: Jürgen Bengel, Markus Wirtz, Christian Zwingmann (Hrsg.)
: Diagnostische Verfahren in der Rehabilitation (Reihe: Diagnostik für Klinik und Praxis, Bd. 5)
: Hogrefe Verlag Göttingen
: 9783840920950
: 1
: CHF 47.90
:
: Grundlagen
: German
: 392
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Der Band bietet eine umfassende Sammlung diagnostischer Verfahren im Bereich der Rehabilitation. Es werden sowohl krankheitsübergreifen-de Verfahren, als auch Verfahren für ausgewählte Indikationsgebiete dargestellt. Nach einer Einführung, die einen systematischenÜberblick& uml;ber den Stellenwert psychologischer Diagnostik in der Rehabilitation liefert, wird in einem Beitrag auf die„International Classification of Functioning" (ICF) eingegangen. Anschließend beschreibt der erste Teil des Bandes krankheitsübergreifende Verfahren, die u. a. folgende Bereiche umfassen:„Lebensqualit& uml;t und Funktionszustand",„Gesu d-heitsökonomisch orientiertes Assessment von Lebensqualität",„S ziale Unterstützung",„Re abilitations- und Behandlungszufriedenheit". Im zweiten Teil werden ausgewählte Verfahren für die Indikationsgebiete Dermatologie, Diabetes, Gastroenterologie, Kardiologie, Onkologie, Orthopädie, Rheumatologie und Pneumologie vorgestellt. Verfahren, die im Rahmen der sozialmedizinischen Begutachtung zum Einsatz kommen können, runden den Band ab.

Die Einheitlichkeit der Verfahrensbeschreibungen ermöglicht einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Informationen. Angaben zum Anwendungsbereich und zu technischen Aspekten, wie etwa Bearbei-tungszeit und Auswertungsmethodik, liefern wichtige Hinweise zum praktischen Einsatz der Verfahren.

Die Herausgeber

Prof. Dr. Dr. Jürgen Bengel, geb. 1955. 1974-1979 Studium der Psychologie in Mannheim, Freiburg und Hamburg. 1979- 1987 Studium der Medizin in Freiburg. 1986 Promotion Psychologie, 1987 Promotion Medizin. 1980-1992 Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Universität Freiburg. 1992 Habilitation. 1992-1993 Vertretung des Lehrstuhls für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 1993-1994 Professor am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1994 Professor am Institut für Psychologie der Universität Freiburg. 1999 Approbation als Psychologischer Psychotherapeut.

Prof. Dr. Markus Wirtz, geb. 1969. 1990-1995 Studium der Psychologie in Münster. 2001 Promotion. 1995-2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut III der Universität Münster. 1999-2000 Mitarbeiter der Jugendpsychiatrie in Hamm (Westf.). 2000-2006 Wissenschaftlicher Angestellter an den Universitäten Tübingen und Freiburg sowie im Methodenzentrum des Rehabilitationswissenschaftli hen Forschungsverbundes Freiburg/Bad Säckingen. 2004 Vertretungsprofessor und seit 2006 Professor für Pädagogische Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Dr. Christian Zwingmann, geb. 1963. 1984-1991 Studium der Psychologie, Theologie und Philosophie in Frankfurt. 2002 Promotion. Beru.iche Stationen: Verband Deutscher Rentenversicherungsträge in Frankfurt, Universität Würzburg, Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften Hochrhein-Institut für Rehabilitationsforschung in Bad Säckingen und Institut für Psychologie der Universität Frankfurt. Seit 2006 Projektleiter im Geschäftsfeld„Gesu dheit und Soziales" bei der Prognos AG in Düsseldorf.

Abschnitt A7 Schmerz (S. 174-175)

FESV Fragebogen zur Erfassung der Schmerzverarbeitung

Autor Edgar Geissner
Quelle Geissner, E. (2001). Fragebogen zur Erfassung der Schmerzverarbeitung (FESV)– Manual. Göttingen: Hogrefe.
Bezugsquelle Erhältlich beim Hogrefe Verlag unterwww.testzentrale.de.

Anwendungsbereich
Haupteinsatzbereich des Fragebogens zur Erfassung der Schmerzverarbeitung FESV ist chronischer Schmerz (Kriterium„Mindestdauer sechs Monate"), der ständig vorhanden ist oder in Abständen immer wiederkehrt. Keine Einschränkungen bestehen hinsichtlich der Krankheitsdiagnose oder des Schmerzlokalisationsgebietes. Haupteinsatzgebiete dürften– aufgrund bisheriger Erfahrungen und in der Praxis gegebener hoher Fallzahlen– Rücken- und Gelenkschmerzen degenerativer oder entzündlicher Art sein, Fibromyalgien, Spannungskopfschmerzen, Migränekopfschmerzen, neurogene Schmerzen, des weiteren Schmerzen bei Krebserkrankungen. Daneben ist der Einsatz bei schmerzbezogenen somatoformen Beschwerden zu empfehlen. Der FESV ermöglicht die differenzierte Erfassung zum einen des Bewältigungsrepertoires der Patienten, zum anderen ihrer psychischen Beeinträchtigung aufgrund von Schmerzen. Der FESV thematisiert somit psychische Bezugsgrößen, das Einsatzgebiet liegt daher hauptsächlich innerhalb der psychosozialen, auch psychotherapeutischen Versorgung: Psychologische Schmerzbewältigung, Psychotherapie bei Schmerzen, stationäre Psychosomatik, Verhaltensmedizin innerhalb der Organmedizin (z. B. Orthopädie, Rheumatologie), Rehabilitation. Der FESV wurde für das Alter ab 18 Jahren bis ins höhere Lebensalter in Studien geprüft, ist aber auch durch Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren mühelos zu bearbeiten. Es liegen keinerlei Einschränkungen hinsichtlich Geschlecht und soziodemographischer Merkmale vor, Kenntnisse der deutschen Sprache werden jedoch vorausgesetzt.

Zielsetzung und Kurzbeschreibung

Der Fragebogen zur Erfassung der Schmerzverarbeitung FESV dient der Erhebung des Bewältigungsrepertoires sowie der mit Schmerz in Zusammenhang stehenden psychischen Beeinträchtigungen. Ein enger Bezug zu„Schmerz" ist in jedem Item bzw. jeder Skala gegeben. Daher muss z. B. auch zur Erhebung anderer als mit Schmerz in Zusammenhang stehender psychischer Beeinträchtigungen ergänzend auf weitere Verfahren zurückgegriffen werden (s. u.). Sinnvoll ist der Einsatz des FESV bei länger andauernden oder mit Unterbrechungen immer wieder zurückkehrenden Schmerzen, nicht primär bei Akutschmerz oder bei nach gewisser Zeit nachlassenden Schmerzen (postoperativ oder nach Verletzungen).

Art des Verfahrens

Selbstbeurteilungsverfahren („Paper& Pencil" oder Computerversion)

Technische Informationen
- 38 Items in 3 Grundkomponenten, 3 Skalen pro Komponente
- Bearbeitungszeit: 10 Minuten
- Auswertungszeit: 5 Minuten
- Bei der Computerversion erfolgt die Auswertung automatisch.

Theoretischer Hintergrund

Hintergrund für den Fragebogen zur Erfassung der Schmerzverarbeitung FESV ist ein Verständnis von Schmerz als einem multimodalen und prozessualen Geschehen unter Einschluss von Rückmeldevorgängen, in dem die Schmerzempfindung selbst aus verschiedenen Elementen gespeist ist, verschiedene Submodalitäten aufweist und charakteristische Schmerzfolgen hervorbringt. Diese sind zum einen bewältigungsbezogener Natur (kognitive Bearbeitung, Bewältigungshandlungen), zum anderen resultieren sie in emotionalen (mit dem FESV messbaren) und sozialen, kommunikativen und motorischen Beeinträchtigungen (mit dem FESV nicht messbar). Ferner bestehen Interaktionen (etwa mit Persondispositionen) und Rückmeldevorgänge, d. h. Transaktionen in Bezug auf das weitere Schmerzgeschehen. Dies ist in einem umfassenden Konzept zusammengefasst, das Geissner (1990) vorgestellt hat– das Mikro-/Makromodell persistenter bzw. intermittierender chronischer Schmerzen– und das im Manual zum FESV erläutert wird (Geissner, 2001, S. 12 bis 18).

Der spezifische Nutzen besteht in einem engen Bezug der drei Grundkomponenten zu Schmerzen. Auf diese Weise können Schmerzbewältigung und allgemeineres Coping distinkt untersucht werden. Dies gilt in gleicher Weise für schmerzbedingte psychische Beeinträchtigung und allgemeinere psychische Beeinträchtigung/Belastung, die ebenfalls konzeptuell voneinander abgehoben werden können. Ein weiterer spezifischer Nutzen besteht in der Messung des Erfolgs durchgeführter Schmerzbehandlungen/-therapien. Kognitive Bewältigung sollte nach wirksamer Behandlung/Therapie höher sein, psychische Beeinträchtigung dagegen reduziert. Verhaltensbezogene Bewältigung sollte in Abhängigkeit vom Zuschnitt der jeweiligen Behandlungsmaßnahmen variieren.

Inhaltsverzeichnis6
Einleitung: Assessmentverfahren in der Rehabilitation10
Entwicklung der ICF Core Sets17
Abschnitt A1 Lebensqualität und Funktionszustand28
FEW 16 Fragebogen zur Erfassung des körperlichen Wohlbefindens29
FFB-Mot Fragebogen zur Erfassung des motorischen Funktionsstatus32
FLZM Fragen zur Lebenszufriedenheit36
FLZ Fragebogen zur Lebenszufriedenheit41
IRES-3 Indikatoren des Reha-Status, Version 345
NHP Nottingham Health Profile50
PLC Profil der Lebensqualität chronisch Kranker54
SF-36 Fragebogen zum Gesundheitszustand57
WHODAS II WHO Psychiatric Disability Schedule, Version 261
WHOQOL WHO-Instrumente zur Erfassung der Lebensqualität65
Abschnitt A2 Gesundheitsökonomisch orientiertes Assessment von Lebensqualität70
15D 15D-Fragebogen71
EQ-5D EuroQol-Fragebogen75
SF-6D Short Form – 6 Dimensions80
Abschnitt A3 Reha-Motivation und Behandlungserwartung84
FBTM Fragebogen zur berufsbezogenen Therapiemotivation85
FEZ Fragebogen zu Erwartungen und Zielen von Rehabilitanden88
FMP Fragebogen zur Messung der Psychotherapiemotivation91
FPTM Fragebogen zur Psychotherapiemotivation94
FREM-17 Fragebogen zur Messung rehabilitationsbezogener Erwartungen und Motivationen99
PAREMO Fragebogen zur Erfassung der Reha-Motivation102
Abschnitt A4 Gesundheitsverhalten und gesundheitsbezogene Kognitionen106
FEG Fragebogen zur Erfassung des Gesundheitsverhaltens107
IPQ Illness Perception Questionnaire (deutsche Version)110
KKG Kontrollüberzeugungen zu Krankheit und Gesundheit113
SOC Sense of Coherence Scale117
Abschnitt A5 Krankheitsverarbeitung122
COMES COMputergestütztes Erfassungs-System123
FKV Freiburger Fragebogen zur Krankheitsverarbeitung127
SVF120 Stressverarbeitungsfragebogen131
TBB Tagebuch zur Erfassung alltäglicher Belastungen und deren Bewältigung136
TICS Trierer Inventar zum chronischen Stress140
TSK Trierer Skalen der Krankheitsbewältigung145
Abschnitt A6 Soziale Unterstützung150
FPD Fragebogen zur Partnerschaftsdiagnostik151
F-SozU Fragebogen zur sozialen Unterstützung155
ISSB Inventar sozial unterstützenden Verhaltens159
SONET Interview und Fragebogen zum Sozialen Netzwerk und zur Sozialen Unterstützung164
SS-A Skala zur Erfassung der wahrgenommenen Unterstützung169
Abschnitt A7 Schmerz174
FESV Fragebogen zur Erfassung der Schmerzverarbeitung175
FF-STABS Freiburger Fragebogen – Stadien der Bewältigung chronischer Schmerzen180
KAUKON II Instrument zur Erfassung von Kontroll- und Kausalattributionen bei chronischem Schmerz184
KSI Kieler Schmerz Inventar187
MPI-D Multidimensional Pain Inventory (deutsche Version)192
PDI Pain Disability Index (deutsche Version)196
SES Schmerzempfindungsskala198
Abschnitt A8 Screening psychischer Störungen und Beschwerden202
BASIC Brief Alcohol Screening Instrument for Medical Care203
BDI II Beck-Depressionsinventar207
B-L/B-L' Die Beschwerden-Liste211
BSI Brief Symptom Inventory von L.R. Derogatis (deutsche Version)214
FBL-R Freiburger Beschwerdenliste218
FS Fatigue Scale (deutsch: Die Fatigue Skala)222
GBB Der Gießener Beschwerdebogen225
GHQ-12 General Health Questionnaire229
HADS-D Hospital Anxiety and Depression Scale (deutsche Version)233
Pa-F Progredienzangstfragebogen237
PHQ-D Gesundheitsfragebogen für Patienten240
SCL-90-R Die Symptom-Checkliste von Derogatis (deutsche Version)245
SCQ Self-Administered Comorbidity Questionnaire249
Abschnitt A9 Rehabilitations- und Behandlungszufriedenheit252
FBR-Z Fragen zur Patientenzufriedenheit aus dem Fragebogen zur Beurteilung der Rehabilitation – Somatische In