: Friedrich Axmann, Karl May
: Fürst und Junker I-III Historischer Roman
: Karl-May-Verlag
: 9783780216038
: 1
: CHF 17.60
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 1100
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Mark Brandenburg im 15. Jahrhundert: Kaiser Sigesmund I hat Burggraf Friedrich von Hohenzollern zum obersten Verweser der Marken bestellt, doch nicht alle Ritter wollen ihm den Huldigungseid leisten. Zwischen Friedrich und seinen Erzfeinden, den Brüdern Dietrich und Hans von Quitzow, kommt es zu einem erbitterten Kampf, der sein spannendes Ende in der Belagerung der Festung Friesack findet. In diesen Strudel der Ereignisse werden drei Freunde hineingezogen, die viele Abenteuer bestehen müssen, ehe einer von ihnen, der Kaufmannssohn Botho, seine große Liebe Luitgarde aus den Händen der Quitzows befreien kann.D

Von Friedrich Axmann verfaßt und von Karl May für die Zeitschrift"Deutsches Familienblatt" redigiert. Mit einem Vorwort von Peter Krassa.

Vorwort: An der Wiege des ‚Hakawati‘ – Friedrich Axmann und seine erstaunliche Symbiose mit Karl May


 

Ist es denkbar, dass der fleißige und ungemein produktive Schriftsteller Karl May seine Romanhelden Winnetou, Old Shatterhand, Hadschi Halef Omar und wie sie alle heißen, niemals zu Papier gebracht hätte, wäre da nicht ein ihn unbewusst inspirierender Vorgänger gewesen?

Wer das umfangreiche Werk des fantasievollen Sachsen kennt, kann sich das eigentlich kaum vorstellen. Und doch scheint diese Vermutung auf einer realen Grundlage zu beruhen. Stand also an der Wiege des ‚Hakawati‘ – wie sich May in Anlehnung an orientalische Märchenerzähler später gerne nannte – ein anderer Pate? Ein literarischer Ansporn?

Der 33-jährige Karl May war am 2. Mai 1874, nach Verbüßung einer – angesichts seiner eher harmlosen Delikte unangemessen harten – vierjährigen Gefängnisstrafe, aus dem sächsischen Zuchthaus Waldheim entlassen worden und hatte im März des Folgejahres das verlockende Angebot des Dresdener Kolportageverlegers Heinrich Gotthold Münchmeyer gerne angenommen, bei ihm binnen 48 Stunden als Redakteur mit gesicherter Position und festem Gehalt einzutreten. Ganz selbstlos hatte der Verleger die Offerte allerdings nicht unterbreitet, war ihm doch kurz zuvor sein bisheriger Blattmacher Otto Freitag, ein Berliner Schriftsteller, nach einer verlagsinternen Auseinandersetzung unter Mitnahme sämtlicher Manuskripte davongelaufen. Münchmeyer, der die WochenzeitschriftBeobachter an der Elbe herausgab, stand über Nacht gewissermaßen mit leeren Händen da. Da kam ihm der junge Ex-Sträfling, von dem er schon zuvor die eine oder andere literarische Arbeit – durchweg Kurzgeschichten und Gedichte – gelesen hatte, gerade recht, diese Lücke zu füllen.

May war voller Schaffenskraft und wie jeder ‚neue Besen‘ begann auch er im Verlag fleißig zu kehren. So missfiel dem Jungredakteur beispielsweise jene Gazette, die Otto Freitag vordem betreut hatte. May lag deshalb seinem Verleger in den Ohren, denBeobachter kurzerhand einzustellen, dafür aber zwei neue, von ihm selbst konzipierte Wochenblätter herauszugeben.

Münchmeyer willigte überraschend ein und May machte sich daran, den Start der beiden Zeitschriften unverzüglich in die Wege zu leiten. Auch die Titel hierfür hatte der tatendurstige Blattgründer bereits parat.Schacht und Hütte sollte nach den Intentionen Mays der Bildung und Belehrung von tausenden Berg-, Hütten- und Maschinenarbeitern dienlich sein; dasDeutsche Familienblatt hingegen hatte er zur Unterhaltung „für alle Stände“ vorgesehen.

Selbstverständlich wollte sich der Neo-Journalist nicht damit begnügen, die ihm vorliegenden Texte bloß zu lektorieren und zu bearbeiten. Er sah sich ja selbst al