Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Training zur Förderung unternehmerischer Potenziale
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Eva Schmitt-Rodermund, Elke Schröder
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Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Training zur Förderung unternehmerischer Potenziale
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Hogrefe Verlag Göttingen
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9783840918810
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1
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CHF 32.60
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Management
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German
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197
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Sie? Ihre Schüler? Ihre Studenten? Die Teilnehmer eines von Ihnen angebotenen Weiterbildungsprogramms? Jeder in einer Phase beruflicher Orientierung profitiert von diesem Trainingsprogramm. Ziel ist es, die eigenen unternehmerischen Fähigkeiten einzuschätzen, Kenntnisse über die Führung eines Unternehmens zu erwerben und Techniken zu erlernen, die für eine Unternehmensgründung, ebenso aber auch im Berufsleben generell, unverzichtbar sind. Das Training richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene in Situationen der beruflichen (Um-)Orientierung. Es erlaubt mittels verschiedener Übungen, Spiele und einer Computersimulation, das eigene Wissen über unternehmerisches Tun und das dafür notwendige Rüstzeug zu erweitern und sich selbst im Spiegel unternehmerischer Persönlichkeitseigenschaften anzuschauen.
Ganz praktisch werden Fähigkeiten und Techniken trainiert, die ein erfolgreicher Gründer haben sollte, beispielsweise im Bereich Führung, Überzeugen, Problemlösen oder Kreativität. Das Programm umfasst 10 Unterrichtseinheiten von je 90 Minuten Dauer, kann aber auch im Sinne eines Baukastenprinzips genutzt werden.
6 Ergebnisse einer Evaluationsstudie zum Trainingsprogramm
(S. 44-45)
In der Trainingspraxis existiert eine Vielzahl von Programmen mit viel versprechenden Inhalten, doch leider weiß man häufig nicht, ob ein Programm tatsächlich hält was es verspricht und zu den intendierten Zielen führt. Aussagen über die Wirksamkeit eines Programms sind jedoch sehr wichtig, da sie letztendlich die Legitimation der Maßnahme ausmachen.
Zur Bewertung eines Trainingsprogramms können verschiedene Kriterien herangezogen werden. Beispielsweise können die Trainingsleiter und Teilnehmer befragt werden, wie zufrieden sie mit dem durchgeführten Training waren. Die Einschätzung der Beteiligten kann wichtige Hinweise darüber liefern, ob beispielsweise das Training verständlich war, die Inhalte im geplanten Umfang durchgeführt werden konnten, die Beteiligten mit den vorgegebenen Trainingsmaterialien gut zurecht kamen und schließlich, ob das Programm Spaß gemacht hat.
Über die Bewertung durch die Beteiligten eines Trainings hinaus sollte bei einer Programmevaluation erfasst werden, ob am Ende eines Trainings die intendierten Trainingsziele, etwa die Verbesserung der Teamfähigkeit einer Gruppe, erreicht werden konnten. Je klarer die angestrebten Ziele dabei formuliert sind, desto einfacher lassen sich diese überprüfen. Neben der generellen Wirksamkeit interessiert, ob ein Programm für bestimmte Teilgruppen besonders wirksam ist. Denkbar wäre, dass die Teilnehmer je nach ihrem Erfahrungshintergrund, ihrem Alter oder ihren Persönlichkeitseigenschaften unterschiedlich von einem Training profitieren. Ein drittes Kriterium im Rahmen der Trainingsevaluation bildet schließlich die Frage, ob bestimmte Trainingselemente besonders zur Wirksamkeit des Programms beitragen. Ergebnisse dieser Art können zur Optimierung des Programms herangezogen werden. Die hier angeführten Kriterien bilden die Grundlage einer umfassenden Evaluationsstudie, in der die Effektivität des Trainings „Wer hat das Zeug zum Unternehmer?" untersucht wurde. In der Studie wurden sowohl die einzelnen Trainingsbausteine durch die Trainingsleiter und Teilnehmer bewertet als auch Veränderungen der Teilnehmer nach dem Training hinsichtlich verschiedener Ergebnisvariablen erfasst.
6.1 Methode
Im Folgenden wird zunächst eine Beschreibung der Teilnehmer gegeben, mit denen das Trainingsprogramm erprobt und in seiner Wirksamkeit evaluiert wurde. Anschließend wird im Abschnitt „Durchführung" detailliert beschrieben, an welchen Stellen sich die Bausteine des evaluierten Trainingsprogramms von dem in diesem Band vorgestellten Programm unterscheidet.
6.1.1 Stichprobe
Die Untersuchung zur Wirksamkeit des Unternehmertrainings wurde im Schulkontext durchgeführt. An der Befragung nahmen 623 Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 aus insgesamt 11 Schulen teil.
6.1.1.1 Schulen
Bei den Schulen handelte es sich um verschiedene Schultypen. Es beteiligten sich Haupt- und Realschulen4 mit 6 Klassen (165 Schüler), 1 Berufsschule mit 2 Klassen (51 Schüler) und 7 Gymnasien mit insgesamt 10 Klassen (407 Schüler).
6.1.1.2 Alter
Im Durchschnitt waren die befragten Teilnehmer 16 Jahre alt, wobei die Alterspanne insgesamt von 14 bis 26 Jahren reichte. Der Anteil an Mädchen (53 %) und Jungen (47 %) war annähernd ausgewogen.
6.1.1.3 Trainingsgruppe
Die Schüler wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bildete die Trainingsgruppe mit n = 321 Schülern. Diese Schüler erlebten das Training mit allen 10 Bausteinen entweder im regulären Unterricht oder zu Projekttagen mit ihren Lehrern als Trainingsleitern.
6.1.1.4 Kontrollgruppe
Die zweite Gruppe bildeten die Kontrollschüler (n = 302). Diese Schüler erhielten kein Training, waren ansonsten jedoch mit den Trainingsschülern vergleichbar, d. h. sie waren im Durchschnitt gleich alt, kamen jeweils aus derselben Klassenstufe und Schule und beantworteten den Evaluationsfragebogen im selben zeitlichen Abstand wie die Trainingsschüler.
6.1.2 Durchführung
In den Schulen, die an der Evaluationsstudie teilnahmen, wurde das Trainingsprogramm komplett mit allen 10 Trainingsbausteinen durchgeführt. Die ursprüngliche Trainingsversion, auf der die hier berichteten Evaluationsergebnisse basieren, unterscheidet sich geringfügig von den Trainingsinhalten, wie Sie sie in diesem Buch finden. Dies betrifft die Bausteine „Führung", „Problemlösen", „Leistungsmotivation" und „BWL-Grundlagen". Die Inhalte dieser Bausteine wurden nach der Trainingsevaluation optimiert. In der ersten Trainingsversion erfolgte der Turmbau im Baustein „Führung" mit Hilfe von Holzklötzen. Aus Gründen der Praktikabilität wurden die Holzklötze inzwischen durch Papierbögen ersetzt. Im Baustein „Problemlösen" kam im Rahmen der Evaluationsstudie neben der Fünf-Schritte-Technik noch eine Computersimulation zum Einsatz.
Diese hat sich jedoch für die Teilnehmer nicht bewährt. Der Schwerpunkt des Bausteins „Motivation" lag in der ersten Trainingsfassung auf dem Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen. Dazu wurden mit den Teilnehmern neben einem Selbsttest persönliche Erfolge und Misserfolge besprochen. Es zeigte sich, dass es vielen Teilnehmern unangenehm war, über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten. Der Baustein wurde daher neu gestaltet. Im Baustein „Betriebswirtschaftliche Grundlagen" schließlich wurde das ursprüngliche Computerspiel, welches noch auf DOS Ebene basierte, inzwischen durch die von uns entwickelte Computersimulation „Flowerpower" ersetzt.
Vorwort
10
Inhalt
12
1 Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Ein Training zum Thema der beruflichen Selbstständigkeit
16
2 Berufliche Entwicklung und unternehmerische Selbständigkeit im Spiegel der Forschung
19
Die Ausgangslage
20
Risiken
20
Chancen
20
Eine Strecke mit Hindernissen: Wege in den (richtigen) Beruf
21
Zeitpunkt \(erster\) beruflicher Pläne
21
Inhalte beruflicher Pläne
24
Wer entscheidet sich für was? Berufswahl
25
Hollands Theorie des beruflichen Typs
25
Lents Thesen zur Rolle der Selbst-wirksamkeit bei der Berufswahl
26
Schlussfolgerungen aus den beiden Theorien
27
Vorläufer des beruflichen Erfolgs
27
Beruflicher Erfolg – was ist das eigentlich?
27
Allgemeine Vorläufer beruflichen Erfolgs
28
Erfolg in bestimmten Berufen
29
Erfolgreich in der unternehmerischen Selbstständ
30
Persönlichkeitseigenschaften
31
Fähigkeiten und Fertigkeiten
33
Schlussfolgerung: Es bedarf eines Trainings
34
Hintergründe eines Trainings zum Thema unternehm
35
3 Ziele des Trainingsprogramms
37
4 Grundlagen und Ablauf des Trainings
38
4.1 Trainingsinhalte
38
4.2 Baukastenprinzip: Wählen Sie, was benötigt wird
39
4.3 Zeitbedarf
39
4.4 Aufbau der Trainingsbausteine
40
4.5 Trainingsaufbau
40
4.5.1 Wissensvermittlung
41
4.5.2 Verhaltenstraining
41
4.5.3 Selbsterkenntnis
41
4.6 Weitere Anmerkungen
41
4.6.1 Methodenvielfalt
41
4.6.2 Methoden zur Gruppenbildung
42
5 Zielgruppen
44
5.1 Anwendungsbeispiele und Variationsmöglichkeiten des Trainings
44
5.1.1 Anwendung in der Schule
44
Verschiedene Schultypen
44
Klassenstufe
45
Zusammenspiel fachlicher und persönlicher Kompe
45
Projekttage
45
Einbettung in den Unterricht
45
Den Auftakt des Trainings erfolgreich gestalten
46
Spaß oder Ernst? Charakter des Trainings
46
5.1.2 Anwendung für Erwachsene
47
5.1.3 Gibt es Bausteine, die für bestimmte Teilnehmergruppen besonders geeignet sind?
47
5.2 Computersimulation „Flowerpower“
48
5.3 Erweiterung des Trainings auf Assessment Center zur Potenzialeinschätzung
48
6 Ergebnisse einer Evaluationsstudie zum Trainingsprogramm
49
6.1 Methode
49
Stichprobe
49
Schulen
50
Alter
50
Trainingsgruppe
50
Kontrollgruppe
50
Durchführung
50
6.2 Bewertung des Trainings durch Lehrer und Schüler
51
Lehrerurteil
51
Schülerurteil
51
Lernzielverstän