: Laura Globig
: Björn Bedey
: Das Olympische Dorf als Begegnungsstätte Unter Berücksichtigung ökonomischer Notwendigkeiten und olympischer Werte
: Diplomica Verlag GmbH
: 9783836648615
: 1
: CHF 31.10
:
: Einzelne Wirtschaftszweige, Branchen
: German
: 117
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Am 12. April 2003 traf die Mitgliederversammlung des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland die Entscheidung, sich mit Leipzig im internationalen Auswahlverfahren um die Ausrichtung der XXX. Olympischen Sommerspiele im Jahr 2012 zu bewerben. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Bewerbungskonzepten für den nationalen Auswahlprozess, in dem neben Leipzig auch noch Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg und Stuttgart vertreten waren. Die Arbeit geht dabei auf alle fünf Städte und Bewerbungen gleichermassen kritisch ein und untersucht darüber hinaus viele Aspekte, die Einfluss auf die Konzepte nehmen konnten, angefangen von dem Themenkomplex Sport, über die Entstehung und Entwicklung der Olympischen Bewegung bis hin zu Formalien und Richtlinien für die Bewerbungen selber. Das Olympische Dorf als Dreh- und Angelpunkt des athletischen Lebens während Olympischer Spiele steht dabei immer im Mittelpunkt der Untersuchungen. Das vorgelegte Konzept versteht die Athleten als Gäste des Dorfes und nicht nur als Hauptakteure der Olympischen Spiele. Daran anknüpfend werden verschiedene Vorschläge gemacht, die die internationale Begegnung fördern sowie für qualitative Arbeitsbedingungen sorgen und eine Normalität fernab vom Trubel der Spiele kreieren. Die Empfehlungen dieser Arbeit zur Gestaltung des Dorfes während der Spiele können, unabhängig von einer Vergabe der Olympischen Spiele an Deutschland, z.B. für Athletendörfer während Welt- und Europameisterschaften verwendet werden und vermitteln einen Eindruck des"Lebens von morgen". Zusätzlich stellt die Untersuchung der Bewerbungskonzepte eine wichtige Grundlage für zukünftige Bewerbungsverfahren aller Art dar, weil sie über eine Stärken-Schwächen-Analyse verdeutlicht, welche Vorgehensweisen empfehlenswert sind und welche nicht. Als Informationsquellen dienten, neben verschiedenen Literaturwerken, persönliche Gespräche mit Repräsentanten der Bewerberstädte, Sportverbänden und Olympiastützpunkten. Ausserdem wurde eine Umfrage unter Leistungssportlern und Fachverbänden durchgeführt, um einen Eindruck in ihre persönliche Sicht der Olympischen Werte zu bekommen und etwas über ihre Anforderungen an das Olympische Dorf zu erfahren.
Das Olympische Dorf als Begegnungsstätte unter Berücksichtigung ökonomischer Notwendigkeiten und olympischer Werte1
I. Inhaltsverzeichnis7
II. Abkürzungsverzeichnis9
III. Abbildungsverzeichnis10
IV. Tabellenverzeichnis11
1 Einleitung12
2 Sport im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses14
2.1 Die Strukturen sportlicher Organisationen in Deutschland14
2.2 Die Bedeutung des Sports für Gesellschaft und Wirtschaft16
2.3 Sport als Mittelpunkt von Veranstaltungen18
2.3.1 Wirtschaftliche Bedeutung von Sportveranstaltungen19
2.3.2 Herausforderung Olympische Sommerspiele20
3 Olympia zwischen Anspruch und Wirklichkeit22
3.1 Die Entstehung der Olympischen Bewegung22
3.1.1 Die Neuaufnahme der Olympischen Idee22
3.1.2 Olympische Werte Anfang des 19. Jahrhunderts23
3.2 Olympische Organisationen und Institutionen24
3.2.1 Die Organe des IOCs24
3.2.2 Rechtliche Grundlagen der Olympischen Bewegung26
3.2.3 Strukturen des IOCs27
3.2.4 Finanzierung des IOCs28
3.2.5 NOK für Deutschland29
3.3 Erfahrungen der Olympischen Bewegung30
3.3.1 Die Entwicklung Olympischer Spiele30
3.3.2 Umsetzung Olympischer Werte in der heutigen Zeit32
3.3.3 Leben im Olympischen Dorf am Beispiel der Olympischen Spiele in Sydney35
3.3.4 Wirtschaftliche Auswirkungen Olympischer Spiele37
4 Bewerbung zur Ausrichtung der XXX. Olympischen Sommerspiele39
4.1 Die Ausschreibung39
4.1.1 Formalitäten und Ablauf der Bewerbung40
4.1.2 Anforderungen und Auswahlkriterien41
4.2 Analyse der deutschen Bewerbungskonzepte für 201243
4.2.1 Düsseldorf Rhein-Ruhr 2012 GmbH: So bunt wie die Welt45
4.2.2 Frankfurt RheinMain 2012 GmbH: Frankfurt 2012 für Deutschland!46
4.2.3 Hamburg für Spiele 2012 GmbH: Mit Feuer und Flamme47
4.2.4 Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH: Spiele 2012 mit uns48
4.2.5 Stuttgart 2012 GmbH: Faszination Olympia49
4.3 Wirtschaftliche Aspekte der Olympia-Bewerbung50
4.3.1 Kritische Betrachtung der Finanzierungskonzepte51
4.3.2 Gesellschaftspolitische Gründe für eine Bewerbung54
4.3.3 Olympische Dörfer unter städtebaulichen Gesichtspunkten54
5 Das Olympische Dorf in den Bewerbungskonzepten für 201256
5.1 IOC-Richtlinien für das Olympische Dorf56
5.1.1 Die Residential Zone57
5.1.2 Die International Zone59
5.2 Analyse der Bewerberkonzepte59
5.2.1 Lage und allgemeine Konzepte61
5.2.2 Nachnutzungskonzepte der Olympischen Dörfer63
5.2.3 Vergleich der Finanzkonzepte64
5.2.4 Das Dorf in seiner Funktion als Olympische Begegnungsstätte66
6 Empfehlungen für die Gestaltung eines Olympischen Dorfes68
6.1 Grundsätzliche Hypothesen und Voraussetzungen68
6.2 Gestaltung des Dorfes unter besonderer Berücksichtigung der Nachnutzung69
6.2.1 Die demographische Entwicklung der deutschen Gesellschaft70
6.2.2 Skizzierung des städtischen Lebens der Zukunft72
6.2.3 Wirtschaft und Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland74
6.2.4 Bautechnische Gesichtspunkte75
6.3 Kreation eines Athletendorfes für die Zeit der Olympischen Spiele77
6.3.1 Die Interessen des IOCs78
6.3.2 Konzeption des Dorfes aus Sicht der Athleten79
6.4 Skizzierung des Dorfes unter Berücksichtigung eigener Empfehlungen94
7 Fazit96
V. Quellenverzeichnis98
Persönliche Gesprächspartner105
VI. Anhangsverzeichnis106