: Karen Königsberger
: »Vernetztes System«? Die Geschichte des Deutschen Museums 1945–1980 dargestellt an den Abteilungen Chemie und Kernphysik
: Herbert Utz Verlag
: 9783831608980
: 1
: CHF 44.30
:
: Geschichte
: German
: 391
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Wissenschafts- und Technikmuseen zählen zu den zentralen Orten der Kommunikation von wissenschaftlichem und technischem Wissen. Allerdings wird die Debatte über ihre genaue Rolle und Bedeutung in einer modernen, auf fundamentale Weise von wissenschaftlichem Wissen und technischen Artefakten geprägten Welt, immer wieder von neuem geführt. Aus den Diskussionen etwa um „Public engagement in science and technology“ (PEST) sind längst Initiativen entstanden, die den traditionellen Wissenschafts- und Technikmuseen gleichermaßen Konkurrenz und Inspiration sind.

In diesem Spannungsfeld bewegt sich auch eines der ältesten Wissenschafts- und Technikmuseen des deutschsprachigen Raumes, das Deutsche Museum in München. Anhand zweier Abteilungsbeispiele – der Chemie/Chemischen Technik und der Kernphysik/Kerntechnik – wird der Wiederauf- und Ausbau des Hauses in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts skizziert. Die leitenden Fragestellungen nach Personal, Finanzierung, Ausstellungsgestaltung und Rezeption schlagen den Bogen vom konkreten historischen Beispiel zur aktuellen Debatte um den Standort und die künftige Entwicklung technisch-wissenschaftlicher Museen.
INHALTSVERZEICHNIS6
I. EINFÜHRUNG 12
1. Das Thema: Forschungsstandort, Bearbeitung, Quellen und Literatur12
2. Rückblick: Das Deutsche Museum 1903 bis 194526
3. Kontext: Gesellschaftliche und politische Umbrüche der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte und ihre Auswirkungen auf die Museen31
II. ZUR NACHKRIEGSGESCHICHTE DES DEUTSCHEN MUSEUMS BIS 1978 47
1. Gremien: „[…] daß die Integrationsbemühungen innerhalb des Museums-Vorstandes etwa den gleichen Erfolg hatten, wie die Integration Europas.“47
2. Finanzierung: „Für solche Dinge fehlt ihnen das Verständnis“74
3. Sammlungsaufbau: „Vision in der Vitrine“?96
4. Zwischen Wissenschaft und Bildung: Von der richtigen „Museumsmethodik“136
5. Vom „Insel-Syndrom“: Zusammenfassung und Ausblick163
III. AUF DER SUCHE NACH DER „FORMULA FOR SUCCESS“: CHEMIE IM DEUTSCHEN MUSEUM 1955 – 1965 170
1. 1955. „Jede Katastrophe bildet eine Gelegenheit“: Die Chemie und ihr Konservator170
2. 1965. Vom „Bildungsauftrag“: Die Chemische Technik und ihre Finanziers200
3. 1972. „Begriffen ward nichts“: Die Wissenschaftliche Chemie und ihre Besucher225
4. „Leben im Museum“: Zusammenfassung und Ausblick247
IV. VOM KONSENS ZUR KONTROVERSE: KERNPHYSIK UND KERNTECHNIK IM DEUTSCHEN MUSEUM 1955 – 1960 – 1978 254
1. „[…]ein neues Zeitalter[…]“: „Atoms for peace“ im Deutschen Museum (1950-1960)254
2. „[…] noch nicht richtig museumsreif“: Die Abteilung Kernphysik und Kerntechnik (1955-1965)268
3. „[…] jenseits der Unschuld […]“ Die Abteilung Kernenergie (1965-1980)293
4. „Wir können lernen, in diesem Kraftfeld zu arbeiten“: Zusammenfassung und Ausblick323
V. SCHLUSS „VERNETZTES SYSTEM“ ODER „VERPASSTE CHANCE“?329
1. Zusammenfassung: Verpasste Chance329
2. Vernetzte Systeme336
3. Ausblick: Neue Chance342
QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS 346
Archivquellen346
Primärliteratur350
Sekundärliteratur360