: Christian Strohm
: Zukunftsmarkt China Internationalisierungsstrategien der Textil- und Bekleidungsindustrie
: Diplomica Verlag GmbH
: 9783832402631
: 1
: CHF 29.90
:
: Management
: German
: 170
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Die Volksrepublik China gilt als einer der wichtigsten Zukunftsmärkte weltweit mit seit Jahren konstanten Wachstumsraten um 9 %. Im weltweiten Textil- und Bekleidungshandel ist China einerseits als weltgrößter Produzent und Exporteur ein attraktives Produktions- und Beschaffungsland, andererseits bietet China auch große Chancen als Handels- bzw. Absatzstandort. Diese beiden Ansätze sollen in diesem Buch anhand der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie in China näher beleuchtet werden.

Das Buch gibt einenÜberblicküber den Wirtschaftsstandort und bezieht dabei den Beitritt des Landes zur WTO und den Aspekt der Textilquoten ein.

Das Investitionsland China wird analysiert, sowohl aus dem Blickwinkel eines Bekleidungsunternehmens, welches Absatzmotive (z. B. im Einzelhandel) verfolgt, als auch aus Sicht von produzierenden und beschaffenden Unternehmen, die kostenorientierte Ziele verfolgen. Das Buch beschreibt verschiedene Internationalisierungsstrateg en und macht zugleich Chancen und Risiken deutlich. Es wird der gesamte Prozess des Markteintritts begleitet, angefangen bei Informationsbeschaffung und Wahl der geeigneten Markteintrittsstrategie,ü ber die mögliche Partner- und Lieferantenauswahl, bis hin zur Verhandlungs- und Genehmigungsphase.

Die Studie soll Unternehmen einen Eindruck von den konkreten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vermitteln und aufzeigen, welche chinesischen Gegebenheiten bei einem Markteintritt zu beachten sind.

Kapitel 3., Chinas WTO-Beitritt und das Auslaufen des Agreement on Textiles and Clothing (ATC)

Die WTO ist wohl die bedeutendste Organisation für den weltweiten Handel (146 Staaten). Sie wurde am 01.Jan.1995 mit Sitz in Genf gegründet und verfolgt die Idee der Liberalisierung des Handels und des Abbaus von tarifären (z.B. Zölle) und nichttarifären Handelshemmnissen (z.B. Importlizenzen, Industrie- und Sicherheitsstandards, Verpackung). Die WTO entstand, nachdem in der Uruguay-Runde (1986-94) die Mitglieder der GATT-Abkommen (General Agreement on Tariffs and Trade) sich auf deren Errichtung geeinigt hatten. Sie stellt gewissermaßen die Institutionalisierung der GATT-Abkommen dar.

Mit dem Beitritt Chinas zur WTO am 11.Dez.2001 und dem Auslaufen des Agreement on Textiles and Clothing (ATC, Welttextilabkommen) am 31.Dez.2004, unterliegt der internationale Textil- und Bekleidungshandel nun weitgehend den allgemeinen Regeln der WTO (Handelsliberalisierung, Meistbegünstigung und Reziprozität). Zuvor regulierten Importquoten den Handel, die anhand bilateraler Abkommen für die unterschiedlichen Produktkategorien festgelegt wurden. 1995 ging das ATC letztendlich aus dem mehrmals verlängerten Multi Fibre Agreement (MFA, Multifaserabkommen) von 1974 hervor.

In diesem wurden die Quoten und Zölle auf mehrere verschiedene textile Produktkategorien ausgedehnt, nachdem bis dahin nur eine Reglementierung von Baumwollprodukten vorgenommen wurde (Long Term Agreement on Cotton Textiles von 1962). Das primäre Ziel dieser Ausnahmeregelungen war der Schutz des heimischen Textil- und Bekleidungsgewerbes der Industrieländer vor Billigimporten aus dem Ausland.

Das ATC legte erstmals einen Plan für eine schrittweise Liberalisierung des internationalen Handels fest, welche in vier Stufen (1995, 1998, 2002 und 2005) vorgenommen werden sollte. Die größte Liberalisierungsstufe trat am 01.Jan.2005 ein, weil die Abnehmerländer bis zu diesem Zeitpunkt nur Produkte in den freien Handel gebra

Der Autor6
Inhaltsverzeichnis8
Darstellungsverzeichnis10
Abkürzungsverzeichnis11
1. Einleitung14
1.1. Aufbau des Buches15
1.2. Definition und Abgrenzung16
2. Wirtschaftsstandort VR China20
2.1. Die Wirtschaftsentwicklung seit 1978 (Reform- und Öffnungspolitik)20
2.2. Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts seit 197822
2.3. Einkommensentwicklung und -verteilung23
2.4. Sonderwirtschaftsgebiete26
3. Chinas WTO-Beitritt und das Auslaufen des Agreement on Textilesand Clothing (ATC)30
4. Motive für Investitionen in der VR China36
4.1. Absatz- und marktorientierte Motive für Investitionen36
4.2. Kostenorientierte Investitionsmotive40
5. Investitionsstandort VR China44
5.1. China als Absatz- und Handelsstandort für Bekleidung44
5.1.1. Chinas Einzelhandel und der Absatzmarkt für Bekleidung44
5.1.2. Erfolgsfaktoren im Absatzmarkt für Bekleidung47
5.1.3. Chinas Konsumenten53
5.2. China als Produktions- und Beschaffungsstandort57
5.2.1. Die Beschaffungsstrategie des Global Sourcing58
5.2.2. Die VR China als Beschaffungsland59
5.2.3. Herausforderungen bei der Beschaffung66
6. Formen und Strategien der Internationalisierung74
6.1. Außenhandel76
6.2. Kooperationen ohne Kapitalbeteilung77
6.2.1. Internationale Lizenzvergabe77
6.2.2. Lohnfertigung79
6.2.3. Franchise82
6.2.4. Das Contractual Joint Venture85
6.3. Kooperationen mit Kapitalbeteiligung (Direktinvestitionen)86
6.3.1. Das Equity Joint Venture86
6.3.2. Wholly Foreign Owned Enterprise89
7. Markteintrittsphasen94
7.1. Vorbereitungs- und Verhandlungsphase94
7.1.1. Vorbereitungen94
7.1.2. Informationsbeschaffung96
7.1.3. Partnersuche98
7.1.4. Partnerwahl99
7.1.5. Vertragsverhandlungen102
7.2. Genehmigungs- und Registrierungsphase103
7.2.1. Lizenzgeschäfte103
7.2.2. Joint Ventures und Wholly Foreign Owned Enterprises104
8. Praktische Erfahrungen und Einschätzungen im China-Geschäft112
8.1. Die Tom Tailor AG112
8.2. Trend GmbH112
116112
8.3. Hugo Boss AG119
9. Zusammenfassung und Ausblick122
Anlagen126
Literaturverzeichnis142
Reihe China166