: Karin Fenz
: Öffentlichkeitsarbeit im Sport. Zum Berufsbild des Pressesprechers einer Sportorganisation
: Diplomica Verlag GmbH
: 9783836627115
: 1
: CHF 38.20
:
: Management
: German
: 190
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF


"PR-Fuzzies, Etikettenschwindler oder Sektglashalter - Das sind nur einige der Bezeichnungen, die sich Public Relations-Experten nachsagen lassen müssen. Während PR-Praktiker mit derart spöttischen Titulierungen zu kämpfen haben, wird ihr Betätigungsfeld zunehmend vielfältiger. Entsprechend existieren an die einhundert Berufsbezeichnungen, von denen Pressesprecher zu den häufigsten zählt. Diese Tätigkeit umfasst mehr als nur das Schreiben von Pressetexten und das Plaudern mit Journalisten, die ihnen darüber hinaus noch teils skeptisch gegenüberstehen. Einen einheitlichen Begriff für PR-Experten sucht man indes vergebens.
Vor dem Hintergrund, dass Kommunikationsberufe mittlerweile vornehmlich weiblich sind, widmet sich Karin Fenz in ihrer Studie dem Sport, und damit ausgerechnet
einem weltweit männlich dominierten Terrain. Die bestehenden Normen und Wettkampfregeln des Sports entsprechen jenem der Männlichkeit: Kraft, Stärke und physische Leistungsfähigkeit. Von Männern betriebene Sportarten werden in der Gesellschaft stärker wahrgenommen, als jene von Frauen. Auch im Hintergrund diverser Sportverbände und -klubs ziehen mehrheitlich männliche Funktionäre die Strippen.
Während die PR-Branche nun in den vergangenen zwanzig Jahren einen enormen Zulauf an Frauen verzeichnete, befindet sich dieÖffentlichkeitsarbeit von Sportorganisationen fest in Männerhand. So setzen die beiden größtenösterr ichischen Verbände, der Schiverband (ÖSV) und der Fußballbund (ÖFB), traditionell auf männliche Pressesprecher.
Umsoüberraschender ist daher die Tatsache, dass der in den vergangenen Jahren so erfolgreicheÖsterreichis he Schwimmverband als einziger Dachverband dieÖffentlichkeitsarbeit einer Frau und darüber hinaus aktiven Athletin anvertraut hat.
Die Autorin bietet einen zeitgemäßenÜb rblick betreffend Public Relations, beleuchtet, wie Sport in der""Sportnation""Österr ich organisiert ist und geht den Fragen nach, welcher Voraussetzungen es bedarf, PR in einer Sportorganisation zu betreiben und welche Eigenschaften dafür als notwendig vorausgesetzt werden. Nicht zuletzt löst sie in ihrer Studie auf, warum diese spezielle Person für dieÖffentlichkeitsarbeit in dem von ihr untersuchten Schwimmverband zuständig ist."


"Kapitel 3.3, Berufsrollen der Public Relations:
Historisch aus den Presseabteilungen gewachsen, hat sich das Berufsfeld Public Relations in den vergangenen Jahrzehnten zu einem immer breiteren Arbeitsbereich entwickelt. Die rein journalistischen Fähigkeiten reichten plötzlich nicht mehr aus und leiteten in den 1970er Jahren in den USA den Beginn der Rollenforschung ein. Je nach Art der ausgeübten Tätigkeit lassen sich nun die Berufsrollen‘PR-Techniker’ und‘PR-Manager’ unterscheiden. Während ein Techniker wie beiläufig als‘Spezialist für das Verfassen und Produzieren von PR- und Pressematerialien’ bezeichnet wird, greift der Manager auch zu wissenschaftlichen Methoden,‘analysiert, plant, berät [und] kontrolliert (…)’.
PR-Techniker:
Der Ausdruck‘PR-Techniker’ bezeichnet den klassischen PR-Praktiker. Nach der von Grunig getroffenen Unterscheidung der vier Modelle der Public Relations zählt er zum handwerklich-technischen Bereich derÖffentlichkeitsarbeit, der die ersten beiden Modelle der Publicity und der Information umfasst. Klaudia Gründl hat sechs Tätigkeiten der PR-Techniker nach der Häufigkeit ihres Praxiseinsatzes erhoben:
- Schreiben und redigieren von Texten.
- Herstellung und Pflege der Medienkontakte.
- Durchführung von PR-Aktionen.
- Verbreitung von Meldungen.
- Produktion von Druckschriften.
- Herstellen von Fotos und Grafiken.
Bereits aus dieser Liste geht deutlich hervor, dass Presse- und Medienarbeit inÖsterreich den höchsten Stellenwert in der täglichen PR-Arbeit genießt. Daran soll sich in der vergangenen Dekade nichts geändert haben. Nach der jüngsten Untersuchung der Pressesprecher in Deutschland beansprucht der Kontakt zu den Medien den größten Teil der Arbeitszeit, gefolgt von Internet-Auftritt und PR-Aktionen.
Seit den ersten Untersuchungen Ende der 1970er Jahre in den USA ist das Rollenbild des Technikers in derÖffentlichkeitsarbeit vorherrschend. Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Deutschland wurden geschlechtsspezifische Unterschiede deutlich. Demnach ist es das von Frauen am stärksten besetzte Betätigungsfeld der Public Relations. Glei

Inhaltsverzeichnis3
Einleitung5
1. Public Relations / Öffentlichkeitsarbeit9
1.1. Historische Entwicklung der Public Relations9
1.1.1. USA9
1.1.2. Deutschland11
1.1.3. Österreich12
1.2. Begriffsklärungen15
1.2.1. Public Relations15
1.2.2. Abgrenzung von Public Relations zu verwandten Begriffen18
1.3. Ziele, Aufgaben und Instrumente der PR22
1.3.1. Ziele der Öffentlichkeitsarbeit22
1.3.2. Aufgaben der Public Relations23
1.3.3. Instrumente der PR24
1.4. Zusammenfassung27
2. Sichtweisen und Theorie der PR29
2.1. Verständnis aus kommunikationstheoretischerSicht29
2.1.1. Organisationstheoretische Sicht29
2.1.2. Gesellschaftstheoretische Sicht29
2.1.3. Marketingtheoretische Sicht34
2.2. Theorieansätze der Public Relations35
2.2.1. Die „Vier Modelle der Public Relations“ nach Grunig/Hunt35
2.2.2. Einordnung der Teilöffentlichkeiten38
2.3. Berufsrollen der Public Relations40
2.3.1. PR-Techniker40
2.3.2. PR-Manager41
2.4. Der ideale PR-Praktiker43
2.4.1. Aus der Sicht von Edith Wienand43
2.4.2. Nach dem Verständnis Albert Oeckls45
2.5. Der reale Praktiker46
2.6. Frauen in der PR47
2.7. Zusammenfassung48
3. Berufsfeldforschung50
3.1. Beruf50
3.1.1. Kompetenzraster nach Szyszka51
3.2. Berufsfeld52
3.3. Profession52
3.3.1. Exkurs: Professionalisierung der Public Relations53
3.4. Berufsbild55
3.5. Betätigungsfelder und Berufsbezeichnungen in derPublic Relations56
3.6. Pressesprecher60
3.7. Zusammenfassung60
4. Grundlegendes zum Thema Sport62
4.1. Institutioneller Rahmen von Sport in Österreich63
4.1.1. Staatliche Seite des Sports66
4.1.2. Nicht-staatliche Seite des Sports67
4.2. Wozu PublicRelations im Sport?69
4.2.1. Aufgaben und Instrumente von Sport-PR71
4.2.2. Teilöffentlichkeiten einer Sportorganisation72
4.2.3. Abgrenzung zu politischen und wirtschaftlichenOrganisationen73
4.3. Zusammenfassung74
5. Österreichischer Schwimmverband76
5.1. Organisationsstruktur des ÖsterreichischenSchwimmverbandes76
5.2. Imageträger des ÖsterreichischenSchwimmverbandes78
5.3. Feminisierung der Öffentlichkeitsarbeit inSportorganisationen78
5.4. Forschungsfragen79
5.5. Zusammenfassung80
6. Empirische Untersuchung – Befragen derTeilöffentlichkeiten81
6.1. Beschreibung der Untersuchungsmethode81
6.2. Untersuchungszeitraum82
6.3. Forschungsfragen und Interviewleitfaden82
6.4. Darstellung der Untersuchung / Beantwortung derForschungsfragen85
6.4.1. Selbstbild85
6.4.2. Fremdbild89
6.5. Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse94
7. Resümee und Ausblick95
7.1. Resümee95
7.2. Thesen97
7.3. Ausblick98
8. Literaturverzeichnis99
8.1. Sekundärliteratur109
9. Anhang110