: Karin Reichel
: Reorganisation als politische Arena Eine Fallstudie an der Schnittstelle zwischen öffentlichem und privatwirtschaftlichem Sektor
: Gabler Verlag
: 9783834960825
: 1
: CHF 43.90
:
: Management
: German
: 340
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Geleitwort Schon aufgrund der bedrückenden Staatsverschuldung steht der öffentliche Sektor mit seinen Aufgaben auf absehbare Zukunft in einem starken Maße unter finanzi- lem Legitimationsdruck. Sein Privileg ist noch immer, dass faktisch dieser Druck meist nicht zu Betriebsstilllegungen und Massenentlassungen führt. Stattdessen ist der öffentliche Sektor unter dem Vorzeichen einer stagnierenden bzw. schrumpf- den Entwicklung ganz besonders gefordert, Gewinne im Sinne ökonomischer wie sozialer Effizienz durch Binnenmodernisierung zu erzielen. Dem Wandel haftet in Wissenschaft wie Praxis durchaus Stabilität an. Seit jeher werden Organisationen nicht nur geschaffen sondern auch – mehr oder weniger geplant und erfolgreich – umgestaltet, so dass insgesamt für eine Stabilität und langfristige Überlebensfäh- keit einer Organisation, eines Systems offensichtlich Wandel notwendig ist. Jenseits dieser Allgemeinheit sind die Mühen der Ebene unvermeidlich: Wie wird die Ver- derung eines Umsystems verarbeitet? Durch wen erfolgen Anpassungsprozesse? Wird auch aktiv gehandelt? Handelt es sich um den Wandel der Organisationen oder eher um Austausch – Entstehung und Untergang? All diese Fragen und weitere sind in ihrer Komplexität nur aus einer gewählten Perspektive mit einem bestimmten - kenntnisziel produktiv zu bearbeiten. Hier hat sich Frau Reichel für eine verhalte- wissenschaftlich geprägte Analyse des organisationalen Wandels entschieden, in der neben betriebswirtschaftlichen Aspekten insbesondere psychologische und sozio- gische Erkenntnisse Berücksichtigung finden. Im Rahmen dieser Herangehensweise hat sie sich aus gutem Grund – wie noch gezeigt werden wird – für eine mikropoli- sche Analyse entschieden.

Geleitwort6
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis9
1 Einleitung17
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit17
1.2 Skizzierung des Vorgehens19
2 Reorganisation im öffentlichen Sektor22
2.1 Das tradierte Organisationsmodell und seine Dysfunktionalitäten22
2.2 Die dominierenden Reformkonzepte30
2.2.1 Das Konzept des New Public Management33
2.2.2 Das neue Steuerungsmodell42
2.3 Veränderungsprozesse gestalten58
2.3.1 Betriebswirtschaftlich-instrumentelle Perspektive62
2.3.2 Sozial-technologische Perspektive66
2.3.3 Erfolgsfaktoren für Veränderungsprozesse72
2.3.4 Nicht intendierte Wirkungen von Rückentwicklung85
2.4 Stand der Umsetzungsdiskussion89
3 Theoretischer Bezugsrahmen103
3.1 Reorganisation und (Mikro-)Politik103
3.2 Die strategische Organisationsanalyse nach Crozier und Friedberg107
3.2.1 Die Organisation als soziales Handlungsfeld108
3.2.2 Die Organisation als Machtsystem110
3.3 Kritik und konzeptionelle Weiterentwicklungen123
3.3.1 Die strukturelle Bedingtheit von Macht(-Ressourcen)123
3.3.2 Die Spezifizierung des Spiele-Konzeptes126
3.3.3 Die systematische Analyse (mikro-)politischer Situationen130
3.4 Empirische Befunde der Verwendungsforschung160
3.5 Fazit und konzeptioneller Bezugsrahmen170
4 Methodisches Vorgehen174
4.1 Der Forschungsansatz174
4.2 Die Rolle der (Aktions-)Forscherin181
4.3 Erhebungsverlauf und Erhebungsverfahren185
4.4 Darstellung und Auswertung des empirischen Materials189
4.5 Anmerkungen zu forschungsethischen Frage195
5 Betriebsfallstudie199
5.1 Einleitung und Überblick199
5.2 Die Zentraleinrichtung Botanischer Garten Botanisches Museum199
5.2.1 Der Botanische Garten in Berlin-Dahlem199
5.2.2 Der strukturelle Kontext203
5.2.2.1 Die Aufbauorganisation203
5.2.2.2 Die Ablauforganisation207
5.3 Die Reorganisation213
5.3.1 Das Forschungsund Entwicklungsprojekt215
5.3.2 Die Erkenntnisse aus der Grobanalyse221
5.3.3 Die Erkenntnisse aus der Feinanalyse223
5.3.4 Feedback an die Beteiligten244
5.3.5 Die Erarbeitung des neuen Organigramms247
5.3.6 Die Umsetzungsphase248
5.3.7 Zwischenfazit266
6 Reorganisation als Machtspiel269
6.1 Die traditionellen AkteurInnen271
6.1.1 Ihre Ressourcen im Routinespiel272
6.2 Die AkteurInnen in der Regelsetzungsphase285
6.3 Die AkteurInnen in der Regelinterpretationsphase288
6.3.1 Die BeraterInnen und BegleitforscherInnen als Meta-Spieler290
6.3.2 Der Kampf der Häuptlinge294
6.3.3 Die Beschäftigten und ihre Interessenvertretung299
6.4 Die Regelumsetzungsphase304
6.4.1 Widerstand als politischer Abstimmungsprozess305
6.4.2 Der Kampf der Systeme307
7 Schlussbetrachtungen und Ausblick314
7.1 Rückblickende Betrachtung der Vorgehensweise314
7.2 Zusammenfassung der Ergebnisse317
7.3 Folgerungen für die Praxis und weiterer Forschungsbedarf322
Literaturverzeichnis326
Anhang348