Die amalgame Stadt Orte. Netze. Milieus
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Oliver Schwank
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Die amalgame Stadt Orte. Netze. Milieus
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VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
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9783531916781
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1
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CHF 37.50
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Soziologie
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German
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355
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
'Wie alle großen Städte bestand sie aus Unregelmäßigkeit, Wechsel, Vorgleiten, Nichtschritthalten, Zusammenstößen von Dingen und Angelegenheiten, bodenlosen Punkten der Stille dazwischen, aus Bahnen und Ungebahntem, aus einem großen rhythmischen Schlag und der ewigen Verstimmung und Verschiebung aller Rhy- men gegeneinander, und glich im ganzen einer kochenden Blase, die in einem Gefäß ruht, das aus dauerhaftem Stoff von Häusern, Gesetzen, Verordnungen und - schichtlichen Überlieferungen besteht. ' (Robert Musil über Wien, in: Der Mann ohne Eigenschaften, Berlin 1930, S. 10-11) 'Berlin ist arm, aber sexy. ' (Berliner Oberbürgermeister Wowereit über Berlin, Berlin 2005) 'Reinheit ist ein Mangel an Gemischtem' - so lautet die 1. Mangel-Karte von Herbert J. Wimmer und Elfriede Gerstl (2007). Mit dieser Überzeugung, dass nichts für sich alleine steht, sondern interagiert, sich überlagert und manchmal auch verbindet, ist diese Arbeit geschrieben. Ich wollte damit zeigen, dass - insbesondere in Städten - in der Mischung und Überlagerung, in der Glei- zeitigkeit und Vielfalt, in der Verbindung und Vermengung von Nutzungen, Kulturen und sozialen Gruppen eine größere Kraft und ein größeres Potenzial liegt als in der Reinheit. Das Modell einer amalgamen Stadt rückt diese Eig- schaften und Identitäten, die - so meine Überzeugung - eigentlich etwas zutiefst Menschliches sind, in den Vordergrund. Das vorliegende Buch ist eine überarbeitete Fassung meiner Dissertation 'Orte. Netze. Milieus: Zur kommunalen Steuerung in einer 'amalgamen Stadt', die ich am 11. 03. 2008 an der Technischen Universität Wien, Fakultät für Arc- tektur und Raumplanung verteidigt habe. Gutachter der Arbeit waren Prof.
Dr. Oliver Frey promovierte bei Prof. Dr. Jens S. Dangschat an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien. Er arbeitet dort als Universitätsassistent und leitet den Arbeitsbereich 'Urbanistik' am Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung.
Vorwort
6
Inhaltsverzeichnis
9
Abbildungsverzeichnis
16
Tabellenverzeichnis
19
Kreative Orte, kreative Steuerung, kreative Wissenschaft
20
Literatur
27
1 Einleitung
28
1.1 Gesellschaftlicher Strukturwandel – Übergang einer Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft
31
1.2 Definition von Kreativität, Innovation und Wissen
33
1.3 Die Bedeutung von Kreativität und Innovation in der Stadtentwicklung
40
1.4 Steuerungsmöglichkeiten der Stadtplanung angesichts veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen
43
1.5 Aufbau der Arbeit und Forschungsdesign
46
2 Gesellschaftlicher Strukturwandel und die Krise der Stadt
49
2.1 Strukturwandel der kapitalistischen sozio-ökonomischen Struktur
50
2.2 Neue Dimensionen sozialer Ungleichheit in einer Wissensgesellschaft
54
2.3 Strukturwandel der Erwerbsarbeit
58
2.4 Strukturwandel der städtischen sozialräumlichen Strukturen
63
3 Governance als Ergebnis des ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels
71
3.1 Traditionelle Steuerungen zwischen Staat, Markt, Gesellschaft
74
3.2 Neue Steuerungen durch „Urban Governance“-Modelle
76
3.3 Wandel der Stadtplanung in der Wissensgesellschaft
91
4 Milieu und Raum
94
4.1 Die „gespaltene Stadt“ als ein Behälter für homogene Lebensstile
94
1.1 Gesellschaftlicher Strukturwandel Heterogenisierung von Milieustrukturen
97
4.3 Die „Netzwerkstadt“ mit räumlich entbetteten Sozialstrukturen
98
4.4 Die „amalgame Stadt“ mit ortsgebundenen Netzwerken der „kreativen Milieus“
101
5 Das Konzept der „Kreativen Milieus“ und seiner Ressourcen
105
5.1 Individuelles Kapital als „Ich-Ressource“ und die Formen der Steuerung
107
5.2 Soziales Netzwerk als „Wir-Ressource“ und die Formen der Steuerung
109
5.3 Sozialräumliche Nachbarschaft und physische Materialität als „Orts-Resource“ und die Formen der Steuerung
111
6 Die Bedingungen der „kreativen Stadt“: Urbanität und Kreativität
115
6.1 Die Wiederentdeckung der Stadt als Lebens- und Arbeitsort
118
6.2 Kreative Urbanität
123
6.3 Kultur und Kreativität als Motor für Stadterneuerung und Stadtentwicklung
133
6.4 „Kreative Milieus“ als Pioniere von Gentrification
139
7 Empirische Untersuchung zum „Loft-Working“ in einer amalgamen Stadt am Beispiel Wiens
144
7.1 Methodik der empirischen Untersuchung
146
7.2 Verräumlichung der Creative Industries in Wien
160
7.3 Orte des „Loft-Working“ in Wien
171
7.4 Individuelle biografische Rekonstruktionen der UnternehmerInnen in der ehemaligen Schrauben- und Schokoladenfabrik
190
8 Fazit
310
9 Stadtpolitik kreativ! Aber wie? Handlungsempfehlungen zur Entwicklung einer kreativen Stadt
319
9.1 Kreativ steuern
320
9.2 Menschen beteiligen
321
9.3 Kleinunternehmen fördern
322
10 Literaturverzeichnis
326