Emotionspsychologie im Krankenhaus Ein Leitfaden zur Überlebenskunst für Ärzte, Pflegende und Patienten
:
Wolfgang Seidel
:
Emotionspsychologie im Krankenhaus Ein Leitfaden zur Überlebenskunst für Ärzte, Pflegende und Patienten
:
Spektrum Akademischer Verlag
:
9783827421791
:
1
:
CHF 23.90
:
:
Naturwissenschaften allgemein
:
German
:
295
:
Wasserzeichen/DRM
:
PC/MAC/eReader/Tablet
:
PDF
Die Patientin schrieb beim Abschied auf den Beurt- lungsbogen über den Klinikaufenthalt: 'Es fällt trotz aller Fürsorge schwer, sich in seiner Hilflosigkeit wi- fremden Menschen komplett anzuvertrauen'. Wir sollen und wollen möglichst den 'ganzen Menschen' beh- deln, nicht nur kranke Organe. Das gelingt nicht immer, es gibt kein einfaches Rezept. Ich habe mich immer von den aktuellen Umständen leiten lassen und mein Verhalten nach bestem Wissen und Gewissen ausgerichtet. Jeder, der mit Kranken zu tun hat, wird auf diese Weise sein Bestes geben. Davon bin ich überzeugt. Warum schreibe ich dann dieses Buch? Weil ich auch üb- zeugt bin, dass das 'Beste' gelegentlich noch besser sein könnte. Fachlich, in seinem Spezialgebiet bildet sich jeder so gut weiter, wie er kann. Aber wer liest dann noch zusätzlich ein Lehrbuch der Psychologie oder einschlägige Fachzeitschriften, um dem ganzen Menschen gerecht werden zu können, um also dessen seelische Nöte sicherer zu erkennen und um sein eigenes Verhalten besser darauf abstimmen zu können? Erst seit ich im Ruhestand bin, kann ich das. Zugegeben, ich habe diese vielen Fachbücher mit den - gen des Klinikers gelesen, und ich möchte im Folgenden nur das diskutieren, was man nach meiner Erfahrung im Krankenhausa- tag benötigt. Es gibt vieles Interessantes zu berichten. Auch will ich versuchen, es so schildern, dass man es sich leicht einprägen und sogleich nutzen kann. VIII Vorwort Es erwarte also keiner, dass ich aus meinen Leserinnen und - sern perfekte Fachpsychologen machen möchte.
Prof. Dr. med. Wolfgang Seidel war bis zu seiner Emeritierung Chefarzt für Allgemeinchirurgie am Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen in Sindelfingen. Er habilitierte 1967 in München mit einer Arbeit über künstliche Herzklappen. Später arbeitete und forschte er als Oberarzt und Vertreter des Klinkleiters an der Chirurgischen Universitätsklinik in Marburg. Insgesamt veröffentlichte er mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten sowie das Spektrum-Sachbuch
Emotiona e Kompetenz
. Für Seidel hatte die Psychologie am Krankenbett immer einen besonders hohen Stellenwert und war wichtiger Gegenstand seiner Fortbildungsveranstaltungen. Fußend auf seiner langjährigen Erfahrung als ärztlicher Direktor einer Klinik mit 1000 Mitarbeitern arbeitet er als freier Mitarbeiter im Management-Training.
Vorwort
6
Inhalt
14
Einleitung
20
Emotionen Instrumente für persönliche Bewertungen und Reaktionen
26
Bewertungssystem und Entscheidungen
27
Primäre und sekundäre Emotionen
48
Empathie – Sympathie – Vertrauen
64
Emotionale Systeme als Organisationsprinzip
79
Schmerz als Gefühl und der psychische Stress
89
Motivationen Ungerichteter und gerichteter Antrieb
103
Stimmung als ungerichtete Motivation
104
Angeborene Bedürfnisse
124
Attributionen, psychische Energie, Temperamente
147
Intelligenz Nutzung der Datenspeicher
164
Die Leistungen der Intelligenz
165
Intrapersonale emotionale Kompetenz
181
Kommunikation und interpersonale emotionale Intelligenz
198
Anwendungen, Informationen
218
Placeboeffekte und Wunderheilungen
219
Eigener Wille, Patientenwille, Verantwortung
232
Lernen, Erfahrung, Angewohnheiten
242
Modelle der Psychologie
256
Schlussbetrachtung: Den ganzen Menschen betreuen
264
Literaturverzeichnis
268
Verzeichnis der Abbildungen
270
Glossar: Definitionen und Erklärungen
271
Weiterführende Literatur
283
Index
289