Ich mache mir Sorgen, Mama
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Wladimir Kaminer
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Ich mache mir Sorgen, Mama
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Manhattan
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9783894808440
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1
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CHF 2.70
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Erzählende Literatur
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German
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256
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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ePUB/PDF
Wladimir Kaminer ist nicht nur ein berühmter Autor, er ist auch der Sohn seiner Eltern, der Mann seiner Frau Olga und der Vater ihrer beiden Kinder Nicole und Sebastian. Dank ihnen steckt das tägliche Leben voller Herausforderungen und kurioser Erfahrungen, egal ob es um die sportlichen Exzesse von Wladimirs Vater geht, um die Versuche, Sebastian anhand dreier Krokodile im Zoo in die Geheimnisse der Sexualität einzuweihen, oder darum, die Wahrheit über Sankt Martin herauszufinden, den Nicole für den Chef des Religionsunterrichts hält. Zum unvergesslichen Erlebnis wird auch der Versuch, für Sebastian eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Die Fragen nach den Familienverhältnissen, Exfrauen und Vorstrafen des Dreijährigen lassen sich noch eindeutig beantworten. Schon schwieriger wird es bei den Punkten »Zweck des Aufenthaltes in der Bundesrepublik Deutschland« (der Vater wählt vorsichtig »usw.«), »Wie lange beabsichtigen Sie in der Bundesrepublik zu bleiben?« (»ewig« – oder doch lieber nur »lange«?) und »Haben Sie vor, eine Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik auszuüben?«. Wladimir Kaminer blickt seinem Sohn tief in die Augen und schreibt vorsichtig »nicht ausgeschlossen« … In diesen hinreißend komischen Geschichten beschreibt Wladimir Kaminer den ganz normalen Wahnsinn des Alltags wieder von seiner unterhaltsamsten Seite.
Wladimir Kaminer
wurde 1967 in Moskau geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Mit seiner Erzählsammlung »Russendisko« sowie zahlreichen weiteren Bestsellern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands.
Oft kommt es vor, dass ich von Schulklassen eingeladen werde. Nach der Lesung stellen mir die Schüler Fragen, allerdings wollen sie nie Näheres über den Inhalt meiner Geschichten wissen, sondern immer nur, was ich im Jahr verdiene und wie ich das ganze Geld ausgebe. Einige wenige fragen mich auch, ob ich auf Deutsch träume. Auch andere neugierige Leser versuchen, eine Verbindung zwischen mir und der deutschen Sprache herzustellen.
»Warum schreiben Sie auf Deutsch?«, fragen sie mich während der Lesungen und in ihren Briefen. »Haben Sie schon in Moskau in der Schule Deutsch gelernt? Sprechen Ihre Kinder Deutsch? Was lieben Sie an der deutschen Sprache?«
Ich verteidige mich mit aller Kraft. »Nein, ich habe Deutsch nicht in der Schule gelernt, sondern nur hier, aus Not«, erkläre ich. Als Schriftsteller und Journalist war ich an einem großen Lesepublikum interessiert, habe aber den Übersetzern immer misstraut. Und in Deutschland bleibt trotz aller Einwanderungsmassen Deutsch noch immer mit Abstand die einzige Sprache, die von den meisten verstanden und gelesen wird. Ein Sprachkünstler bin ich nie gewesen, für mich ist die Sprache nur ein Werkzeu
Inhaltsverzeichnis
3
Deutsch für Anfänger
6
Die Geologen und ihre heimliche Nachwuchsschulung
9
Der Fünftklässler
12
Sebastian und die Ausländerbehörde
15
Mein Vater, der Sportsfreund
18
Der Kindergeburtstag
21
Alle meine Terminatoren
24
Krieg und Frieden in der Bildung
27
Das sexuelle Leben der Marfa K.
29
Das Fernsehen in meinem Leben
34
Werbung für Eltern
36
Mein Vater, der Zyniker
38
Menschenrechte
41
Teneriffa
43
Playmobil
48
Das dritte Krokodil
50
Vaters Geburtstag
52
Rotschwänzchen am Tag der Liebesparade
54
Ab in die Schule
57
Dostojewski
59
Berlin, wie es singt und tanzt
61
Deutscher Pass
63
Macho-Märchen
67
Fu
69
Applikator Lapko
71
Mein Vater und der Krebs
74
Immer lebe die Sonne
78
Kein Wort mehr über meine Tante
80
Früher war alles besser
82
Sankt Martin
84
Was taugen junge Weihnachtsmänner von heute gegen das alte Väterchen Frost?
86
Mein Vater als Geschäftsmann
88
Freche Früchtchen unterwegs
92
Wintersport
94
Ibiza
96
Salsa für meinen Vater
101
Das Leben ist ein dunkler Park
103
Berliner Kaninchen
106
Mehr über die Welt erfahren
108
Service-Mentalität
111
Die Raubpflanze
114
Zwei zweieiige Zwillinge entdecken Berlin
116
Ein Spaziergang auf der Schönhauser Allee an einem besonders heißen Tag
118
Unsere Dialekte
120
Fauna auf der Schönhauser Allee
122
Die wahre Natur
124
Das Bessere ist der Feind des Guten
126
Irgendwas
128
Berlin, Frühling, sechzehn Uhr zwanzig
130
Losing my tradition
132
Die Kinder der Nacht
134
Über das Buch
137
Über den Autor
138
Copyright
139