: Günther Robert, Kristin Pfeifer, Thomas Drößler
: Günther Robert, Dipl. Päd. Kristin Pfeifer, Thomas Drößler
: Aufwachsen in Dialog und sozialer Verantwortung Bildung - Risiken - Prävention in der frühen Kindheit
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531926933
: 1
: CHF 23.90
:
: Sonstiges
: German
: 308
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die frühen Entwicklungsjahre von Kindern sind in den vergangenen Jahren in zunehmendem Ausmaß ins Blickfeld der öffentlichen und fachlichen Aufmerksamkeit geraten. Neben der Familie richtet sich das Interesse insbesondere auf Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. Das Spektrum der einschlägigen Diskussionen reicht von der Neu- bzw. Wiederentdeckung der Kitas als Bildungseinrichtungen bis hin zu deren Eingliederung in neue Netzwerke des Kinderschutzes. Der Band 'Aufwachsen in Dialog und sozialer Verantwortung' setzt hier spezifische Akzente, indem er einerseits wichtige Diskurslinien nachzeichnet sowie grundlegende Begrifflichkeiten und Konzepte weiter entwickelt. Andererseits werden Rahmenbedingungen, Handlungsansätze und Praxisprojekte vorgestellt und diskutiert. Bezugspunkte dafür sind v.a. der Wandel von Lebenslagen und der Bedingungen des Aufwachsens von Kindern.

Günther Robert ist Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Evangelischen Hochschule Dresden (FH).
Kristin Pfeifer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Arbeitsstelle für Praxisberatung, Forschung und Entwicklung (apfe) der Evangelischen Hochschule Dresden (FH).
Thomas Drößler ist Leiter des Kompetenzzentrums 'Aufwachsen in sozialer Verantwortung' an der Arbeitsstelle für Praxisberatung, Forschung und Entwicklung (apfe) der Evangelischen Hochschule Dresden (FH).

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Inhalt5
Einleitung7
Welches sind günstige Rahmenbedingungen für die ersten Jahre des Aufwachsens? Wie können diese in Einrichtungen öffentlicher Sozialisation gefördert werden? Überlegungen auf der Grundlage eines laufenden Forschungsprojekts 120
Einleitung20
Das zentrale Risiko bei Kindeswohlgefährdung: die Triade fehlt22
Strukturbedingungen sozialisatorischer Interaktion23
Ist die Familie am Ende? Und wenn ja: Was kommt danach? Und wenn nicht: Was folgt daraus?28
Öffentliche Erziehung als Krieg gegen die Familie oder als Familienunterstützung?30
Frühe Hilfen: Paradoxien der Prävention31
„Keiner fällt durchs Netz“: ein familienorientiertes Projekt früher Hilfen.33
Professionelles Handeln als Voraussetzung für eine Haltung der Anerkennung36
Ein Fallbeispiel38
Professionelles Handeln statt Prävention? Oder eine andere Prävention?42
Schluss43
Literatur44
Verwirklichungschancen von Anfang an: Frühe Förderung als Beitrag zur Befähigungsgerechtigkeit47
Erste Leitlinie: Stärkung der Lebenssouveränität47
Vierte Leitlinie: Förderung positiver Entwicklungsbedingungen48
Fünfte Leitlinie: Befähigungsgerechtigkeit50
Sechste Leitlinie: Bildungsgerechtigkeit50
Siebte Leitlinie: Inklusion51
Neunte Leitlinie: Lebensverlaufsperspektive51
Frühe Förderung: Unterschiedliche Zugänge52
Zu 1: Kindeswohl als staatliche Kontrollaufgabe53
Zu 2: Kindeswohl durch Risikoprävention53
Zu 3: Gesundheitsförderung als Ressourcenförderung54
Gegen eine Reduktion früher Hilfen auf Kontrolle54
Frühe Förderung als synergiegestütztes Angebot57
Förderung des Kindeswohls: Verwirklichungschancen für einen guten Start ins Leben61
Verwirklichungschancen: Capability61
Gesundheitsförderung als Befähigung62
Welche Ressourcen brauchen Heranwachsende zur produktiven Lebensbewältigung?64
Literatur67
Moderne Kindheiten – Funktionale Autonomie als paradox wirkende Zielbestimmung von Sozialisation und pädagogischem Handeln69
A69
Kindheiten69
Bestimmende Komponenten69
„Natürliches“ Aufwachsen im sozialen Kontext71
Kindheit als Chiffre72
Institutionalisierung und Organisierung der Kindheit73
B74
Sozialer Wandel, veränderte Vergesellschaftung, neue Anforderungen – die Entdeckung des Kindes als wachsende Persönlichkeit74
Programmatische Anthropologien76
C78
Das Kind als Person78
Exkurs zum Begriff der Person79
Dialog – Das Soziale der Sozialisation81
D82
Ein neuer (?) Blick auf Sozialisation und Erziehung82
E85
Inszenierte Naturwüchsigkeit – veranstaltete Kindheit85
Literatur89
Sprachlose Pädagogik? – Zur Diskrepanz von Präventionsprogrammatik, pädagogischem Selbstverständnis und pädagogischer Arbeitspraxis93
Einleitung93
Defizite in der Programmatik von Prävention96
Unangemessenes Wirkungsverständnis97
Normalitätsfiktionen100
Exkurs: Prävention von Analphabetismus?102
Kontexte105
Zwischenfazit107
Implikationen/Fallbezug107
Fazit/Ausblick112
Literatur114
Präventive Skepsis oder: „Wo sind wir da hineingeraten?“ Zur Diskussion neuer Anforderungen und Erwartungen an Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.117
Einleitung oder: Prävention hat Konjunktur117
Die frühe Kindheit im Fokus: Bildung, Risiko und soziale Benachteiligung119
Die Parallelität einer Verengung und Erweiterung des Bildungsverständnisses122
Neue Bezugsrahmen der frühpädagogischen Diskussion124
Prämissen und Konzepte125
Prävention durch (frühe) Bildung?129
Implizite und explizite Voraussetzungen131
Kindheiten und Kontexte133
Bildung in Kindertageseinrichtungen135
Eine Bilanz142
Literatur146