: Thomas Jäger, Anna Daun, Daniel Lambach, Carmen Lopera, Bea Maass, Britta Margraf
: Die Tragödie Kolumbiens Staatszerfall, Gewaltmärkte und Drogenökonomie
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531905686
: 1
: CHF 29.50
:
: Politikwissenschaft
: German
: 304
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Kolumbien ist kein funktionierender Staat mehr und wird seit vielen Jahren von Rebellen, Kriminellen und paramilitärischen Verbänden regiert! Krieg und Bürgerkrieg, Drogenhandel, Mord, Entführung und Vertreibung bestimmen die Geschicke des Landes. In diesem Buch werden die Ursachen und die treibenden Kräfte des Staatszerfalls, die Logik der kolumbianischen Gewaltmärkte, die ökonomischen Grundlagen der streitenden Parteien, insbesondere der Drogenhandel und die Rolle auswärtiger Akteure, umfassend und in ihrem systematischen Zusammenhang untersucht.

Prof. Dr. Thomas Jäger ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik und Außenpolitik der Universität zu Köln.
Anna Daun, Diplom-Regionalwissenschaftle in Lateinamerika, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik der Universität zu Köln.
Daniel Lambach, Diplom-Politikwissenschaftler ist Promotionsstipendiat und Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln.
Carmen Lopera, Diplom-Regionalwissenschaftle in Lateinamerika, ist Consultant in der Lateinamerika-Abteilung der GFA Consulting Group.
Bea Maass, Diplom-Regionalwissenschaftle in Lateinamerika und Master of International Humanitarian Assistance, ist Programmadministratorin der Johanniter-Unfall-Hilfe in Sri Lanka.
Britta Margraf, Diplom-Regionalwissenschaftle in Lateinamerika, ist Projektmanagerin für Public-Private-Partnership (PPP), Regionalbereich Asien und Lateinamerika, bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).
Inhaltsverzeichnis5
Vorwort13
Einleitung14
TEIL I: SCHWACHER STAAT UND KRIEGSÖKONOMIE17
1. Staatszerfall in Kolumbien17
1.1. Einleitung17
1.2. Die Messung von Staatszerfall in Kolumbien18
1.3. Fazit56
2. Die kolumbianische Kriegsökonomie59
2.1. Einleitung59
2.2. Kriegs- und Gewaltökonomien61
2.3. Die Ressourcen des kolumbianischen Krieges63
2.4. Die Einnahmen der bewaffneten Bewegungen75
2.5. Die Verwendung der Ressourcen durch die bewaffneten Bewegungen83
2.6. Fazit87
3. Die Auswirkungen von Staatsschwäche und Kriegsökonomie auf die Persistenz des kolumbianischen Krieges89
3.1 Einleitung89
3.2. Strukturelle Veränderungen der Gesellschaft91
3.3. Kosten und Nutzen der Fortführung des Krieges99
3.4. Fazit106
4. Schwacher Staat, Staatszerfall und Demokratie109
4.1. Einleitung109
4.2. Ein historischer Überblick über den schwachen kolumbianischen Staat110
4.3. Staatszerfall und Demokratisierung111
4.4. Konzepte und Messverfahren der Demokratieforschung113
4.5. Das vierdimensionale Demokratiekonzept im Fall Kolumbiens116
4.6. Die Beschleunigung von Staatszerfall durch Demokratisierung136
4.7. Fazit140
5. Die Komplexität der Konflikte in Kolumbien143
5.1. Die Interaktion zwischen Staat und Gesellschaft in historischer Perspektive143
5.2. Das Erbe der149
5.3. Der globale illegale Drogenhandel150
5.4. Der Staatszerfallsprozess in den 1990er Jahren158
5.5. Multikausales Modell von Staatszerfall und Kriegsökonomie in Kolumbien160
5.6. Fazit168
TEIL II: DIE REGIONALE UND GLOBALE EINBETTUNG DES KOLUMBIANISCHEN KONFLIKTS170
6. Regionale und transnationale Konfliktdimension170
6.1. Regionale Zusammenhänge171
6.2. Regionalisierung und Transnationalität des kolumbianischen Konfliktes174
6.3. Fazit: Die regionale Interaktion des kolumbianischen Konflikts182
7. Amerikanische Drogenpolitik. Internationalisierung eines transnationalen Problems184
7.1. Einleitung184
7.2. Sanktionstheorien188
7.3. Die auswärtige Drogenpolitik der USA193
7.4. Zertifizierungsgesetz und Zertifizierungsprozess196
7.5. Die Zertifizierungspolitik gegenüber Kolumbien und Mexiko 1995- 1999203
7.6. Fazit231
8. Militarisierung und Regionalisierung des Konflikts235
8.1 Die Militarisierung des Konflikts:235
und235
8.2. Regionalisierung des Konflikts an der Peripherie240
8.3. Regionalisierung des Konflikts in den Zentren244
9. Die Einbindung Ecuadors in die Regionalisierungs- und Militarisierungstendenzen249
9.1. Einleitung249
9.2. Informelle Beziehungen über die ecuadorianisch-kolumbianische Grenze251
9.3. Entwicklung der Flüchtlingsproblematik256
9.4. Die Basis von Manta und die Militarisierung der Nordgrenze261
9.5. Die Folgen der chemischen Besprühungen266
9.6. Fazit273
10. Schluss275
Anhang287
U.S. Aid to Colombia Since 1997: Summary Tables296
Literaturverzeichnis300
Autorenhinweise309