: Walter Altmannsberger
: Kognitiv-verhaltenstherapeutische Rückfallprävention bei Alkoholabhängigkeit
: Hogrefe Verlag Göttingen
: 9783840916786
: 1
: CHF 24.40
:
: Angewandte Psychologie
: German
: 182
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Das koholabhängigen. Rückfallpräventions raining (R.P.T.) bietet auf der Grundlage des Rückfallmodells von Marlatt und Gordon einen strukturierten Zugang zur psychotherapeutischen Bearbeitung der Rückfallthematik mit Al-Das kognitiv-verhaltenstherapeuti ch orientierte Training unterstützt die Teilnehmer in 14 Sitzungen, ihre Abstinenzentscheidung zu vertiefen sowie ihre individuellen Kompetenzen zur Rückfallvorbeugung und -bewältigung zu stärken.

Anhand zahlreicher Gruppenübungen und mit Hilfe detaillierter Arbeitsaufgaben wird die Eigeninitiative der Teilnehmer gefördert. Charakterisiert wird das Vorgehen durch das Konzept des Selbstmanagements. Eine Viel-zahl von Strategien wird für eine zukünftige»Hilfe zur Selbsthilfe« erarbeitet. Fachleute aus dem Bereich der Suchttherapie finden in diesem Manual eine Fülle von Anregungen für die eigene Praxis.  

Kapitel 2 Inhaltliche und organisatorische Rahmenbedingungen (S. 32)

Nachdem im ersten Kapitel dargestellt wurde, auf welchen theoretischen Modellen und empirischen Grundlagen das Rückfallpräventionstraining basiert, sollen nun im folgenden Kapitel die Rahmenbedingungen und die konzeptionelle Gestaltung des R.P.T. detailliert beschrieben werden.

2.1 Anmerkungen zum Begriff Training

Das vorliegende Manual zur Rückfallprävention wurde mit Bedacht als Training bezeichnet. Das hat mehrere Gründe: Zum einen wird mit der Bezeichnung Training der aktive Lerncharakter des Programms hervorgehoben. Die Teilnehmer können im Rückfallpräventionstraining effektive Methoden kennen lernen, um sich auf Rückfallrisiken besser vorzubereiten und mit„Fehltritten“ (Rückfällen) konstruktiver umzugehen. Sie setzen sich also mit Fertigkeiten auseinander, die es ihnen erlauben, ihre Kompetenz zu erhöhen und ihre Reaktionen im Umgang mit schwierigen Situationen besser zu kontrollieren. Die Wirksamkeit dieser Bewältigungsfertigkeiten hängt allerdings davon ab, ob die Teilnehmer sie aktiv aufgreifen, also trainieren. Zum anderen können viele Patienten mit dem Begriff„Therapie“ relativ wenig anfangen und werden oft davon verunsichert.

Schnittstelle Training– Therapie

Die themenzentrierte Beschäftigung mit dem Thema Rückfall kann allerdings dazu führen, dass sich die Bereiche Training und Therapieüberschneiden. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten des Rückfalls werden häufig persönliche Probleme der Teilnehmer aktualisiert oder frühere, belastende Erfahrungen mit Rückfällen wiederbelebt. Ein starres und unflexibles Vorgehen des Trainers (Therapeuten) wäre in diesem Fall ungünstig. Daher muss dieses R.P.T. auch den Raum bieten, solche emotionalen Krisen im Sinne einer Krisenintervention aufzufangen oder solcheübergreifenden Themen unter derÜberschrift Risikobewältigung in den Trainingsablauf zu integrieren. Besonders die Eröffnungsrunden, in denen bisherige Themen reflektiert werden, können dazu genutzt werden. Ist eine stützende (ressourcenorientierte) Intervention nicht ausreichend oder würde das Vorgehen (vor allem bei tiefergehenden Schwierigkeiten) den zeitlichen Rahmen sprengen, sollte der Trainer auf die Möglichkeit zusätzlicher, therapeutischer Betreuung hinweisen. In keinem Fall dürfen solche Probleme jedoch„abgewürgt“ oder„unter den Tisch“ gekehrt werden. Die Verantwortung für den kompetenten Umgang mit schwierigen Situationen obliegt dabei dem Trainer und kann nicht automatisch der Gruppeübertragen werden (die damit oftüberfordert ist).

Inhaltsverzeichnis6
Vorwort8
Geleitwort9
Vorwort des Autors12
Kapitel 1 Theoretischer Hintergrund14
1.1 Anmerkungen zum Störungsbild „ Alkoholabhängigkeit“14
1.1.1 Verbreitung des Alkohols in der14
Gesellschaft14
1.1.2 Diagnostische Kriterien für15
Alkoholmissbrauch bzw.15
- abhängigkeit15
1.1.3 Sozial- kognitives Modell der16
Abhängigkeitsentwicklung16
1.2 Veränderung: Von der Ambivalenz zur Handlung18
1.2.1 Das Veränderungsmodell von18
Prochaska und DiClemente18
1.3 Zum Rückfall20
1.3.1 Rückfallquoten ( der „ 1. Blick“)20
1.3.2 Erscheinungsbild21
1.3.3 Weitere Ergebnisse ( der „ 2. Blick“)21
1.3.4 Schlussfolgerungen für die Praxis22
1.4 Das Rückfall(präventions)modell von Marlatt und Gordon22
1.4.1 Rückfall- Vorläufer22
1.4.2 Konfrontation mit Risikosituationen23
1.4.3 Die psychische Verarbeitung23
von „ Fehltritten“23
1.5 Psychotherapeutische Rückfallprävention25
1.5.1 Primäre und sekundäre Rückfallprävention26
1.5.2 Spezifische und globale Rückfallprävention26
1.5.3 Präventionsstrategien27
1.5.4 Ziele des Rückfallpräventionstrainings27
1.6 Empirische Wirksamkeit30
1.6.1 Untersuchungen zu Modellkomponenten30
des Rückfallmodells30
von Marlatt und Gordon30
1.6.2 Untersuchungen zur Effektivität30
kognitiv- behavioraler Rückfallprävention30
1.6.3 Nachbefragung zum R. P. T.31
Kapitel 2 Inhaltliche und organisatorische Rahmenbedingungen33
2.1 Anmerkungen zum Begriff Training33
Schnittstelle Training – Therapie33
2.2 Zur Funktion der Gruppe33
2.2.1 Der Trainer und die Gruppe34
2.2.2 Gruppenregeln34
2.3 Die Teilnehmer34
2.4 Der Trainer34
Zur Haltung des Trainers35
2.5 Aufbau und Schwerpunkte des Trainings36
2.5.2 Förderung von Aufmerksamkeitsprozessen37
2.5.3 Veränderung der Einstellung37
2.5.1 Reflexion und Stärkung der37
Veränderungsentscheidung37
2.5.4 Erhöhung der Kompetenz38
2.6 Binnenstruktur der Einheiten39
2.7 „Formale“ Rahmenbedingungen41
Zeitbudget41
2.8 Beispielhafte Anwendung im stationären Setting41
2.8.1 Das R. P. T. als komprimiertes42
Intensivtraining42
2.8.2 Variation als niedrigschwelliges43
Programm („ Rückfallwoche“)43
Kapitel 3 Das Trainingsmanual45
3.1 Einheit (0): „Vor dem Anfang“ – Informationstreffen zum R.P.T.45
3.1.1 Zum Vorgehen45
3.1.2 Zum Thema45
3.1.3 Zu den Zielen46
3.1.4 Zur Durchführung46
3.2 Einheit (1): Der Trainingsbeginn – Vorstellung und Einführung ins Training48
3.2.1 Zum Vorgehen48
3.2.2 Zum Thema48
3.2.3 Zu den Zielen49
3.2.4 Zur Durchführung49
3.3 Einheit (2): Vom Problem zur Krankheitseinsicht53
3.3.1 Zum Vorgehen53
3.3.2 Zum Thema53
3.3.3 Zu den Zielen54
3.3.4 Zur Durchführung54
3.4 Einheit (3): Entscheidung zur Abstinenz?!57
3.4.1 Zum Vorgehen57
3.4.2 Zum Thema57
3.4.3 Zu den Zielen58
3.4.4 Zur Durchführung58
3.5 Einheit (4): Das Präventionsmodell: „Expedition zum Berg der Freiheit“62
3.5.1 Zum Vorgehen62
3.5.2 Zum Thema62
3.5.3 Zu den Zielen63
3.5.4 Zur Durchführung63
3.6 Einheit (5): Rückfallvorboten erkennen66
3.6.1 Zum Vorgehen66
3.6.2 Zum Thema66
3.6.3 Zu den Zielen67
3.6.4 Zur Durchführung:67
3.7 Einheit (6): Rückfallgefahren erkennen71
3.7.1 Zum Vorgehen71
3.7.2 Zum Thema71
3.7.3 Zu den Zielen72
3.7.4 Zur Durchführung72
3.8 Einheit (7): Dem Verlangen widerstehen76
3.8.1 Zum Vorgehen76
3.8.2 Zum Thema76
3.8.3 Zu den Zielen77
3.8.4 Zur Durchführung78
3.9 Einheit (8): Hilfe bei emotionalen Tiefs83
3.9.1 Zum Vorgehen83
3.9.3 Zu den Zielen84
3.9.4 Zur Durchführung84
3.9.2 Zum Thema84
3.10 Einheit (9): Zum Umgang mit sozialen Konflikten: Frustrationen bewältigen – Streit entschärfen90
3.10.1 Zum Vorgehen90
3.10.4 Zur Durchführung91
3.10.2 Zum Thema91
3.10.3 Zu den Zielen91
3.11 Einheit (10): Alkoholangebote sicher ablehnen95
3.11.1 Zum Vorgehen95
3.11.2 Zum Thema96
3.11.3 Zu den Zielen96
3.11.4 Zur Durchführung97
3.12 Einheit (11): Der Weg in den Rückfall: das „2. Glas“ verhindern102