: Christian Frank
: Strategien in Post-Merger-Integrationen Eine experimentelle Turniersimulation
: Rainer Hampp Verlag
: 9783866185463
: 1
: CHF 22.20
:
: Management
: German
: 283
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die oft festgestellte Diskrepanz zwischen erwarteten und erzielten Erfolg von Unternehmensübernahmen ist Ausgangspunkt einer Vielzahl von Untersuchungen, welche die Gründe für diese Differenz zu identifizieren versuchen. Der Fokus der aktuellen Diskussion liegt auf der Integrationsphase des Zusammenschlusses: Mitarbeiter- und unternehmenskulturbezogene Arbeiten diskutieren die Konsequenzen von Übernahmen für die betroffenen Integrationsteams und die Beteiligten. Die vorliegende Dissertation setzt ebenfalls bei der Untersuchung des Integrationsprozesses an, konzentriert sich allerdings auf Phänomene von Moral Hazard bei der Teamproduktion, als die man die Post-Merger-Integration auffassen kann. Die Arbeit modelliert den Integrationsprozess als wiederholtes Spiel, wobei eine Reihe von Spezifika der Übernahmesituation in das Modell eingehen. Die Untersuchung des modellierten Prozesses erfolgt im Rahmen eines Experiments, bei dem Experten ihre situationsbezogenen Verhaltensweisen als Strategien für das wiederholte Spiel definieren. Diese Strategien spielen dann innerhalb einer Turniersimulation gegeneinander. Die Ergebnisse werden mit Hilfe von spieltheoretischen Grundkonzepten und als Turnier bezüglich verschiedener Erfolgskriterien untersucht. Neben dem absoluten (kumulierten) Turniererfolg wird auch der relative Erfolg im direkten Vergleich der Gruppenmitglieder untersucht. Zentraler Beitrag der Untersuchung ist einerseits die Erkenntnis, dass es für Integrationsteammitglieder entscheidend ist, ihr Erfolgskriterium (absolut oder relativ) vor Interaktionsbeginn zu definieren und ihr Verhalten entsprechend auszurichten, weil die Ziele in einem konfliktären Zusammenhang stehen. Kontrastierend zu den klassischen Untersuchungen von Axelrod kann auch gezeigt werden, dass ein Verhalten im Sinne der bekannten Tit-for-Tat-Strategie in der betrachteten Situation nicht besonders erfolgreich abschneidet. Darüber hinaus werden Aspekte der erfolgreichen Strategien identifiziert und als Erfolgsfaktoren der spezifischen Spielsituation gekennzeichnet.
Geleitwort6
Vorwort7
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis10
Abbildungsverzeichnis15
Tabellenverzeichnis17
Abkürzungsverzeichnis19
A EINFÜHRUNG22
1 Merger-Anomalie als Motivation dieser Arbeit22
2 Bisherige Forschungsschwerpunkte und Ziele dieser Arbeit26
3 Methodische Vorgehensweise sowie Aufbau dieser Arbeit30
B THEORETISCHE GRUNDLAGEN35
1 Vorstellung von relevanten Begriffen und Ansätzen aus der Merger- Theorie35
1.1 Begriffsdefinitionen und -unterscheidungen36
1.2 Phasen bei der Durchführung von Mergern38
1.3 Gestaltungshinweise für die Integrationsphase von Mergern44
2 Teams bei Post-Merger-Integrationen aus Sicht der Agency-Theorie58
2.1 Agency-Theorie als Erklärungsansatz intraorganisatorischer Verhaltensweisen58
2.2 Hidden Action und Moral Hazard in Teamproduktionen61
2.3 Einschätzung der Agency-Thematik und der Lösungsansätze in Bezug auf Integrationen66
3 Spieltheoretische Ansätze zur Untersuchung von Teamproduktionen bei Post- Merger- Integrationen72
3.1 Vorstellung grundlegender spieltheoretischer Konzepte72
3.2 Detaillierung zweier wiederholter Spiele81
3.3 Turniersimulationen als Analyseinstrument für spieltheoretische Probleme87
C EIGENER UNTERSUCHUNGSANSATZ ZUR ANALYSE VON VERHALTENSWEISEN IN INTEGRATIONSTEAMS101
1 Motivation und Vorgehen einer eigenen Untersuchung von Agenten-verhalten in Teilprojektteams101
1.1 Fehlende Übertragbarkeit von allgemeinen Untersuchungsergebnissen auf die zu betrachtende Entscheidungssituation bei Integrationen102
1.2 Probleme der Strategieauswahl bei bisherigen Turniersimulationen aus be-triebswirtschaftlicher Sicht104
1.3 Experimentelle Turniersimulation als Analyseinstrument zwischen rein formalen und rein empirischen Untersuchungsmethoden106
1.4 Weiteres Vorgehen zur Analyse von Verhaltensweisen in Integrationsteams108
2 Formulierung und Diskretisierung der Entscheidungssituation110
2.1 Vorbemerkungen zur Beschreibung und Diskretisierung der Entschei-dungssituation110
2.2 Beschreibung der allgemeinen Entscheidungssituation und der Grundan-nahmen112
2.3 Diskretisierung der allgemeinen Entscheidungssituation zur Ableitung des Grundspiels122
3 Methode zur Strategieerhebung für das Grundspiel131
3.1 Experimentelle Befragungen von Experten zur Strategieerhebung131
3.2 Durchführung der experimentellen Befragungen133
D ANALYSE DES SIMULATIONSMODELLS UND DER ERHOBENEN VERHALTENSWEISEN137
1 Einleitende Erläuterungen zum Analysevorgehen137
2 Statische Betrachtung der erhobenen Strategien nach den experimentellen Befragungen140
2.1 Eigenschaften der Teilnehmerstrategien140
2.2 Erste Aussagen zur Komplexität und Grobkategorisierung der Strategien142
3 Kontextbezogene Untersuchung der Simulationsergebnisse147
3.1 Analyse des Grundspiels mit spieltheoretischen Lösungsansätzen147
3.2 Analyse des Modells als Turnier158
E INTERPRETATION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE212
1 Implikationen für Mitglieder von Integrationsteams212
1.1 Diskussion wesentlicher Untersuchungsergebnisse aus Agentensicht212
1.2 Umsetzung der Rückschlüsse in einer verbesserten Verhaltensstrategie218
1.3 Kritische Betrachtung der Implikationen für Teammitglieder224
2 Implikationen für den Prinzipal von Merger-Integrationen226
2.1 Überprüfung der Grundspielvariationen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von Integrationen226
2.2 Kritische Darstellung der Herausforderungen für den Prinzipal230
F ABSCHLIESSENDE ÜBERLEGUNGEN234
1 Vorgehen und Vergleich mit den Zielen234
2 Kritische Diskussion und Ausblick238
Literatur270