: Anna Daun
: Auge um Auge? Intelligence-Kooperation in den deutsch-amerikanischen Beziehungen
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531927053
: 1
: CHF 31.90
:
: Politikwissenschaft
: German
: 259
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen lassen sich nur noch durch mehr Intelligence, insbesondere Wissen über den Gegner, bewältigen. Deshalb steht die Zusammenarbeit der Dienste im Mittelpunkt der sicherheitspolitischen Kooperation. Das zentrale Problem lautet dabei, dass man Wissen teilen muss, um gemeinsam vorgehen zu können, andererseits aber kein Geheimwissen verraten will. Wie gehen die deutschen und amerikanischen Dienste mit diesem Problem um? Angesichts der vielen neuen Organisationen, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gegründet wurden, stellt sich die Frage, wer die Kooperation eigentlich regelt. Denn die Zusammenarbeit fördert Fragen zu Tage: Warum half der BND den USA im Irakkrieg? Welche Rolle spielte Deutschland in der von der CIA organisierten weltweiten Terroristenjagd? Hätten die deutschen Sicherheitsdienste den Anschlag der Sauerland-Gruppe auch ohne die Amerikaner vereiteln können? Die Verfasserin hat jahrlang auf beiden Seiten recherchiert und stellt die Schwierigkeiten und Grenzen einer Zusammenarbeit dar, deren Ziel es ist, die nächsten Terroranschläge zu verhindern.

Dr. Anna Daun ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Internationale Politik der Universität zu Köln und Redakteurin der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik.
Inhalt7
Abbildungsverzeichnis10
Einleitung12
I Ein Rahmen für die Analyse von IntelligenceKooperation17
1 Frage und Methode der theoretischen Untersuchung18
2 Intelligence als20
2.1 Ansätze und Hypothesen der issue-area-Literatur20
2.2 Intelligence als issue-area27
3 Internationale Kooperation34
3.1 Interessen und Interessenkonfiguration35
3.2 Strategische Interaktion und die Institutionalisierung von Kooperation38
3.3 Die Machtund Gewinnverteilung45
3.4 Die Anzahl der Kooperationspartner50
4 Merkmale von Wissen und Intelligence54
4.1 Wissen, Information und Intelligence54
4.2 Intelligence als Erkenntnisprozess55
4.3 Wissen vs. Information60
4.4 Ist Wissen ein öffentliches Gut?64
4.5 Wissen und Macht65
5 Ein Rahmen für die Analyse von IntelligenceKooperation70
5.1 Die Tiefe von Intelligence-Kooperation70
5.2 Die Analyse von Intelligence-Kooperation auf drei Ebenen75
5.3 Die strukturelle Ebene (Beziehung)77
5.4 Die institutionelle Ebene (Regeln)90
5.5 Die situative Ebene (Interaktionen)97
5.6 Zwischenfazit111
II Intelligence-Kooperation zwischen Deutschland und den USA116
1 Zur Forschungsmethodik117
1.1 Definition und Gebrauch methodischer Grundbegriffe117
1.2 Ein idealtypisches Design zur Evaluierung von Theorie und zwei Einschränkungen119
1.3 Eine Plausibilitätsprobe mit heuristischer Komponente123
2 Macht und Interdependenz im deutsch-amerikanischen Verhältnis127
2.1 Allgemeine Machtverteilung (overall power structure)129
2.2 Machtverteilung in der issue-area Intelligence (issue power structure)140
3 Regulierung und Institutionalisierung der Intelligence-Kooperation173
3.1 Institutionalisierung auf der Steuerungsebene174
3.2 Institutionalisierung auf der Arbeitsebene182
3.3 Das Westerfield’sche Institutionalisierungsspektrum190
4 Situationen bilateral-asymmetrischer IntelligenceKooperation192
4.1 Intelligence-Kooperation im Kontext der Terrorismusbekämpfung192
4.2 Intelligence-Kooperation im Kontext des Irakkriegs220
Fazit238
Literatur- und Quellenverzeichnis244
Dank258