. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie zum Beispiel sagen, Sie wollten sich auf Ihre Aufgabe konzentrieren, statt zu behaupten, Sie hätten jetzt keine Zeit? Wie fühlt sich wohl Ihr Gesprächspartner, wenn er hört, dass Sie sich zehn Minuten Zeit für ihn nehmen wollen - und nicht, dass Sie das Gespräch in zehn Minuten beenden müssen?</P>
Cover
1
Inhalt
6
Vorwort
10
1. Einfu?hrung
12
Teambesprechung
12
Vom Arbeitsplatz ...
14
... zur Lebensbereichernden Organisation
15
2. Was ist Gewaltfreie Kommunikation?
17
Das Konzept
17
Von Wölfen und Giraffen
17
Die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation
18
Über die Anwendung Gewaltfreier Kommunikation im Alltag
19
Noch ein Wort zu unserer Vorgehensweise ...
19
3. Achtung, Wölfe! – Über die Kunst des Umdeutens
20
Kleine Anfrage
20
Gewalt in der Sprache
21
Sprachgewalt
21
Was die Menschen eigentlich sagen wollen ...
22
4. Auf Kollisionskurs – Trennende oder verbindende Sprachmuster (I)
24