Der Businessplan Geschäftspläne professionell erstellen. Mit Checklisten und Fallbeispielen
:
Anna Nagl
:
Der Businessplan Geschäftspläne professionell erstellen. Mit Checklisten und Fallbeispielen
:
Gabler Verlag
:
9783834992321
:
3
:
CHF 32.80
:
:
Management
:
German
:
248
:
DRM
:
PC/MAC/eReader/Tablet
:
PDF
Dieser bewährte Praxisleitfaden ermöglicht es dem Leser, selbst einen individuell abgefassten, 'maßgeschneiderten', erfolgreichen Business- und Geschäftsplan zu erstellen, der strengsten Anforderungen genügt. Mit vielen Beispielen, Checklisten und nützlichen Praxistipps.
Prof. Dr. Anna Nagl lehrt Betriebswirtschaft an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Aalen, und leitet das Institut für Unternehmensführung, München, das über umfassende Erfahrung in quantitativer und qualitativer empirischer Forschung verfügt. Sie unterstützt Unternehmen bei der Konzeption von Businessplänen.
9. Finanzplanung
(S. 69-70)
Im Folgenden beschreibt Philipp Pfitzenmaier, seit 1998 Geschäftsführer der PHP Technologies GmbH, München, den Aufbau und die Gestaltung der quantitativen Unternehmensplanung im Rahmen eines Businessplanes.
9.1 Bedeutung der Finanzplanung
Die Finanzplanung stellt den oft ungeliebten Abschluss des Businessplanes dar. In ihr werden alle in den vorhergehenden Kapiteln durchgeführten Analysen in konkrete Zahlen umgesetzt, die Aufschluss über die Zukunft des Unternehmens erlauben. Die Bereitschaft des Unternehmers ist meist begrenzt, sich mit Planbilanzen, Planerfolgsrechnungen und Liquiditätsanalysen zu befassen, die bis zu fünf Jahre und darüber hinaus in die Zukunft reichen und damit zwangsläufig Unschärfen aufweisen. Unter Planung ist die „[...] gedankliche Vorwegnahme und aktive Gestaltung zukünftiger Ereignisse [...]"6 zu verstehen.
Gerade die Analyse zukünftiger Handlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen7 hat Signalwirkung für potenzielle Kapitalgeber. Der Unternehmer zeigt mit einer umfassenden Finanzplanung, dass er sich intensiv mit der Zukunft seines Unternehmens auseinander gesetzt hat und diese aktiv bestimmen möchte. Die Finanzplanung als unternehmensinternes und -externes Steuerungsund Kommunikationsinstrument gewinnt gerade in den Zeiten von Basel II und den damit verbundenen Anforderungen an das Unternehmen zunehmend an Bedeutung. So werden in Zukunft Banken als Hauptgeldgeber des Mittelstands besonderes Augenmerk auf die vorgelegten Ist- und Planzahlen richten und das Unternehmen in ihrem institutspezifischen Ratingverfahren analysieren.
Spätestens an dieser Stelle zahlt sich eine fundierte und im Branchenvergleich plausible Finanzplanung aus. Wird die Finanzplanung nicht als lästige Pflicht, sondern als leistungsstarkes Steuerungsinstrument verstanden, das genauso wie die anderen Bestandteile des Businessplanes idealerweise regelmäßig unterjährig überprüft und angepasst wird, eröffnet sie dem Unternehmen die Möglichkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren und mögliche Engpässe und Unstimmigkeiten frühzeitig aufzuzeigen.
Im Folgenden wird anhand eines einfachen Beispiels eines produzierenden Unternehmens der Aufbau der Finanzplanung auf Basis von Sachgrößen im Rahmen der quantitativen Unternehmensplanung dargestellt. Ausgehend von der Planung der prognostizierten Verkäufe und Preise werden die Produktions-, Beschaffungs-, Personal- und Investitionsplanung dargestellt.
Diese Einzelpläne werden anschließend in die eigentliche Finanzplanung übergeleitet. Der Vorteil dieser Vorgehensweise besteht in der leichten Nachvollziehbarkeit der Finanzplanung sowie der Erleichterung von Szenarioanalysen. Etwaige geringfügige Differenzen, die in den folgenden Tabellen beim Nachrechnen auftauchen, entstehen dadurch, dass in dem vorliegenden Beispiel mit genauen Nachkommastellen gerechnet wurde, jedoch zur Vereinfachung nur die gerundeten Werte anzeigt werden.
Geleitwort
6
Vorwort
8
Inhaltsverzeichnis
9
Einleitung
13
Teil I Module eines Business-/ Geschäftsplanes
15
1. Executive Summary
19
2. Geschäftsmodell/Unternehmenskonzept
21
3. Zielmarkt
23
3.1 Informationsgewinnung
23
3.2 Marktentwicklung/-prognose
24
3.3 Wettbewerbsanalyse
25
3.4 SWOT-Analyse
29
4. Ziele und Strategie
32
4.1 Wettbewerbsstrategie
33
4.2 Marktfeld-/Zielgruppenstrategie
36
5. Leistungs- und Produktportfolio
39
5.1 Portfolio
39
5.2 Serviceleistungen
41
5.3 Rechtliche Voraussetzungen
41
5.4 Patente und Schutzrechte
41
5.5 Entwicklung und Qualitätssicherung
43
6. Marketing und Vertrieb
45
6.1 Marktsegmentierung und Positionierung
47
6.2 Produkt- und Leistungspolitik
48
6.3 Preispolitik
50
6.4 Vertriebspolitik
52
6.5 Kommunikationspolitik
55
6.6 Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
57
7. Management, Personal und Organisation
60
7.1 Management und Personal
60
7.2 Organisation
61
8. Chancen und Risiken
66
9. Finanzplanung
69
9.1 Bedeutung der Finanzplanung
69
9.2 Bestandteile und Aufbau der Finanzplanung
70
9.3 Darstellung der Finanzplanung
86
10. Hilfreiche Hinweise
87
Teil II Fallstudie AeroLas GmbH: