: Karl-Heinz Naßmacher, Hiltrud Nassmacher
: Nachhaltige Wirtschaftspolitik in der parlamentarischen Demokratie Das britische Beispiel
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531916712
: 1
: CHF 40.00
:
: Politikwissenschaft
: German
: 206
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Seit Ende der 1960er Jahre werden konkordante und korporatistische Entscheidungsmuster als wünschenswert für moderne Demokratien empfohlen. Wissenschaftler haben sich in internationalen Vergleichen bemüht, deren positive Performanz vor dem Hindergrund makroökonomischer Daten in verschiedenen Politikfeldern herauszuarbeiten. Seit einigen Jahren wird allerdings gefordert, die quantitativen Forschungszugänge stärker durch qualitative zu ergänzen. Dies ist hier für die Wirtschaftspolitik Großbritanniens geschehen. Die Longitudinalanalyse der Wirtschaftspolitik kommt zu einer Revision der von Mainstream noch immer propagierten Politikempfehlung. Gerade in der Wirtschaftspolitik geht es um Handlungsfähigkeit der Regierung, wie sie in einem parlamentarischen System britischer Prägung besonders ausgeprägt gegeben ist. Konkordante Entscheidungsmuster sind anfällig dafür, dass wichtige Entscheidungsträger durch starke Interessen vereinnahmt werden. Es unterbleibt jener rechtzeitige Wandel, der für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik im Rahmen der Globalisierung dringend erforderlich ist. Als Empfehlung ergibt sich, institutionelle Reformen am Leitbild Mehrheitsdemokratie zu orientieren.

Prof. Dr. Hiltrud Naßmacher und Prof. Dr. Karl-Heinz Naßmacher lehren Politikwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Vorwort5
Inhaltsübersicht6
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen8
A. Problemstellung9
1. Makel pluralistischer Demokratie?9
2. Nachhaltige Wirtschaftspolitik als Anspruch11
3. Parlamentarische Demokratie als Handlungsrahmen14
4. Hindernis nachhaltiger Wirtschaftspolitik?20
B. Wirtschaftspolitik Großbritanniens seit 191825
1. Zwischenkriegsperiode (1918-1938)25
2. Nachkriegszeit (1945-1951)34
3. Wirtschaftspolitik des Stop-Go (1951-1964)41
4. Versuche einer Stabilitäts- und Wachstumspolitik (1964-1979)49
5. Thatchers „Revolution“59
6. Zusammenfassung73
C. Branchen als Motoren des Wirtschaftswachstums75
1. Branchenentwicklung in „langen“ Wellen75
2. Branchen der industriellen Revolution78
3. Branchen der industriellen Modernisierung105
4. Zusammenfassung125
D. Strukturelle Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten128
1. Probleme der britischen Wirtschaftspolitik128
2. Vermeintliche Ursachen der Krise131
3. Tatsächliche Ursachen der Krise137
4. Retardierende Elemente im politischen Prozess145
5. Zusammenfassung151
E. Wirkungen der neokonservativen Wende154
1. Gezielte Reformen in der britischen Wirtschaft154
2. Modernisierung innerparteilicher Strukturen166
3. Ergebnis177
Literaturverzeichnis186