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Karl Christian Friedrich Krause
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Johannes Seidel, Enrique M Urena, Erich Fuchs
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Karl Christian Friedrich Krause: Ausgewählte Schriften / Band II: Philosophisch-freimaurerische Schriften (1808-1832) Philosophisch-freimaurerische Schriften (1808-1832)
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frommann-holzboog Verlag e.K.
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9783772830150
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1
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CHF 175.40
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314
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Wasserzeichen
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Der Freiheitsbegriff Krauses und seine Staats- und Gesellschaftslehre sind von seiner in geschichtsphilosophischer Absicht geführten Auseinandersetzung mit der Freimaurerei nicht zu trennen. Dies veranlasst Krause 1808 zu einer Wende: Hatte er bis dahin den durch Napoleon begonnenen Gang zu einem Weltstaat als Anbruch der dritten und letzten Epoche der Geschichte der Menschheit begriffen, so ersetzt er nun 'Napoleon' als weltgeschichtliche Figur durch die 'Freimaurerbruderschaft' und den 'Weltstaat' durch den 'Menschheitsbund'. - Der Band enthält sieben Abhandlungen Krauses zu dieser Thematik, darunter ein druckfertiges, bislang unveröffentlichtes Manuskript mit dem Titel>Frohkunde an die Menschheit< (1832) über Wesen und innere Organisation des projektierten Menschheitsbundes.
Vorerinnerung. (S. 321-322) Am Eingange dieses Werkes erklärte ich die Absicht: durch Mittheilung und Bearbeitung der dreiältesten Kunsturkunden einen festen Grund für die wahre Geschichte der Brüderschaft zu legen, dadurch die Brüderschaft selbst zu Anerkenntniß ihrerWesenheit und Bestimmung aufzufordern, und mitzuveranlassen, daß die Brüderschaft jetzt in einer völligenWiedergeburt und Urgestaltung ihr drittes Lebenalter beginne. Damit diese Absicht erreicht werde, eröfnete ich diese Schrift mit einem Lehrfragstükke, welches eine Darstellung der Urbegriffe und Urbilder (Ideen und Ideale) der Menschheit, des Menschheitlebens und des Menschheitbundes enthält, die Beziehung der geschichtlichüberlieferten Freimaurerei auf diese Urbegriffe und Urbilder erklärt und erweiset, und zugleich durch Urvergeistigung desHauptinhaltes der dreiältesten Kunsturkunden, besonders der imältesten Gebrauchthume enthaltnen Lehrzeichen (Symbole), die wesenliche Beziehung ebendieser Urkunden auf die Höherbildung der Brüderschaft darthut. Um ferner diesen Urkunden richtige Ansicht zu sichern, und die Würdigung derselben vorzubereiten, begann ich die Darstellung derselben mit einer Abhandlungüber ihren Werth, worin ich zugleich deren Brauchbarkeit für die Höherbildung der Brüderschaft näher bestimmte. Dann stellte ich dieseUrkunden selbst auf, mit allen den Erlaüterungen und Anmerkungen begleitet, die mir für den vorhin angegebnen Zweck nöthig und förderlich schienen. Jetzt ist nochübrig, die Grundzüge der Würdigung derselben mitzutheilen, und anzuzeigen, inwiefern und wie deren der Inhalt zur höheren Gestaltung unseres Bundes fruchtbar werden könne und solle. Freilichwird diese Würdigung nur von denjenigenmeiner Leser verstanden und selbst wiederum gewürdigt werden können, welche diese Schrift bis hieher aufmerksam gelesen, und mit selbthätigem Geiste durchdacht haben. Hiebei sind nun vorzüglich folgende Fragen zu beantworten, wozu die nöthigen Thatsachen im Vorigen zum größten Theile enthalten sind, zum Theil auch in den nochmitzutheilenden einselnen Abhandlungen und Belegen in dieser Abtheilung und in der letzten gefunden werden.– Wie entstanden diese Urkunden zuerst? Wie wurden sie nach und nach weiter ausgebildet, bis sie die bestimmte Gestalt erhielten, in welcher sie vor uns liegen?– und wie sind dieselben, als sich geschichtlich entfaltendes Kunstwerk, nach den geschichtlichen Begriffen der Masonei und des Masonbundes (der Freimaurerei und der Freimaurerbrüderschaft), wie endlich zuhöchst nach den ewigen Urbegriffen (Ideen) des Menschheitlebens und des Menschheitbundes zu würdigen? Was war zu dieser, was zu jener Zeit gut, schön, wirksam; und was nicht?Was taugt davon für unsere Zeit, was für die Zukunft, was für alle Zeiten? Wie ist das noch jetzt, wie das für alle Zeiten Taugliche zu einer vollkommneren Bundinnigung (Liturgie) des werdenden Menschheitbundes zu verarbeiten?– Fragen, deren Beantwortung jedem Maurer, ja jedem Menschen, der sie zu thun vermag, wichtig, und für die Brüderschaft, sowie für dieMenschheit, von heilsamen Folgen sein kann.
Inhaltsverzeichnis 6 Einleitung Krauses Menschheitsbund und die Freimaurerbruderschaft 8 a) Von NapoleonsWeltstaat zu Krauses Menschheitsbund1 8 b) Der Menschheitsbund und die Freimaurerbruderschaft 15 c) Das Manuskript »Frohkunde an die Menschheit« 24 I. Von dem Zwecke dieses Werkes 32 Von dem Zwekke dieses Werkes, und Inhalt desselben. 34 II. Grundlehren über den Menschheitsbund 36 Grundlehren über den Menschheitbund und das Verhältnifl desselben zur Freimaurerei und zur Freimaurerbrüderschaft. 38 Idee des Menschheitbundes. – Aufforderung, ihn zu schließen. 41 Verhältniß des Menschheitbundes und der Freimaurerbrüderschaft. 51 III. Von derWesenheit und der Bestimmung der Masonei 68 Von der Wesenheit und der Bestimmung der Masonei, das ist, der Freimaurerei, und des Masonbundes, das ist, der Freimaurerbrüderschaft. 70 IV. Über denWert der drei ältesten Kunsturkunden der Freimaurerbruderschaft 120 Über denWerth der drei ältesten Kunsturkunden der Freimaurerbrüderschaft und die nachstehende Bearbeitung derselben, sowie über deren Beziehung auf die Höherbildung der Freimaurerbrüderschaft. 122 V. Über Geheimsein und Offenbarsein 132 Über Geheimsein und Offenbarsein. 134 VI. Würdigung der drei ältesten und echten Kunsturkunden 152 Vorerinnerung. 154 Urwissenschaftliche (philosophische) Grundlage der Würdigung dieser Kunsturkunden. 156 Geschichtwissenschaftliche (historische) Grundlage dieser Würdigung. 178 Frohkunde an die Menschheit 194 Bibliographie 334 Schriften Krauses 334 Schriften anderer Autoren 337 Personenregister 342 Sachregister 344