: Michael Monka u.a.
: Statistik am PC
: Carl Hanser Fachbuchverlag
: 9783446416604
: 5
: CHF 35.40
:
: Anwendungs-Software
: German
: 519
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Statistische Methoden dienen dazu, Datenbestände, wie sie zum Beispiel bei Umfragen, bei Marktstudien, bei Reihenexperimenten oder im betrieblichen Bereich anfallen, auszuwerten und zu analysieren. Anhand leicht nachvollziehbarer Beispiele zeigen die Autoren, wie sich Excel zur statistischen Problemlösung einsetzen lässt. Dabei werden die wichtigsten statistischen Standardverfahren aus den Bereichen (sowie die Methoden) der deskriptiven und induktiven Statistik vorgestellt.

Die Kapitel haben stets die gleiche Struktur: Einer Einführung in die Thematik folgt eine Darstellung statistischer Grundlagen. Formeln werden nur, wo nötig, herangezogen. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen die jeweiligen statistischen Fragestellungen. Aufgaben und Lösungen rekapitulieren den Stoff. Die Beispiele sind mit der neuesten Excel-Version erstellt, lassen sich aber auch mitälteren Versionen ohne Einschränkungen behandeln.

Den Autoren gelingt das Kunststück, die Begriffe und Vorgehensweisen der Statistik so zu erklären, dass auch Interessenten mit geringem Zahlenverständnis die Lust am Lesen und Arbeiten erhalten bleibt. (Computerwoche)

Die Autoren

Michael MONKA ist Sozialwissenschaftler und Partner der Luther& Partner Managementberatung in Köln.
Nadine M. SCHÖNECK ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der FernUniversität Hagen.
Werner VOSS ist Professor für Statistik an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

1 Was ist Statistiküberhaupt? (S. 13)

„Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe." (W. Churchill, brit. Premierminister, 1944)
1.1 Die Statistik lügt
Ein bekanntes deutsches Wirtschaftsforschungsinstitut veröffentlichte Mitte der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine statistische Prognose, nach der es mit der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland schlecht bestellt sei. Für die 70er-Jahre erwartete es deutliche konjunkturelle Einbrüche und vor allem stark anwachsende Arbeitslosenzahlen. Aufgrund der Veröffentlichung dieser Prognosen in einem viel beachteten Gutachten unternahmen die verantwortlichen Wirtschaftspolitiker, der Kanzler, der Wirtschaftsminister und der Finanzminister, alle Anstrengungen, um den prognostizierten Konjunktureinbruch zu verhindern. Zur Konjunkturbeeinflussung gibt es ja bekanntlich einige wirtschafts- und finanzpolitische Instrumente, die dann tatsächlich zum Einsatz kamen. Der Erfolg dieser Bemühungen war deutlich: Zwar konnte der konjunkturelle Einbruch nicht ganz verhindert, aber doch wesentlich abgeschwächt werden. Mehr noch: Es kam rasch wieder zu einer wirtschaftlichen Erholung, die unter dem Namen„Aufschwung nach Maß" denälteren Lesern vielleicht noch bekannt sein dürfte.

Dieser schöne Erfolg verführte einige Politiker dazu, bei nächstbester Gelegenheit– als nämlich von den Statistikern Befunde veröffentlicht wurden, die der Tagespolitik nicht sehr angenehm waren– davon zu sprechen, dass man der Statistik nicht trauen könne.„Das hat man doch gesehen, meine Damen und Herren", wurde vom Rednerpult des Bundestages herunter verkündet,„da wurden von den Statistikern schwerwiegende konjunkturelle Einbrüche prognostiziert– und was ist passiert? Ich frage dieses hohe Haus, was ist passiert? Genau das Gegenteil ist eingetreten! Dank unserer hervorragenden Politik ist uns ein Aufschwung nach Maß gelungen, meine Damen und Herren. Man darf den Statistikern nicht glauben, meine Damen und Herren!" Meine Schwiegermutter pflegte diese Erkenntnis kürzer zu formulieren. Sie sagte einfach:„Die Statistik lügt!"

Aufgabe dieses Buches ist es zu zeigen, was Statistik wirklich ist, genauer, was man mit statistischen Methoden machen kann. Dass man damit ab und zu auch ein bisschen schwindeln kann (man muss es aber nicht), wird sich dabei ebenfalls zeigen. Doch nun zur Sache.

1.2 Zielsetzungen
Tag für Tag lesen Sie in den Zeitungen oder hören in den Rundfunk- und Fernsehnachrichten von Sozialprodukt, Konjunktur, Wirtschaftswachstum, Arbeitslosenquote oder Preisniveau und Lebenshaltungskosten, von„neuer Armut", vom„Pisa-Schock" usw. Natürlich stehen diese undähnliche Begriffe nicht für sich allein da, sondern werden interessant und aussagefähig, wenn sie mit Zahlen, mit statistischen Daten belegt sind:

Der Trend in der Entwicklung des Sozialprodukts in der Bundesrepublik Deutschland zeigt aufwärts.

Der Anteil potenzieller FDP-Wähler steigt seit etwa zwei Jahren signifikant an im Vergleich zum vorhergehenden langjährigen Durchschnitt.

In der Zeit von 1990 bis 2004 stiegen die Lebenshaltungskosten durchschnittlich pro Jahr um 1,8%.

Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2004 bei 8,1%.

Der Anteil von Abiturienten aus Familien schwächerer sozialer Schichten ist unterdurchschnittlich.

Solche undähnliche Aussagen werden häufig von unseren Politikern formuliert. Man kann sie aber nur dann richtig verstehen und bewerten, wenn man weiß, was ein Trend ist und wie man ihn bestimmt, wenn man den Begriff der statistischen Signifikanz kennt, wenn man erfährt, wie die Statistiker Durchschnitte oder Prozentanteile berechnen und was sie unter Lebenshaltungskosten oder unter einem Preisindex verstehen.

Vorwort1
Inhaltsverzeichnis8
1 Was ist Statistik überhaupt?14
1.1 Die Statistik lügt14
1.2 Zielsetzungen1
1.3 Zum Begriff der Statistik16
1.4 Anwendungsbereiche18
1.5 Methodengruppen20
1.6 Grundbegriffe22
2 Excel – Grundlagen24
2.1 Im Schweiße meines Angesichts24
2.2 Statistik und Excel25
2.3 Der Start von Excel26
2.4 Ein erstes Beispiel28
2.5 Veränderungen33
2.6 Mathematische Berechnungen37
2.7 Drucken45
2.8 Diagramme46
2.9 Daten importieren48
3 Sortieren, Gruppieren, Klassifizieren50
3.1 Der Lottospieler50
3.2 Wie man statistische Daten gewinnt51
3.3 Von der Urliste zur Häufigkeitsverteilung56
3.4 Zeitreihen66
3.5 Kreuztabellen66
4 Mittelwerte70
4.1 Wo bitte ist die Mitte?70
4.2 Wozu braucht man Mittelwerte?70
4.3 Das arithmetische Mittel72
4.4 Der häufigste Wert (Modus)78
4.5 Der Zentralwert (Median)81
4.6 Das geometrische Mittel82
5 Streuungsmaße86
5.1 Am Frühstückstisch86
5.2 Spannweite86
5.3 Mittlere lineare Abweichung88
5.4 Standardabweichung90
5.5 Quartile und Semiquartilsabstand93
6 Konzentrationsmaße98
6.1 Isabella98
6.2 Was bedeutet Konzentration?98
6.3 Herfindahl-Index99
6.4 Maß von Lorenz/Münzner101
6.5 Die Lorenzkurve102
6.6 Der Lorenzkoeffizient107
7 Grafische Darstellungen112
7.1 Chinesische Tusche112
7.2 Die Vorzüge grafischer Darstellungen112
7.3 Säulendiagramm114
7.4 Kreisdiagramm118
7.5 Streudiagramm120
8 Indexberechnungen126
8.1 Alles wird immer teurer126
8.2 Gliederungszahlen, Messziffern, Wachstumsraten126
8.3 Umbasierung und Verkettung131
8.4 Preisindex133
8.5 Mengenindex139
8.6 Wertindex141
9 Regressionsrechnung (bivariat)144
9.1 Auf dem Tennisplatz144
9.2 Zielsetzungen144
9.3 Mathematische Grundlagen149
9.4 Die Methode der kleinsten Quadrate150
9.5 Beispiel zur Regressionsrechnung153
9.6 Fallstricke160
10 Zusammenhangsrechnung164
10.1 Das Klassenbuch164
10.2 Korrelations- und Determinationskoeffizient164
10.3 Rangkorrelation175
10.4 Zusammenhangsmaße für Nominaldaten177
10.5 Der Alleskönner182
11 Trendfunktionen und Trendprognosen186
11.1 Statistik lügt?186
11.2 Zielsetzungen186
11.3 Glättung einer Zeitreihe189
11.4 Linearer Zeitreihentrend192
11.5 Exponentieller Trend197
11.6 Saisonale Schwankungen198
12 Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie204
12.1 Pfälzer Leberwurst204
12.2 Ereignisse205
12.3 Kombinatorik207
12.4 Kombinatorische Praxisaufgaben216
12.5 Bestimmung der Wahrscheinlichkeit217
13 Wahrscheinlichkeitsverteilungen224
13.1 Mensch ärgere Dich nicht!224
13.2 Grafische Darstellung von Wahrscheinlichkeiten225
13.3 Der Additionssatz226
13.4 Der Multiplikationssatz229
13.5 Zwei weitere Sätze231
13.6 Zufallsvariable235
13.7 Diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilungen237
13.8 Stetige Wahrscheinlichkeitsverteilungen239
13.9 Erwartungswert und Varianz von Zufallsvariablen244
14 Spezielle Wahrscheinlichkeitsverteilungen248
14.1 Das neue Fahrrad248
14.2 Vorbemerkung249
14.3 Binomialverteilung249
14.4 Normalverteilung260
14.5 Multinomialverteilung269
14.6 Hypergeometrische Verteilung270
14.7 Poisson-Verteilung273
14.8 Student-t-Verteilung275
14.9 Chi-Quadrat-Verteilung275
14.10 F-Verteilung276
15 Stichproben und Stichprobenverteilungen278
15.1 Zufall?278
15.2 Auswahlverfahren für Stichproben278
15.3 Bewusste Auswahlen280
15.4 Zufällige Auswahlen281
15.5 Stichproben