: Christian Kuhn
: Web 2.0 Auswirkungen auf internetbasierte Geschäftsmodelle
: Diplomica Verlag GmbH
: 9783836605366
: 1
: CHF 31.70
:
: Einzelne Wirtschaftszweige, Branchen
: German
: 120
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die ökonomische Bedeutung des Internets hat sich seit seiner Verbreitung stetig gewandelt, aktuell ist der Begriff Web 2.0 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt. Web 2.0 dient als Name für die Evolution beziehungsweise die Veränderung der Natur des Internets. Für Unternehmen mit internetbasierten Geschäftsmodellen ist es somit von hoher Bedeutung, welche Chancen, Möglichkeiten und Gefahren sich hierdurch für ihr Geschäftsmodell ergeben. Daher lautet die konkrete Fragestellung dieses Buches: Auf welche Weise und in welcher Intensität werden internetbasierte Geschäftsmodelle durch ausgewählte Entwicklungen des Web 2.0 beeinflusst? Da Web 2.0 als Sammelbegriff für eine Vielzahl von Veränderungen und Neuerungen steht, ist oft nicht bekannt, was genau dieser Begriff aussagt bzw. beinhaltet. Daher wird in zuerst eine Charakterisierung des Web 2.0 vorgenommen. Hier werden verschiedene Sichten auf Web 2.0, die Grundlagen des Web 2.0 sowie für besonders wichtig erachtete Entwicklungen vorgestellt. Ausgehend von der Annahme, dass verschiedene Geschäftsmodelltypen in unterschiedlicher Art und Weise von den Entwicklungen des Web 2.0 beeinflusst werden können, werden im weiteren Verlauf des Kapitels verschiedene Klassifizierungsmöglichkeiten internetbasierter Geschäftsmodelle dargestellt. Aus dieser Übersicht wird bzgl. der Fragestellung dieser Arbeit die als am besten geeignete Klassifizierung ausgewählt, die in den folgenden Kapiteln verwendet wird. Diese Ergebnisse bilden die Basis für ein theoretisches Modell, das beschreibt, ob und auf welche Weise sich die zuvor unterschiedenen Entwicklungen des Web 2.0 auf die in klassifizierten Typen von Geschäftsmodellen auswirken. Dieses Modell wird anschließend mit Praxisbeispielen erfolgreicher Web 2.0-Unternehmen verglichen. Hier wird untersucht, in wie weit deren Geschäftsmodelle von Web 2.0 beeinflusst werden, und wie sehr dies mit dem entwickelten theoretischen Modell übereinstimmt. Abgerundet wird die Arbeit durch einen sehr umfangreichen Anhang, in dem u. a. detailreichere Informationen zum Web 2.0 und weitere tabellarische Aufbereitungen der erzielten Forschungsergebnisse zu finden sind.

Christian Kuhn. Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität zu Köln. Derzeit tätig im Bereich Process Assurance bei PriceWaterhouseCoopers.
Textprobe: Kapitel 2.3.4, Online-Anwendung von Programmen: Bereits 1997 ist die Idee diskutiert worden, Software über schnelle Datenleitungen im Internet auszuführen, wahlweise als Java-Applet oder als Web-Applikation, damals über schwergewichtige und funktionsreiche Clients. Dieses Konzept wird im Rahmen des Web 2.0 mit sog Rich Internet Applications (RIAs) wiederaufgegriffen. Als RIAs werden Programme bezeichnet, die online im Browser ausgeführt werden können und dem Nutzer die gleichen Bequemlichkeiten bieten wie Programme, die auf dem heimischen PC installiert sind. Das Unternehmen Macromedia prägte diesen Begriff, um hervorzuheben, dass ihr Programm Flash nicht nur die Auslieferung von multimedialen Inhalten, sondern auch die Benutzerführung über anwenderfreundliche Oberflächen ermöglicht. Durch die Etablierung von AJAX als neuen Standard und bessere Zugangstechnologien für das effiziente Transferieren großer Datenmengen sind RIAs verstärkt in den Vordergrund gerückt. So existieren klassische Office-Programme als reine Internetanwendungen: Writely ist ein Beispiel für die Textverarbeitung, Google Spreadsheets entspricht einer Tabellenkalkulation. Da Software durch diesen Trend vermehrt nicht mehr installiert, sondern nur noch ihre Funktion online aufgerufen werden muss, besteht die Möglichkeit, sie nicht nur etappenweise, sondern ständig inkrementell weiterzuentwickeln. Di
Inhaltsverzeichnis4
Abbildungsverzeichnis7
Tabellenverzeichnis8
Abkürzungsverzeichnis10
1 Einleitung12
1.1 Motivation12
1.2 Zielsetzung13
1.3 Vorgehen13
2 Charakterisierung des Web 2.016
2.1 Begriffsabgrenzung Web 2.016
2.2 Grundlagen des Web 2.018
2.3 Wesentliche Merkmale des Web 2.019
2.3.1 Generierung von Inhalt durch den Nutzer19
2.3.1 Generierung von Inhalt durch den Nutzer19
2.3.2 Engagement in sozialen Netzwerken21
2.3.3 Kollektive Intelligenz23
2.3.4 Online-Anwendung von Programmen25
2.3.5 Erhöhung der Reichweite von Software26
3 Internetbasierte Geschäftsmodelle29
3.1 Begriffsabgrenzung Geschäftsmodell29
3.1.1 Ziel eines Geschäftsmodells29
3.1.2 Definition Geschäftsmodell29
3.2 Übersicht über Typologien internetbasierter Geschäftsmodelle31
3.2.1 Mehrdimensionaler Ansatz31
3.2.2 Typologisierung nach Integrations- und Innovationsgrad33
3.2.3 Typologisierung nach Erlösmodellen35
3.2.4 Typologisierung nach strategischer Bedeutung36
3.3 Typologisierung nach Leistungsangebot37
3.3.1 4C-Net-Business-Modell37
3.3.2 Diskussion der 4C-Net-Business-Model Typologie zur Bewertung der Web 2.0- Entwicklungen41
4 Theoretisches Modell der Auswirkungen von Web 2.0-Merkmalen aufinternetbasierte Geschäftsmodelle43
4.1 Systematik des Modells43
4.2 Aufstellen des Modells44
4.2.1 Auswirkungen auf den Geschäftsmodelltyp Content44
4.2.2 Auswirkungen auf den Geschäftsmodelltyp Commerce48
4.2.3 Auswirkungen auf den Geschäftsmodelltyp Context54
4.2.4 Auswirkungen auf den Geschäftsmodelltyp Connection58
4.3 Aggregation der Auswirkungen63
5 Vergleich des theoretischen Modells mit Praxisbeispielen des Einsatzesvon Web 2.0-Merkmalen66
5.1 Einsatz von Web 2.0-Merkmalen bei dem Geschäftsmodelltyp Content66
5.1.1 Praxisbeispiel Flickr66
5.1.2 Praxisbeispiel Wikipedia68
5.1.3 Vergleich der Content-Praxisbeispiele mit dem theoretischen Modell70
5.2 Einsatz von Web 2.0-Merkmalen bei dem Geschäftsmodelltyp Commerce71
5.2.1 Praxisbeispiel eBay71
5.2.2 Praxisbeispiel Amazon.com72
5.2.3 Vergleich der Commerce-Praxisbeispiele mit dem theoretischen Modell74
5.3 Einsatz von Web 2.0-Merkmalen bei dem Geschäftsmodelltyp Context75
5.3.1 Praxisbeispiel Google75
5.3.2 Praxisbeispiel Yahoo!77
5.3.3 Vergleich der Context-Praxisbeispiele mit dem theoretischen Modell79
5.4 Einsatz von Web 2.0-Merkmalen bei dem Geschäftsmodelltyp Connection80
5.4.1 Praxisbeispiel AOL80
5.4.2 Praxisbeispiel Qype.com82
5.4.3 Vergleich der Connection-Praxisbeispiele mit dem theoretischen Modell83
5.5 Trend zu hybriden Geschäftsmodellen der Praxisbeispiele84
6 Fazit85
Literaturverzeichnis87
Anhang A: Definitionen des Web 2.098
Anhang B: Grundlagen des Web 2.0100
Anhang C: Überblick Literatur105
Anhang D: Typologisierungsansatz nach Chen106
Anhang E: Weitere Typologisierungsansätze nach Erlösmodellen107
Anhang F: Typologisierung nach beteiligten Gruppen109
Anhang G: Übersichten Auswirkungen Web 2.0110