: Andrea Maurer, Uwe Schimank
: Andrea Maurer, Uwe Schimank
: Die Gesellschaft der Unternehmen - Die Unternehmen der Gesellschaft Gesellschaftstheoretische Zugänge zum Wirtschaftsgeschehen
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531911991
: 1
: CHF 29.60
:
: Soziologie
: German
: 330
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das moderne Unternehmen, charakterisiert durch Privateigentum, hierarchische Entscheidungsstrukturen und Gewinnorientierung, ist eine der wichtigsten 'sozialen Erfindungen' der modernen Gesellschaft. Es wurde lange Zeit als Untersuchungsgegenstand der Wirtschaftswissenschaft zugeordnet; doch die Soziologie kann zu dessen Analyse neue und wichtige Einsichten beitragen. Im vorliegenden Band finden sich neben theoretischen Überlegungen, die die sozialen und kulturellen Grundlagen von Unternehmen behandeln, auch problem- und theoriegeleitete Analysen spezifischer Unternehmensstrukturen, die den Regelungsbedarf wirtschaftlicher Beziehungen hervorheben. Analysen zur Globalisierung des Unternehmenshandelns und zu dessen gesellschaftlichen Folgen, die bis hin zur Übertragung unternehmerischer Prinzipien in nicht-wirtschaftliche Gesellschaftsbereiche reichen, runden die eröffneten gesellschaftstheoretischen Zugänge zum Wirtschaftsgeschehen ab.


Dr. Andrea Maurer ist Professorin für Organisationssoziologie an der Universität der Bundeswehr in München.
Dr. Uwe Schimank ist Professor am Institut für Soziologie der Universität Bremen.
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Inhalt6
Die Gesellschaft der Unternehmen – Die Unternehmen der Gesellschaft8
Das moderne Unternehmen: Theoretische Herausforderungen und Perspektiven für die Soziologie16
1 Warum Unternehmen – warum Hierarchie?16
2 Forschungsstand und -gegenstand 17
2.1 Die Einzelwirtschaft in der Betriebswirtschaftslehre17
2.2 Volkswirtschaft: Von der Neoklassik über die Theorie der Firma zur Neuen Institutionenökonomik18
2.3 Der klassisch soziologische Blick20
2.4 Forschungsstand24
3 Ein klassischer Bezugspunkt: Max Weber25
3.1 Handlungskoordination im Zweckverband25
3.2 Sozial-kulturelle Grundlagen des rational-kapitalistischen Wirtschaftsbetriebs26
4 Ein institutionentheoretisches Forschungsprogramm28
4.1 Theoretische Grundlagen29
4.2 Unternehmen: Versuch einer rationalen Problemlösung30
4.3 Unternehmen als Ort von Macht und Konflikt32
4.4 Warum Regeln – warum Hierarchie?33
5 Forschungsperspektiven34
Der Typus des Unternehmers in wirtschaftssoziologischer Sicht39
1 Die Vernachlässigung der Figur des Unternehmers in der ökonomischen Theorie39
2 Die Kreativität der Arbeit als Basis der Leistung des Unternehmers41
3 Kreatives Handeln und Social Skills – Paradigmen und ökonomische Mythen45
3.1 Pragmatismus und unternehmerisches Handeln46
3.2 Evolutionäre Ökonomie und unternehmerisches Handeln49
3.3 Fazit52
4 Thesen zur gesellschaftlichen Dimension der Unternehmerrolle53
5 Zusammenfassung57
Charisma im ökonomischen Feld162
1 Max Webers Charismakonzeption63
2 Charisma und Rationalität65
3 Charisma und Unternehmer66
4 Veralltäglichung des Charismas im ökonomischen Feld73
Soziale Einbettung und ökonomisches Handeln.77
1 Problemstellung77
2 Granovetters Erklärungsproblem77
2.1 Die Handlungstheorie80
2.2 Dynamische Prozesse und die Modellierung sozialer Entwicklungen87
3 Diskussion und Bewertungen89
4 Unternehmen aus der Sicht ihrer ‚sozialen Einbettung’93
Corporate Governance: Eine kritische Rekonstruktion der Grundlagen, Anwendungen und Entwicklungen aus soziologischer Sicht102
1 Einführung102
2 Sozioökonomische Strukturbedingungen und Triebkräfte103
3 Das Prinzipal-Agent-Konstrukt106
4 Kritik der Prinzipal-Agent-Theorie und damit verbundener Gestaltungskonzepte109
5 Stakeholder-Ansätze112
6 Zusammenfassung und Ausblick115
Koordination und Organisation: Die zwei Dimensionen des nichtliberalen Kapitalismus121
1 Einleitung121
2 Koordinierter und organisierter Kapitalismus123
3 Institutionentheoretische Grundlagen von Koordination und Organisation126
4 Indexbildung und Ländervergleich129
5 Diskussion und Ausblick: Zum Nutzen der vorgeschlagenen Heuristik133
Corporate Social Responsibility – Zur Moralisierung von Unternehmen aus soziologischer Perspektive1141
1 Herausbildung eines organisationalen Feldes für CSR143
2 Erklärungsansätze für die Dynamik im Feld für CSR146
2.1 Normative Ansätze147
2.2 Kapitalismus- und globalisierungstheoretische Erklärungen149
2.3 Ökonomische Erklärungsansätze152
2.4 Organisationssoziologische Erklärungen153
3 Resümee155
Jenseits der Sozialpartnerschaft.160
1 Einleitung: Von der ökonomischen zur moralischen Integration der Weltgesellschaft?160
2 Träger der moralischen Konstruktion der Weltwirtschaft I: Weltbank, IWF und WTO161
3 Träger der moralischen Konstruktion der Weltwirtschaft II: ILO, UN- Programme und NGOs166
4 Konflikte der moralischen Konstruktion der Weltwirtschaft174
5 Distinktionsgewinne durch Corporate Social Responsibility: Unternehmen als moralische Pioniere176
6 Schlussbemerkungen181
Unternehmen und ungleiche Lebenschancen.- Zwei Perspektiven organisierter Ungleichheit und ihre Verschränkung186
Zwei Perspektiven organisierter Ungleichheit und ihre Verschränkung Holger Lengfeld186
1 Einleitung186
2 Vertikal organisierte Ungleichheit187
2.1 Wrights neomarxistische Klassentheorie188
2.2 Berufsklassenschema nach Goldthorpe190
2.3 Fazit193
3 Horizontal organisierte Ungleichheit194
3.1 Die individualistische Perspektive195
3.2 Zuweisungsmechanismen196
4 Getrennte Welten?201
5 Klasse und Organisationsstruktur: strukturelle Unabhängigkeit203
5.1 Unabhängigkeit der Ursachen203
5.2 Unabhängigkeit der Verteilungseffekte207
6 Zusammenfassung208
Gesellschaftliche Ökonomisierung und unternehmerisches Agieren1215
1 Ökonomisierung als umkämpfte normative Fiktion216
2 Unternehmerisches Agieren als Moderation gesellschaftlicher Ökonomisierung220
3 Spielarten unvollständiger Ökonomisierung225
4 Teilsystemische Autonomie und organisatorischer Ökonomisierungsdruck228