: Sabine Hoidn
: Lernkompetenzen an Hochschulen fördern
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531923741
: 1
: CHF 37.50
:
: Pädagogik
: German
: 499
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF


Dr. oec. HSG Sabine Hoidn ist Postdoctoral Fellow in Education an der Harvard University, Graduate School of Education (USA), Marie Curie-Fellow der Europäischen Union sowie Lehrbeauftragte an der Universität St. Gallen (HSG).
IV Explorativer Teil(S. 152-153)

Im Folgenden werden die Ergebnisse der drei explorativen Fallstudien vorgestellt (Kapitel 1 bis 3). Für jeden Fall werden jeweils der Forschungskontext und die Konzeption der Fallstudie skizziert sowie die Ausgestaltung der didaktischen Innovationen im Untersuchungsfeld anhand der definierten Charakteristika Organisation, Inhalte und Methoden detailliert beschrieben.

Daran anschliessend wird auf der Grundlage der empirischen Daten der jeweiligen Fallstudie und gestützt auf Originalaussagen im Rahmen von Befragungen analysiert, welche Anforderungen das Lernen in den untersuchten technologiegestützten Lernumgebungen an die Lernenden stellt, welche Lernvoraussetzungen die Lernenden mitbringen bzw. welche strategischen Lernhandlungen sie einsetzen und welche Lernbedingungen sich aus Sicht der Lehrenden und Lernenden förderlich oder hinderlich auf das selbstorganisierte Lernen auswirken.

Daran schliesst sich eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse aus den drei Einzelfalldarstellungen an (Kapitel 4), bevor in Teil V dieser Arbeit – im Zuge einer fallvergleichenden Analyse über alle drei Fallstudien und anknüpfend an relevantes wissenschaftliches Wissen – eine gegenstandsbegründete Grounded Theory, d. h. ein Lernmodell zur Förderung von Lernkompetenzen, entwickelt wird. Die Interpretationsschritte von den empirischen Daten hin zu den generierten Erkenntnissen sollen für jeden Fall ausführlich und ergebnisorientiert dargelegt werden.

In Teil IV stehen die nachvollziehbare Interpretation der untersuchten Fälle sowie die Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse aus den drei Fallstudien im Mittelpunkt. Erst im Zuge der Theoriebildung in Teil V werden vergleichende Verallgemeinerungen aus der Fallinterpretation extrahiert und mit Literaturanalysen kombiniert. Dadurch soll einer „selektiven Plausibilisierung“ (Flick, 2007a: 488) entgegengewirkt werden, und die subjektive Nachvollziehbarkeit soll erhöht werden.

1 Fallstudie Oldenburg

1.1 Forschungskontext


Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sich im Jahr 2005 ein gesamtuniversitäres Leitbild 2010 gegeben, das u. a. „eine Lehre, die durch Forschungsorientierung, Interdisziplinarität und intensive Betreuung gekennzeichnet ist“, „eine nationale Spitzenstellung in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern“ sowie eine „konsequente Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien“ (Carl von Ossietzky Universität, 2005) ausweist.

Der Grundsatz des lebenslangen Lernens sowie eine enge Verknüpfung von Forschung und Lehre im Rahmen forschungsorientierter Bachelor- und Master- Studiengänge sowie die Persönlichkeitsbildung der Studierenden nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Die (fach-)didaktische Forschung soll ausgebaut und deren Ergebnisse sollen in die konkrete Ausbildungsgestaltung integriert werden. Zudem sollen innovative Lehrformen und innovative Formen der Studienorganisation gefördert werden.
Inhaltsübersicht6
Inhaltsverzeichnis8
Zusammenfassung14
Abstract15
Abkürzungen16
Abbildungen18
I Konzeptioneller Teil21
1 Relevanz der Problemstellung21
2 Untersuchungskontext24
3 Zielklärung und Präzisierung des Forschungsproblems26
4 Terminologische Klärungen28
4.1 Theorieverständnis28
4.2 Lernverständnis29
4.3 (Lern-)Kompetenzverständnis32
5 Aufbau der Untersuchung34
II Metatheoretischer Teil37
1 Wissenschaftsphilosophische Basis37
1.1 Wissenschaftstheoretischer Hintergrund38
1.2 Erkenntnistheoretische Annahmen42
1.2.1 Zur Unzulänglichkeit einer induktiven und deduktiven Erkenntnislogik43
1.2.2 Zur Notwendigkeit einer abduktiven Erkenntnislogik45
1.3 Wissenschaftsnormative Festlegungen48
1.3.1 Erkenntnisziele sozialwissenschaftlichen Handelns48
1.3.2 Werturteile und sozialwissenschaftliches Handeln50
2 Programmatik einer qualitativ-interpretativen Methodologie52
2.1 Forschungslogik einer pragmatistisch-interaktionistischen Methodologie53
2.1.1 Paradigmatisch-methodologische Grundlagen53
2.1.2 Forschungslogische Regeln für die Theoriebildung57
2.2 Grounded Theory Methodologie1359
2.2.1 Grounded Theory als konzeptioneller Rahmen60
2.2.2 Arbeitsschritte im Forschungsprozess62
2.3 Heuristische Leitlinien für das wissenschaftliche Handeln71
2.3.1 Qualitativ orientierter Forschungsprozess71
2.3.2 Gütekriterien qualitativ orientierter Methodologie75
3 Forschungsmethodische Konzeption84
3.1 Überblick über das qualitativ orientierte Forschungsdesign84
3.2 Begründung des explorativen Fallstudiendesigns86
3.3 Forschungsmethoden93
3.3.1 Datenerhebung93
3.3.2 Dateninterpretation und -auswertung95
3.3.3 Dokumentation97
III Theoretischer Teil98
1 Lerntheoretische Paradigmen99
1.1 Behavioristische Lerntheorien99
1.2 Kognitivistische Lerntheorien101
1.3 Konstruktivistische Lerntheorien102
2 Didaktische Leitprinzipien104
2.1 Problemorientierung104
2.2 Handlungsorientierung107
2.3 Situationsorientierung111
3 Lernmodelle112
3.1 Didaktische Modelle112
3.1.1 Bildungstheoretische Didaktik115
3.1.2 Lerntheoretische Didaktik118
3.1.3 Konstruktivistische Didaktik121
3.2 Modelle zum selbstgesteuerten Lernen127
3.2.1 Rahmenmodell des fremd- und selbstgesteuerten Lernens129
3.2.2 Motivationale und kognitive Komponenten selbstgesteuerten Lernens131
3.2.3 Sechs-Komponenten-Modell des selbstregulierten Lernens133
3.2.4 Sozial-kognitives Modell der Selbstregulation135
3.2.5 Mehrdimensionales Strukturmodell des Handelns138
3.2.6 Modell für das selbstgesteuerte Lernen139
3.2.7 Zusammenfassende Betrachtung142
4 Probleme gegenwärtiger didaktischer Theoriebildung143
5 Forschungsrahmen zur pädagogisch-didaktischen Theoriebildung146
5.1 Paradigmatische Verankerung146
5.2 Legitimation des didaktischen Handelns148
5.3 Grundlinien der didaktischen Theorie151
IV Explorativer Teil153
1 Fallstudie Oldenburg153
1.1 Forschungskontext153
1.2 Konzeption der Fallstudie156
1.2.1 Vorstudie156
1.2.2 Forschungsfokus und Forschungsdesign160
1.3 Didaktische Innovationen164
1.3.1 Organisation164
1.3.2 Inhalte170
1.3.3 Methoden171
1.3.4 Lernwirksamkeit im Vergleich zu traditionellen Veranstaltungen174
1.4 Analyse des Lehr-Lernkontextes176
1.4.1 Anforderungen an Lernende176
1.4.2 Lernvoraussetzungen und (strategische) Lernhandlungen181
1.4.3 Förderliche Lernbedingungen191
1.4.3.1 Organisation191
1.4.3.2 Inhalte194
1.4.3.3 Methoden195
1.4.4 Hinderliche Lernbedingungen199
1.4.4.1 Organisation199
1.4.4.2 Inhalte202
1.4.4.3 Methoden203
1.4.5 Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse207
1.4.5.1 Anforderungen sowie Lernvoraussetzungen und Lernhandlungen208
1.4.5.2 Förderliche und hinderliche Lern