Auf der Suche nach Konstruktionslösungen erarbeiten sich Konstrukteure, Planer, Fertigungstechniker und Meister immer wieder neue Ideen. Hier wird manches"erfunden", was es längst gibt. Dies bedeutet einen großen Verlust an Zeit und Geld. Deshalb ist es gut, wenn man auf bewährte Lösungen zurückgreifen kann. In dem vorliegenden Werk wurden aus hunderten von Original-Konstruktionszeichnu gen interessante Konstruktionslösungen herausgesucht und einheitlich aufbereitet. Das Buch ist nach Themen geordnet, die in der Maschinenbau-Konstruktion häufig vorkommen, wie Verbindungselemente, Stützelemente, Werkzeugführungen, Betätigungselemente. Dargestellt werden außerdem Details aus der Montage, Füge-, Verbindungs- und Zuführtechnik. Es folgen Beispiele von Umformwerkzeugen, Schneidwerkzeugen, Biege- und Prägewerkzeuge, Säulenführungsgeste len, Werkzeugaufspannungen und vieles mehr. Aus der Vielfalt von Lösungen kann sich der Leser Anregungen holen und eigene Ideen weiterentwickeln. Das und Teileverzeichnis ist auch in englischer Sprache vorhanden. Außerdem gibt es ein"Miniwörterbuch& uot; Deutsch-Englisch für die im Buch enthaltenen Einzelteile der Konstruktionsbeispiele.Ein weiteres Highlight ist der Teil mit zahlreichen Konstruktionsbeispielen in 3D. Dabei wurden bereits im Buch vorhandene 2D-Darstellungen in 3D nachkonstruiert.Die 3. Auflage wurde um 32 neue Beispiele ergänzt. Alle Beispiele liegen als 2D-CAD-Daten im dwg- und dxf-Format bzw. als 3D-CAD-Daten im Solidworks-Format auf DVD bei. Dadurch ist eine problemloseÜbernahme in das eigene CAD-System möglich. Ein Buch für alle Konstrukteure, Konstruktionsleiter, Studenten und Dozenten des Maschinen- und Anlagenbaus.
3 Bohrvorrichtungen (S. 13-14) Die Bohrvorrichtungen sind hauptsächlich auch Spannvorrichtungen, jedoch mit einer Zusatzaufgabe, der zwangsläufigen Führung der Bohrwerkzeuge. Da sie meistens auf der Bohrmaschine und auf dem Bohrwerk verwendet werden und ihr eigentlicher Hauptzweck darin liegt, den Bohrvorgang zu erleichtern, zu beschleunigen und genauer durchzuführen, werden sie in der Regel kurz Bohrvorrichtung genannt. Da jedoch in Unterarten der nächsten Hauptgruppe, Vorrichtungen vorkommen, die nur zum Bohren dienen, aber nichts mit Spannen zu tun haben, muss an der Bezeichnung Bohrspannvorrichtung als Sammelbegriff festgehalten werden. 3.1 Unterteilung der Bohrspannvorrichtungen Die Bohrspannvorrichtungen werden in der Regel sehr verschiedenartig benannt, wie: Bohrlehren, Bohrschablonen, Bohrkästen und Bohrvorrichtungen. Mit diesen verschiedenen Bezeichnungen werden meistens jedoch nicht besondere Arten gemeint, sondern jeder wählt den Ausdruck, der ihm am geläufigsten ist. Es lassen sich jedoch zunächst folgende Unterarten bestimmen, die durch gewisse konstruktive Merkmale und Besonderheiten in der Wirkungsweise sofort zu erkennen sind. Bohrschablonen: Formschablonen, Ring oder Zentrierschablonen Die Bohrschablonen nennt man die einfachsten Bohrvorrichtungen, die meistens kein eigenes Spannelement besitzen und entweder am Werkstück oder mit diesem zusammen auf dem Maschinentisch befestigt sind. Standardbohrvorrichtungen: Mit fester Bohrplatte, Mit beweglicher Bohrplatte. Standbohrvorrichtungen werden, wie schon aus der Bezeichnung hervorgeht, in der Regel fest auf dem Maschinentisch aufgespannt und bleiben somit als ein Teil der Maschine unveränderlich während des Betriebes stehen. Schwenkbohrvorrichtungen: Mit einer Schwenkachse, mit zwei sich kreuzenden Schwenkachsen. Kippbohrvorrichtungen:Werden im Gegensatz zu den vorgenannten nicht auf der Maschine befestigt, denn sie müssen, damit man von verschiedenen Seiten bohren kann, schnell auf dem Maschinentisch gekippt werden und auch darauf gleiten können. Wegen ihrer kennzeichnenden Kastenform werden sie auch Bohrkästen genannt. Mehrfachbohrvorrichtungen: Bestehen aus zwei oder mehr gleichen Vorrichtungen von der Art der Standbohrvorrichtungen, die entweder durch Schwenken um eine gemeinsame Achse oder durch geradliniges Verschieben abwechselnd beschickt und in Arbeitsstellung gebracht werden können. Vielzweck-Bohrvorrichtungen: Auch Mehrzweck-Bohrvorrichtungen genannt, sind in der Regel als Standbohrvorrichtungen ausgebildet. Sie unterscheiden sich von den gewöhnlichen Bohrvorrichtungen aller Art grundsätzlich dadurch, dass die eigentliche Bohrplatte und die Elemente für die Werkstückaufnahme schnell und leicht auswechselbar sind, so dass dieselbe Bohrvorrichtung mit einem Satz verschiedener Bohrplatten und Werkstückaufnahmen für eine ganze Anzahl verschiedener Werkstücke gebraucht werden kann. Ihre vielseitige Verwendbarkeit macht sie für Betriebe mit wechselnder Fertigung besonders geeignet.