: Karl Werner Wagner
: PQM Prozessorientiertes Qualitätsmanagement - Leitfaden zur Umsetzung der ISO 9001
: Carl Hanser Fachbuchverlag
: 9783446424852
: 5
: CHF 35.40
:
: Management
: German
: 338
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Mit Prozessorientiertem Qualitätsmanagement (PQM) lassen sich die Prozesse und Strukturen eines Unternehmens wirksam und effizient gestalten. Dieses Buch bietet alles, was man braucht, um PQM im Betrieb umzusetzen. Im Mittelpunkt steht der Prozess-Lifecycle: wie man Prozesse identifiziert, wie man sieübersichtlich darstellt und laufend optimiert.
Vorlagen, Checklisten, Beispiele und Tipps zur Durchführung von prozessorientierten internen Audits liefern das Rüstzeug zur erfolgreichen Umsetzung der Forderungen der ISO 9001. Die Vorstellung verschiedener EDV-Tools zur Prozessdarstellung und -optimierung rundet diese umfassende Aufbereitung des Themas PQM ab.
- NEU: Prozess-Reviews als Werkzeug des Prozessmonitorings
- Berücksichtigung derÄnderungen zur aktuellen ISO 9001 inkl. Tipps zur Umsetzung
- Aktualisierte Praxisbeispiele
- Viele Beispiele für den erfolgreichen PQM-System-Aufbau

3 Ziele und Nutzen eines Prozessorientierten Qualitätsmanagement-Systems (S. 37-38)

Nur vom Nutzen wird die Welt regiert. Friedrich von Schiller

3.1 Zielsetzung

Das Prozessorientierte Qualitätsmanagement-System (PQM-System) eines Unternehmens dient als Instrument der erfolgreichen Unternehmensführung im Spannungsfeld zwischen Ermittlung und Erfüllung der Kundenforderungen, Renditewünschen der Kapitalgeber, Beschaffung von Ressourcen, Erfüllung von Normen und Gesetzen, Druck vom Mitbewerb etc.

Ziele im Rahmen des Aufbaus eines PQM-Systems sind dabei:

- Erhöhung der Kundenzufriedenheit, d. h. Steigerung der Produkt- und Servicequalität mit besonderer Berücksichtigung eines systematischen und flächendeckenden Feedbacks der Kunden auf der Basis messbarer Kriterien.

- Schaffung einesüberschaubaren und umfassenden PQM-Systems mit definierten Kennzahlen und Messgrößen. Es dient als Ansatz zur Klärung sowie Verbesserung der Leistungserstellungsprozesse, der Verantwortungen, Kompetenzen und Befugnisse in Abstimmung mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

- Übersichtliche und leicht handhabbare Gestaltung der Dokumentation zum PQM-System.

- Erreichung hoher Akzeptanz des PQM-Systems und Stärkung der Bewusstseinsbildung für die Qualität bei den Mitarbeitern durch deren intensive Einbeziehung.

- Sicherstellung von Compliance in verschiedener Hinsicht wie Produktkonformität, Nachweis eines funktionierenden Kontrollsystems etc.

Prozesse zu»managen« bedeutet, diese Zielsetzungen in einem immer besser werdenden Ausmaß zu erfüllen. In Anlehnung an die Definition des Begriffes Management nach Fayol beinhaltet dies die Punkte Planung, Organisation, Führung, Mittelbereitstellung, Kontrolle und Steuerung sowie die ständige Verbesserung der Prozesse.

Qualitätsmanagement auf den Punkt gebracht bedeutet: Kunden-, Mitarbeiter-, Prozessorientierung, präventives Verhalten und ständige Verbesserung. Diese fünf Aspekte sind die Basis für jedes erfolgreiche Unternehmen. Im Sinne ständiger Verbesserung kommt eine Vielzahl von Werkzeugen und Methoden des Qualitätsmanagements von der einfachen statistischen Auswertung, komplexeren Methoden wie Design for Experiments in verschiedenen Detaillierungsgradenüber QM-Systeme gemäß verschiedenen Normen (z. B. ISO 9001, TS 16 949 etc.) bis zur Philosophie des Total Quality Management zur Anwendung. Die Systemeffektivität im Sinne der Kundenwunscherfüllung steht dabei im Vordergrund.

Im Prozessmanagement steht die effiziente Umsetzung aller unternehmerischen Abläufe im Mittelpunkt. Das systematische, an der Vision und den Strategien ausgerichtete Optimieren des Zusammenspiels der Prozesse im Sinne eines Führungssystems mit klarer Verantwortung und aktivem Controlling stellt sicher, dass die Organisation ihre Ziele erreicht. Ausgehend von der Prozesslandkarteüber die Gestaltung der Prozesse und deren Optimierung auf Basis der verursachten Prozesskosten bis zur Bewertung der Reife der Prozesse (z. B. ISO 15 504, CMMI etc.) unterstützt das Prozessmanagement die Entwicklung zur Realisierung der prozessorientierten Organisation. Die Kopplung des kundenorientierten und methodischen Zugangs des Qualitätsmanagements mit der ablauf- und zielorientierten Systematik des Prozessmanagements wird so im Prozessorientierten Qualitätsmanagement realisiert.

Vorwort6
Inhalt8
1. Mit Prozessorientiertem ­Qualitätsmanagement (PQM) zum Erfolg12
1.1?Gründe für Prozessorientiertes ­Qualitäts­management12
1.2?Die funktionsorientierte Sichtweise eines ­Unternehmens14
1.3?Die prozessorientierte Sichtweise eines ­Unternehmens15
1.4?Auswirkung der Prozessorientierung20
1.5?Rollen im Prozessorientierten Qualitäts­management23
2. Prozesse und Strategien verbinden36
2.1?Grundlagen36
2.2?Vision, Mission und Strategien36
2.3?Das Werkzeug Balanced Scorecard nutzen39
2.4?Die BSC mit Prozessen verknüpfen43
3. Ziele und Nutzen eines Prozessorientierten Qualitätsmanagement-Systems48
3.1?Zielsetzung48
3.2?Prozess-Lifecycle – Bedeutung der Prozesse in der strategischen Unternehmensführung49
3.3?Nutzen eines PQM-Systems57
4. Prozesslandkarte – Darstellung der ­Prozesse im Überblick60
4.1?Darstellung und Gruppierung der Prozesse60
4.2?Darstellungsebenen64
5. Prozesse identifizieren, analysieren, ­konzipieren und optimieren68
5.1?4-Schritte-Methode im Überblick68
5.2?Schritt I: Prozessidentifikation und -abgrenzung71
5.3?Schritt II: Ist-Analyse der Prozesse74
5.4?Schritt III: Konzeption der Soll-Prozesse87
5.5?Schritt IV: Realisierung der Verbesserungs­potenziale100
6. Prozessausführung und -steuerung104
6.1?Prozessausführung und -steuerung als Regelkreis104
6.2?Messung und Darstellung der Prozessleistung106
6.3?Auswirkungen der Prozesssteuerung107
7. Prozessreporting und -monitoring110
7.1?Aufgaben des Prozessreportings110
7.3?Das Prozess-Review (Prozes