: Betül Kaya
: Arbeitsmotivation und Kultur Ausgewählte Instrumente der Arbeitsmotivation im Kontext der Kultur
: Diplomica Verlag GmbH
: 9783836620321
: 1
: CHF 26.60
:
: Sonstiges
: German
: 108
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das Buch behandelt eine aktuelle Forschungsfrage aus der komparativen Managementforschung. Nach einer Phase der Technikeuphorie besinnt man sich wieder verstärkter darauf, dass der langfristige Unternehmenserfolg in bedeutendem Maß vom motivierten und leistungswilligen Menschen abhängt. Die Motivation ist wiederum abhängig von den individuellen Bedürfnissen und Präferenzen, aber auch Einstellungen und Erwartungen der Mitarbeiter/-innen. Sind die motivationalen Differenzen auf individueller Ebene bereits derart erheblich, so ist die Komplexität der interkulturellen Vergleichbarkeit offensichtlich. Angesichts der immer stärkeren Intensivierung und geografischen Ausweitung internationaler Geschäftstätigkeiten, wird hier der Frage nachgegangen, ob und inwiefern von einer kulturellen Gebundenheit von Arbeits-Motivationsinstrument n gesprochen werden kann und worin sich diese äußert. Näher betrachtet werden hierbei neben Vergütungsinstrumenten, wie die Erfolgs- und Kapitalbeteiligung, der Leistungslohn und das Cafeteria-System, immaterielle Instrumente, wie Zielvereinbarungen, unterschiedliche Führungsstile und Gruppenarbeitsformen sowie die Unternehmenskultur im Kontext unterschiedlicher Kulturen. Die Kultureinteilung nach 'Hofstede' auf der einen Seite und die Auswertung wesentlicher empirischer Studien auf der anderen Seite, erlauben letztlich eine Aussage über die Frage der Kulturgebundenheit.

Betül Kaya, Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Dortmund, Abschluss 2006 als Diplom-Kauffrau, tätig im Bereich Personalmanagement.
Textprobe: Kapitel 3.1.1, Formen des Leistungslohns: Die leistungsorientierte Vergütung basiert auf dem Prinzip der 'Äquivalenz von Lohn und Leistungsgrad.' Der Leistungslohn - zweckmäßig auch leistungsbezogener Lohn genannt - errechnet sich aus dem Arbeitsergebnis und stellt das Pendant zum Zeitlohn dar, bei dem sich der Lohn aus dem festen Stundenlohnsatz und der Arbeitszeit ergibt. Als durch den Tarifvertrag geregelten klassische Leistungslohnarten sind der Akkord- und der Prämienlohn zu nennen. Der Akkordlohn ist eine Entlohnungsform, bei der 'das Mengenergebnis der Arbeit im proportionalem Verhältnis zu diesem' entlohnt wird. Während sich der Verdienst beim Geldakkord über die erarbeitete Menge und dem Stücklohn errechnet, bildet sich dieser beim Zeitakkord über die Summe der Menge, der Vorgabezeit je Mengeneinheit und über den Geldfaktor je Zeit- bzw. Minuteneinheit. Der effektiv erzielte Verdienst ist bei der Akkordarbeit unmittelbar abhängig von der Leistung. Ferner ist zu beachten, dass der Akkordlohn auch nur bei akkordfähigen, d.h. zeitlich messbaren und mengenmäßig erfassbaren Arbeiten Anwendung finden kann. Definitionsgemäß liegt ein Prämienlohn dann vor, wenn 'zu einem vereinbarten Grundlohn (...) planmäßig ein zusätzliches Entgelt - die Prämie - gewährt wird, dessen Höhe auf objektiv und materiell feststellbaren Mehrleistungen des Arbeiters beruht' - wobei angenommen wird, dass diese Mehrleistung bei reiner Zeitlohnarbeit ohne Prämie nicht erwartet werden könnte. Als Leistungsmaßstab kann hierbei die erzielte Arbeitsmenge, die Qualität des Arbeitsergebnisses oder etwa der günstige Verbrauch der Einsatzfaktoren prämiert werden. Wesentlich, und daher noch einmal zu erwähnen ist, dass die Prämienentlohnung im Gegensatz zum Akkordlohn neben der Prämie einen fixen Grundbestandteil enthält. Der überwiegende Teil des Lohnes wird dem Mitarbeiter also automatisch gewährt, unabhängig von der Prämie für eine festgestellte Mehrleistung. Insgesamt lässt sich hieraus der Schluss ziehen, dass dieser Mitarbeiter viel weniger als der Akkordarbeiter gehalten ist, die Norm zu erreichen oder gar zu überschreiten. Wichtig ist auch hier die enge zeitliche Kopplung der Bezahlung mit der Leistung, da eine Belohnung bei einem längerem time-lag möglicherweise als Teil der normalen Gehaltszahlung erlebt werden könnte. Bislang wurde von der individuellen leistungsorientierten Vergütung ausgegangen. Eine andere Möglichkeit stellt die Entlohnung von Gruppenleistungen dar. Motivationstheoretische Bewertung des Leistungslohns: Die Anreizwirkung des Leistungslohns ist primär abhängig von der Enge der Beziehung zwischen der individuellen Leistung eines Mitarbeiters und seinem Lohn und dem Grad, in d
Inhaltsverzeichnis3
Abbildungsverzeichnis6
Tabellenverzeichnis6
Abkürzungsverzeichnis7
1 Einleitung8
1.1 Problemstellung und Zielsetzung8
1.2 Vorgehensweise9
2 Motivationstheoretische Grundlagen10
2.1 Zum Begriff der Arbeitsmotivation 10
2.2 Die Theorien der Motivation12
2.2.1 Inhaltstheorien13
2.2.1.1 Maslows Bedürfnistheorie13
2.2.1.2 Bewertung der Bedürfnistheorie16
2.2.1.3 ERG-Theorie von Alderfer17
2.2.1.4 Zwei- Faktoren- Theorie von Herzberg18
2.2.1.5 Bewertung der Zwei-Faktoren-Theorie20
2.2.1.6 Vergleich der Inhaltstheorien21
2.2.2 Prozesstheorien22
2.2.2.1 Vrooms VIE- Theorie22
2.2.2.2 Bewertung der VIE-Theorie 25
2.2.2.3 Gerechtigkeitstheorie nach Adams25
2.2.2.4 Bewertung der Gerechtigkeitstheorie27
2.2.2.5 Zieltheorie von Locke27
3 Motivationsinstrumente29
3.1 Der Leistungslohn29
3.1.1 Formen des Leistungslohns29
3.1.2 Motivationstheoretische Bewertung des Leistungslohns31
3.2 Die Mitarbeiterbeteiligung33
3.2.1 Formen der Mitarbeiterbeteiligung34
3.2.1.1 Die Erfolgsbeteiligung34
3.2.1.1.1 Leistungsbeteiligung34
3.2.1.1.2 Ertragsbeteiligung35
3.2.1.1.3 Gewinnbeteiligung35
3.2.1.2 Kapitalbeteiligung36
3.2.1.2.1 Fremdkapitalbeteiligung36
3.2.1.2.2 Eigenkapitalbeteiligung37
3.2.1.3 Stille Beteiligung38
3.2.2 Motivationstheoretische Bewertung der Beteiligungsmodelle39
3.3 Zielvereinbarungen41
3.3.1 Gestaltungsmerkmale von Zielvereinbarungen41
3.3.2 Motivationstheoretische Bewertung von Zielvereinbarungen44
3.4 Das Cafeteria-System45
3.4.1 Gestatungsparameter von Cafeteria-sytemen45
3.4.2 Bewertung von Cafeteria-Systemen47
3.5 Die Gruppenarbeit48
3.5.1 Gruppenarbeitsformen49
3.5.1.1 Teilautonome Arbeitsgruppen 49
3.5.1.2 Qualitätszirkel 49
3.5.1.3 Projektgruppen50
3.5.2 Motivationstheoretische Bewertung der Gruppenarbeit51
3.6 Der Führungsstil52
3.6.1 Führungsstile52
3.6.1.1 Autokratischer Führungsstil52
3.6.1.2 Patriarchalischer Führungsstil53
3.6.1.3 Bürokratischer Führungsstil54
3.6.1.4 Partizipativer Führungsstil 54
3.6.1.5 Kooperativer Führungsstil 54
3.6.2 Motivationstheoretische Bewertung der Führungsstile55
3.7 Unternehmenskultur56
3.7.1 Das Wesen der Unternehmenskultur56
3.7.2 Funktionen der Unternehmenskultur58
3.7.3 Bewertung der Unternehmenskultur59
3.8 Zusammenfassende Betrachtung der Motivationsinstrumente61
4 Die kulturelle Perspektive62
4.1 Grundlagen der Kultur62
4.1.1 Zum Begriff der Kultur62
4.1.2 Kultureinteilung nach Hofstede64
4.1.2.1 Dimension der Machtdistanz64
4.1.2.2 Dimension des Kollektivismus66
4.1.2.3 Dimension der Maskulinität 67
4.1.2.4 Dimension der Unsicherheitsvermeidung69
4.1.2.5 Kritische Bewertung der Kulturdimensionen70
4.1.3 Kultureinteilung nach Trompenaars71
4.1.4 Vergleich der Kultureinteilungen74
4.2 Kulturgebundenheit der Instrumente 75
4.2.1 Machtdistanz 75
4.2.2 Individualismus80
4.2.3 Maskulinität 86
4.2.4 Unsicherheitsvermeidung89
5 Schlussbetrachtung91
5.1 Fazit91
5.2 Ausblick94
6 Literaturverzeichnis95