: Markus Wiesenauer
: PhytoPraxis
: Springer-Verlag
: 9783540299271
: 2
: CHF 13.20
:
: Ganzheitsmedizin
: German
: 415
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Die Phytotherapie als Alternative zur klassischen Pharmakotherapie ist aus der ärztlichen Praxis nicht mehr wegzudenken. Jeder Arzt benötigt eine schnelle Orientierung, welche Phytopharmaka bei welchen Symptomen eingesetzt werden können.

PhytoPraxis stellt ausgehend von häufigen Erkrankungen den wirksamkeitsdokumentierten Einsatz von Phytopharmaka dar.

Tabellen mit Angabe der Rezepturen, Dosierungen und ein Präparateverzeichnis bieten einen raschen Zugriff bei hoher Informationsdichte. PhytoPraxis ermöglicht so eine hochwirksame, risikoarme und kostengünstige Behandlung, die zugleich eine hohe Patientenzufriedenheit sicherstellt. 

Neu in der 2. Auflage:

- komplett aktualisiert,

- neue Wirkstoffnamen

Ein wertvolles und hilfreiches Nachschlagewerk für die Praxis für alle Allgemeinmediziner, Internisten, Gynäkologen und Pädiater, die ihre Patienten auch mit Phythopharmaka behandeln möchten.



 Dr. med. Markus Wiesenauer, Weinstadt:
Facharzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie und Naturheilverfahren. Seit vielen Jahren in eigener Praxis tätig. Mitglied der Arzneimittelkommission Phytotherapie und Homöopathie am BfArM. Zahlreiche Publikationen und Vorträge über Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen.

Fra Annette Kerckhoff, Berlin: 
Fachjournali tin Naturheilkunde, Heilpraktikerin. Autorin von Büchern und anderen Publikationen.

 

2 Phytotherapie (S. 14-15)

Verstimmungszustände,Depressionen ->, S.15
Angststörungen und Unruhezustände ->, , S.17
Schlafstörungen ->, S.18

Erkrankungen wie Depressionen,Unruhe - und Angstzustände sowie Schlafstörungen mit leichten bis mittelschweren Verlaufsformen sind typische Indikationen, bei denen eine Phytotherapie angezeigt ist. Nicht indiziert ist die Phytotherapie bei schweren psychiatrischen Erkrankungen wie die akute Krise einer schweren Depression oder Schizophrenie.

Phytopharmaka mit Wirkung auf das Nervensystem sind gut verträglich, sie entfalten deutlich weniger Nebenwirkungen als die konventionellen Antidepressiva, erzeugen keine physische oder psychische Abhängigkeit und sind in der Regel nicht durch„Hangover" oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten belastet. Daher sollten sie, wenn nicht schwere, einen akuten Handlungsbedarf schaffende Störungen vorliegen, neben Allgemeinmaßnahmen als Arzneimittel erster Wahl eingesetzt werden.

Im Gegensatz zu Benzodiazepinen und Barbituraten erzwingen die schlaffördernden und beruhigenden Phytopharmaka nicht den Schlaf. Sie wirken einschlaffördernd, schwach sedierend, spasmolytisch, muskelrelaxierend und verändern das EEG-Schlafmuster, insbesondere die REM-Phasen, nicht negativ. Auch die von chemisch-synthetischen Psychopharmaka bekannten Nebenwirkungen fehlen. ImÜberblick lässt sich unterscheiden zwischen:

- pflanzlichen Sedativa: Baldrian,Hopfen,Passionsblume,Melisse, Lavendel
- pflanzlichen Antidepressiva: Johanniskraut, sowie mit Einschränkung die im Kapitel 1 (Erkrankungen des Allgemeinbefindens) genannten coffeinhaltigen Pflanzen wie Guarana, Kola und Mate sowie die Ginsengwurzel und die Taigawurzel.

Diese orientierendeÜbersicht macht die fließendenÜbergänge deutlich.

Verstimmungszustände, Depressionen

Unter den Patienten in der allgemeinärztlichen Praxis leidet fast jeder fünfte an Verstimmungszuständen, wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Eine medikamentöse Behandlung verspricht nur Erfolg, wenn ursächliche oder verstärkende Faktoren ebenfalls in die Therapie einbezogen werden. Hierzu können gehören:

- Medikamente: Behandlung mit aktivitätshemmenden Psychopharmaka ,
- soziale Situation: Isolation ,
- körperliche Erkrankungen: Zerebralsklerose und andere hirnorganische Erkrankungen,Allgemeinerkrankungen
-Über- oder Unterforderung

Ein maßvolles Bewegungsprogramm und ausreichend Licht wirken antriebssteigernd und antidepressiv. Das wichtigste und bei leichten bis mittelschweren Depressionen den trizyklischen Antidepressiva bei ausreichender Dosierung ebenbürtige Phytopharmakon ist Johanniskraut.

- Bei beginnender Demenz (auch vaskulär bedingter Demenz) und Zerebralsklerose ist der Ginkgo-Spezialextrakt indiziert. ,
- Bei depressiven Beschwerden in den Wechseljahren bewährt sich die Traubensilberkerze.

Pflanzliche Arzneimittel erreichen keinen sofortigen Wirkungseintritt– ebenso wenig wie die chemisch-synthetischen Antidepressiva. Der Patient sollte unbedingt darauf hingewiesen werden, dass er einen spürbaren Effekt erst nach einigen Wochen verzeichnen kann.

Vorwort zur 2.Auflage6
Audiatur et altera pars – Vorwort zur 1.Auflage8
Inhaltsverzeichnis12
1 Erkrankungen des Allgemeinbefindens26
Phytotherapie27
Wirkstoffe30
Coffein31
Eleutheroside35
Ginsenoside36
2 Psychische und neurovegetative Erkrankungen38
Phytotherapie39
Verstimmungszustände, Depressionen40
Angststörungen und Unruhezustände42
Schlafstörungen43
Wirkstoffe46
Ätherische Öle46
Flavonoide49
Wirkstoffkomplexe51
3 Neurologische Erkrankungen58
Phytotherapie59
Demenz und Hirnleistungsstörung59
Tinnitus, Hörsturz61
Schwindelzustände (Vertigo) – Reisekrankheit (Kinetose)62
Kopfschmerzen und Migräne, Neuralgien64
Wirkstoffe68
Petasin69
Wirkstoffkomplexe70
4 Augenkrankheiten76
Phytotherapie77
Wirkstoffe79
Wirkstoffkomplexe79
5 Erkrankungen im Mundund Rachenraumsowie der Zähne82
Phytotherapie83
Entzündliche Prozesse83
Herpes labialis84
Mundwinkelrhagaden84
Zahnschmerzen84
Wirkstoffe88
Ätherische Öle88
Ätherisches Öl+Gerbstoff90
Ätherisches Öl+Harz92
Gerbstoffe (Tannine)93
Wirkstoffkomplex96
6 Hals- Nasen-Ohren-Erkrankungen100
Phytotherapie101
Laryngo-Pharyngitis,Tonsillitis101
Sinusitis103
Otitis media, Seromukotympanon105
Wirkstoffe107
Flavonoide107
Senföle/Senfölglykoside109
7 Erkrankungen der unteren Atemwege112
Phytotherapie113
Unproduktiver Husten114
Produktiver Husten115
Wirkstoffe118
Ätherische Öle119
Ätherisches Öl, Harze und Bitterstoffe135
Alkaloide137
Bitter- und Gerbstoffe, Flavon- und Flavonolglykoside138
Bromelain140
Kieselsäure, Schleimstoffe und Flavonoide141
Naphthochinonderivate142
Saponindrogen144
Schleimstoffe149
Schleimstoffe,Aucubin und Gerbstoffe152
Schleim- und Bitterstoffe, Flechtensäuren153
Schleimstoffe,Gerb- und Bitterstoffe155
Schleimstoffe, Saponine und Aucubin156
8 Fieberhafter Infekt158
Phytotherapie159
Wirkstoffe162
Salizylate und Salizylderivate162
Wirkstoffkomplexe164
9 Rezidivierende Infekte166
Phytotherapie167
Wirkstoffe170
Wirkstoffkomplexe170
10 Schilddrüsenerkrankungen174
Phytotherapie175
Wirkstoffe177
Wirkstoffkomplexe177
11 Herzerkrankungen180
Phytotherapie181
Funktionelle Herzbeschwerden181
Herzrhythmusstörungen183
Herzinsuffizienz184
Wirkstoffe186
Alkaloide187
Herzglykoside188
Wirkstoffkomplex (Flavonoide und Procyanidine)193
12 Blutkreislauf-und arterielle Gefäßerkrankungen196
Phytotherapie197
Hypotonie und orthostatische Dysregulation197
Hypertonie198
Koronare Herzkrankheit (KHK)199
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)201
Wirkstoffe203