Frühgeborene: Der Familienalltag nach der Krankenhausentlassung Eine qualitative Studie zum Alltagserleben der Eltern
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Cornelia Frenzel
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Frühgeborene: Der Familienalltag nach der Krankenhausentlassung Eine qualitative Studie zum Alltagserleben der Eltern
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Diplomica Verlag GmbH
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9783836626323
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1
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CHF 27.10
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Pädagogik
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German
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101
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kein Kopierschutz/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Vor dem Hintergrund aktueller Probleme um Kindesvernachlässigung und Misshandlung, die aus körperlicher und emotionaler Überforderung der Eltern resultieren können, soll die vorliegende Studie Einblicke in den Familienalltag von Eltern mit Frühgeborenen liefern. Da im Bereich der pädiatrischen Pflege nur wenige wissenschaftliche Erhebungen existieren, soll Ziel dieser qualitativen Studie die deskriptive Darstellung belastender und förderlicher Faktoren nach der Überleitung aus einem Perinatalzentrum ins häusliche Umfeld sein. Die Ergebnisse der Studie basieren unter Berücksichtigung ethischer Richtlinien auf zehn problemzentrierten Interviews, die mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse systematisch ausgewertet wurden. Schließlich konnte das elterliche Erleben zur häuslichen Versorgung von Frühgeborenen nach Krankenhausentlassung auf einer physischen, emotionalen, sozialen und organisatorischen Ebene formuliert werden. Innerhalb dieser vier Ebenen liegt der Schwerpunkt der Belastungen auf der emotionalen Ebene, was besonders stark in dem 'Gefühl, alleingelassen zu sein' zum Ausdruck kommt. Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit einer Integrierten Versorgung, bei der die Konzepte des Entlassungsmanagements, der gezielten Pflege-Überleitung und der individuellen Nachsorge übergreifend betrachtet und an den aktuellen Unterstützungsbedarf der Familien angepasst werden sollten. Um Schaffung neuer Schnittstellen bei der Vernetzung der stationären und häuslichen Versorgung vorzubeugen, wird ein ressourcen- und familienorientierter Case Management-Ansatz empfohlen.
Cornelia Frenzel, Kinderkrankenschwester und Diplom-Pflegewirtin, Pflege-Studium an der FH-Frankfurt am Main. Abschluss 2008 als Diplom-Pflegewirtin (FH).
Textprobe: Kapitel 3.1.1, Systematisches Vorgehen: Zunächst erfolgte eine allgemeine Recherche in der Fachzeitschrift 'Kinderkrankenpflege', verschiedenen elektronischen Datenbanken, im OPAC der FH - Frankfurt am Main, der Deutschen Nationalbibliothek und über die Homepages themenspezifischer Institutionen und Vereine (September-Oktober 2007). Dabei erfolgte eine Kombination verschiedener Fachbegriffe und Schlagwörter, um sich einen allgemeinen Überblick über das Thema zu verschaffen. Danach wurde eine Handsuche zum Thema in der Fachzeitschrift 'Pflege' ab dem Jahr 1995 vorgenommen sowie die Zeitschriften der SAGE Publication online (November 2007) nach einer bestimmten Suchstrategie recherchiert. Hierbei wurden die Schlagworte 'preterm', 'premature', 'discharge' oder 'experience' miteinander verknüpft und von 119 Treffern 5 relevante Artikel näher betrachtet. Die benannten Fachbegriffe wurden ebenfalls für die Online-Recherche in den Jahrgängen 2005 - 2007 im 'Journal of advanced nursing' verwendet. Danach wurde eine systematische Recherche in den fachspezifischen und wissenschaftlichen Datenbanken der Evidence Based Medicine Reviews (EBMR, Ovid Technologies, Inc.), Cumulative Index to Nursing& Alied Health Literature (Cinahl, Ebsco host Research Database) und PubMed (U.S. National Library of Medicine) mit einschlägigen Fachbegriffen und Schlagwörtern vorgenommen. Die Verwendung Logischer Operatoren bei der Kombination der in Anhang D dargestellten Schlagworte und deren Trunkierungen halfen bei der Erstellung einer systematischen Suchstrategie. Besondere Ausschlusskriterien und Begrenzungen der Suche wurden im Vorfeld kaum vorgenommen, wie im Folgenden noch näher begründet wird. Aufgrund der geringen Trefferzahl relevanter Literatur wurde mit anderen Schlagwörtern eine zweite Suchstrategie entwickelt (Dezember 2007) und in denselben Datenbanken nochmals recherchiert. In dritter Instanz wurde in der Datenbank PSYNDEXplus (Ovid Technologies, Inc.; Februar 2008) systematisch gesucht, da bei der Literaturrecherche aufgefallen war, dass Belastungen der Eltern häufig unter dem psychologischen Aspekt der Verarbeitung einer Frühgeburt innerhalb wissenschaftlicher Literatur diskutiert wurden. Bei dieser Suche wiesen die Schlagwörter 'Pflege', 'Kinder', Belastungen', 'Eltern', 'Krankenhaus', 'Entlassung' und 'Lebensalltag' die meisten Trefferzahlen auf, die mittels verschiedener Kombinationen jedoch nur einen relevanten Artikel abbildeten. Abschließend wurden die Literaturangaben aus den relevanten Artikeln der zweiten und dritten Suchstrategie nach deren Themenrelevanz weiterrecherchiert. Dabei sind Artikel mit aktuellen wissenschaftlichen Aussagen (2002-2007) bevorzugt worden. Ältere Literatur wurde nur dann einbezogen, wenn es sich um besonders relevante Publikationen zum Thema handelte. Die Sichtung von nationalen und internationalen Leitlinien zum Entlassungsmanagement und Überleitungspflege von Frühgeborenen ergab nur einen Treffer, der, wie in Anhang B dargestellt, als weniger relevant bewertet wird. Bei der Auswahl der verwendeten Literatur wurden als Einschlusskriterien die Zielgruppe (Frühgeborene und deren Eltern), die Prozessdimension (Lebensalltag mit einem Frühgeborenen) und ein bestimmter Zeitraum (die ersten Monate nach Krankenhausentlassung) festgelegt und dabei die im Kapitel 1.2 formulierten Fragen berücksichtigt. An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass die anfänglich allgemeine Suche zunächst unstrukturiert durchgeführt wurde, um sich einen allgemeinen Überblick über das Thema zu verschaffen und daraus eine systematische Suchstrategie anzulegen. Außerdem konnte dabei eine Sammlung an möglichen Schlagwörtern angelegt werden, die speziell auch für die internationale Literatur genutzt werden konnte. Zusätzlich ergab sich somit eine Zusammenstellung verschiedener nationaler/internationaler Fachzeitschriften, Organisationen und Institutionen (vgl. Anhang A). Da die erste Suchstrategie in den oben benannten Datenbanken jedoch generell wenig relevante Treffer mit den oben genannten Einschlusskriterien ergab, wurde eine zweite Suchstrategie mit Schlagwörtern aus den relevanten Artikeln der ersten Suchstrategie gewählt und in denselben Datenbanken durchgeführt, um zu überprüfen, ob die geringe Anzahl der relevanten Treffer in den ausgewählten Schlagwörtern begründet liegt. Angesichts der Erwartung, wenig relevante Literatur zu diesem Thema zu finden, erwies es sich als sinnvoll, die Limits der Suchstrategie nur sehr geringfügig einzuschränken, um wesentliche Artikel dadurch nicht auch noch auszuschließen. Schließlich wurden von 27 relevanten Artikeln acht Texte genauer betrachtet und diese mit den Ergebnissen der dritten Rec
Zusammenfassung
3
Abkürzungsverzeichnis
5
Abbildungsverzeichnis
6
Inhaltsverzeichnis
7
Einleitung
9
1 Theoretische Überlegungen in Bezug aufEntlassung und Überleitung von Frühgeborenenin die häusliche Versorgung
15
1.1 Perspektive der Familienorientierten Pflege
15
1.2 Konzepte der Vernetzung der stationären und häuslichenVersorgung
18
1.2.1 Entlassungsmanagement
18
1.2.2 Pflege-Überleitung
19
1.2.3 Nachsorge
21
2 Forschungsdesign
24
2.1 Literaturrecherche
24
2.1.1 Systematisches Vorgehen
24
2.1.2 Ergebnisse der Recherche und Schlussfolgerungen
26
2.2 Feldzugang
28
2.3 Stichprobe
29
2.4 Ethik und Datenschutz
29
2.5 Methodisches Vorgehen
30
2.5.1 Auswahl des Studiendesigns
30
2.5.2 Entwicklung des Interviewleitfadens
31
2.5.3 Datenerhebung
33
2.5.4 Datenauswertung
35
2.5.5 Gütekriterien
45
3 Ergebnisse
47
3.1 Belastende Aspekte
47
3.2 Unterstützende Faktoren
50
3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
53
4 Diskussion der Ergebnisse
55
4.1 Schlussfolgerungen zu den Einzelfallanalysen
55
4.2 Schlussfolgerungen der generalisierten Analyse
59
4.3 Zusammenfassung der Diskussion
63
4.4 Reflexion der Methodik
66
5 Resümee und Ausblick
71
Literaturverzeichnis
73
Glossar
82
Anhang
83