: Annette Rexrodt von Fircks
: Dem Krebs davonleben Wir haben die Chance
: Ullstein
: 9783843701761
: 1
: CHF 8.00
:
: Erkrankungen, Heilverfahren
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Annette Rexrodt von Fircks hat es geschafft: Sie hat den Krebs besiegt, trotz einer niederschmetternden Diagnose vor zehn Jahren. Eindrucksvoll beschreibt sie, wie sie nach der Therapie ihre frühere Lebenssicherheit wiedergewonnen hat. Die kontinuierliche Stärkung des Immunsystems, Entspannungsübungen und die richtige Dosierung sportlicher Aktivitäten sind nur einige der Maßnahmen, mit denen sie die Krankheit dauerhaft aus ihrem Leben fernhält. Durch viele Beiträge ausgewiesener Experten zu Themen wie Komplementärmedizin, Bewegung und Ernährung ist dieser persönliche Erfahrungsbericht gleichzeitig ein fundierter Ratgeber für alle, die wissen wollen, wie man dem Krebs davonlebt. Ein Buch, das Hoffnung macht!

Annette Rexrodt von Fircks war 35 und Mutter von drei kleinen Kindern, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt. Doch sie kämpfte und eignete sich überlebensnotwendiges Wissen an. Heute geht es ihr gut. Sie hat mehrer Bücher zum Thema Krebs verfasst, die zu Bestsellern wurden. 2005 gründete sie die 'Rexrodt von Fircks Stiftung für krebskranke Mütter und ihre Kinder'.

Der Patient ist Mensch


Ich brauche Menschlichkeit


Während meiner akuten Krebsbehandlung, also in Chemo- und Strahlentherapie, hatte ich schmerzlich lernen müssen, den für mich völlig fremden und zumeist kalten Klinikbetrieb einer gigantischen universitären Einrichtung auszuhalten, ihn gar »schlucken« zu können – denn ich brauchte ja die Medizin. Was mir während dieser ganzen Zeit am meisten gefehlt hatte, war Menschlichkeit. Der schäbige Bau, die hässlichen, düsteren Gänge und trostlosen Wartezimmer störten mich nicht so sehr. Dagegen konnte ich etwas tun, mich ablenken, Bücher lesen, Musik hören. Wenn ich zum Beispiel auf den langen Fluren saß und wartete, bis ich für eine Untersuchung aufgerufen wurde, konnte ich mit meiner Freundin reden. Das seelenlose Miteinander aber, ob in der Sprache, der Gestik oder in der Haltung vieler Menschen, die in der Klinik arbeiteten und mich betreuten, war für mich in zahlreichen Augenblicken unerträglich. Manchmal wollte ich ausreißen und in die Welt hinausschreien: »Tut etwas dagegen!«

Häufig stellte ich mir die Frage, wie das arbeitende Personal dieses Betriebsklima überhaupt aushalten konnte. Oder gab es etwa ein Bündnis gegen uns, die wir Krebspatienten und so schwer krank waren? Nicht selten empfand ich mich sogar als den größten Störenfried, vor allem dann, wenn ich nach Erklärungen bezüglich me