"Sexuelle Energie für Gesundheit und Heilung (S. 52-53) Teil 2 A
Walter Last
lte spirituelle Traditionen und neuere Vorstellungen sexueller Verbundenheit mit unserem Partner bieten uns Möglichkeiten, Krankheiten zuüberwinden, verhelfen uns zu mehr Vitalität und verlängern das Leben.
Sexualität und Gesundheit
Psychologischen Studien und Statistiken zufolge verursacht der größte Teil aller sexuellen Beziehungen auf lange Sicht mehr Kummer und Leid als Glück. Eine scheiternde Beziehung setzt uns unter Stress, und Stress beeinträchtigt sowohl das emotionale als auch das physische Befinden. In der Medizin wird Stress heutzutage als ein grundsätzliches Problem angesehen, das jede Krankheit noch verschlechtern kann. Hormonelle und bioenergetische Schwankungen, Kummer und auch Nährstoffmängel sind sexuelle Faktoren, die unserer Gesundheit schaden können.
Oft kommen mehrere Faktoren in einem Einzelfall zusammen, und nicht immer ist es leicht, sie genau zu bestimmen. Nährstoffmängel hängen größtenteils auch mit dem Verlust von Samenflüssigkeit zusammen. Das männliche Ejakulat besitzt einen hohen Zinkgehalt, und für seine Erzeugung braucht der Körper reichlich Vitamin B6 und Omega-3-Fettsäuren, die sich z. B. in Fisch- oder Leinsamenöl finden. Mangelerscheinungen dieser Stoffe sind weit verbreitet, insbesondere jedoch unter Jungen, die häufigen Samenerguss haben. Bei Schizophrenie, die unter männlichen Jugendlichen besonders häufig auftritt, hat manübrigens dieselben Mängel festgestellt. Eine Unterentwicklung der männlichen Geschlechtsorgane kann ebenfalls Folge von Zinkmangel sein, genau wie im fortgeschrittenen Alter die Vergrößerung der Prostatadrüse.
Dass ich all diese Zusammenhänge hier aufzeige, soll nicht bedeuten, dass ich Selbstbefriedigung mit Schuldgefühlen belasten will; vielmehr möchte ich das Bewusstsein für unsere Ernährung schärfen.Überdies beruhen sowohl Orgasmus als auch Schizophrenie auf einem hohen, instabilen Dopaminspiegel, Depressionen hingegen auf einem niedrigen. Des Weiteren wurde festgestellt, dass regelmäßiger Samenerguss Arthritis begünstigt. Schon ein altes Sprichwort sagt:„(Maßlos) Liebe, Wein und Müßiggang sind der Arthritis Anfang“. Dr. Bernhard Aschner, ein Arthritisspezialist, fand heraus, dass Arthritis sich mit regelmäßigem Samenerguss verschlechtern kann, vor allem beiälteren Männern. Ihnen gab er den Rat, bis zur Gesundung einige Monate lang ganz auf Sex zu verzichten.
Hormonelle Schwankungen, insbesondere Dopaminüberschuss oder -mangel, unterstützen das Suchtverhalten, wie z. B. Drogenabhängigkeit, Zwangsstörungen und Spielsucht. Außerdem können sie Aggressionen, Gewalttätigkeit und ADS verstärken. Oxytocin hingegen kann positiv auf all diese Probleme einwirken. Weiterführende Erklärungen hierzu finden Sie unter: www. reuniting.info/science/sex_and_addiction. Unser Stresspegel wird vor allem durch unsere Unfähigkeit, bioenergetische Spannung wieder zu entladen, permanent erhöht. Ein Beispiel mag das Fernsehen sein: Wir sehen uns einen aufregenden Film an, der uns" |