: Karin Böllert, Peter Hansbauer, Brigitte Hasenjürgen, Sabrina Langenohl
: Karin Böllert, Peter Hansbauer, Brigitte Hasenjürgen, Sabrina Langenohl
: Die Produktivität des Sozialen - den sozialen Staat aktivieren Sechster Bundeskongress Soziale Arbeit
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531904429
: 1
: CHF 26.70
:
: Sozialpädagogik, Soziale Arbeit
: German
: 281
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Der 'Bundeskongress Soziale Arbeit' dient dem Wissenstransfer zwischen der Theorie und Praxis Sozialer Arbeit, der Verständigung von PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen über die gegenwärtigen sozialen Probleme und Unsicherheiten, über ihre je spezifischen Äußerungsformen und über die Aufgaben, die der Sozialen Arbeit daraus erwachsen. Unter der thematischen Ausrichtung 'Die Produktivität des Sozialen - den Sozialen Staat aktivieren' dokumentiert der Band Beiträge des Kongresses von 2005 und gibt neue Impulse zur theoretischen Vergewisserung und die Entwicklung handlungsorientierter Praxismodelle.

Dr. Karin Böllert ist Professorin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Münster.
Dr. Peter Hansbauer ist Professor am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster.
Dr. Brigitte Hasenjürgen ist Professorin am Fachbereich Sozialwesen der Katholischen Fachhochschule Münster.
Dipl.-Päd. Sabrina Langenohl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Münster.
Inhalt5
Vorwort7
Die Produktivität des Sozialen – den sozialen Staat aktivieren14
1 Das Soziale in Zeiten der Globalisierung14
2 Soziale Arbeit im aktivierenden Sozialstaat18
3 Den sozialen Staat aktivieren22
Literatur24
I. Die Produktivität des Sozialen durch Soziale Arbeit gestalten27
Woher kommt die Produktivität des Sozialen? Ansätze zu einer Analyse ihrer Produktivkräfte28
1 Zum gesellschaftlich-historischen Kontext dieser Frage28
2 Zur Frage der Produktivität des Sozialen31
3 Zur Analyse der Produktivkräfte des Sozialen35
4 Zum Verhältnis von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen in der Produktion des Sozialen38
5 Konzeptionelle Konsequenzen41
Literatur43
Bildung für alle – Zum Bildungsauftrag der Sozialen Arbeit46
Thesen zum Forum ‘Bildung für alle’46
Literatur52
Zukunft der Arbeit53
These 1: Lohnarbeit wird immer produktiver und schwindet.53
These 2: Die Arbeit der Zukunft ist flexibel, mobil und flüchtig54
These 3: Arbeit entgrenzt sich54
These 4: Die Arbeitswelt der Zukunft ist geprägt durch zunehmende soziale Ungleichheit, Ausgrenzung und Unsicherheit55
Literatur57
Freie Träger – Wohlfahrtsverbände als Produzenten des Sozialen?58
1 Die 1970er Jahre – Fundamentalkritik an den Wohlfahrtsverbänden:58
2 Die 1980er Jahre – Wohlfahrtsverbände zwischen Beharrung und Veränderung:59
3 Die 1990er Jahre – Annäherungen und Widersprüche:59
4 Das 21. Jahrhundert – Widersprüche spitzen sich zu:61
5 Mein Fazit – Wohlfahrtsverbände auf dem Weg in die Sozialwirtschaft:62
Literatur64
Kommt nach dem Abbau des (Sozial)Staates die demokratische Zivilgesellschaft? Religiöser Fundamentalismus und die begrenzte Reichweite von Theorien Sozialer Arbeit65
1 Weniger Staat – mehr Zivilgesellschaft und Freiheit?65
2 Der Zerfall eines Stadtteils: von der Durchgangs- zur Endstation67
3 Fundamentalismus als Teil der Zivilgesellschaft71
4 Religiöser Fundamentalismus als Teil einer weltweiten Kultur73
Prekäre Lebenssituation, oft verschärft durch Ausbeutung, kulturelle Kolonisierung, Herrschaft und Staatsterror74
Erfahrung der rücksichtslosen bis gewalttätigen Einführung moderner, säkularer Werte, Normen, Gesetze unter Negierung der Ambivalenz von wissenschaftlichen Errungenschaften76
Tiefsitzende Angst vor Zerstörung und Vernichtung – als Folge all dieser selbst erfahrenen oder durch Sozialisation weitertradierten Bedrohungen78
Religion wird zur kulturellen Ressource zur Wahrung von Selbstachtung und Würde78
Gesellschaftsbild als Krieg zwischen Gut und Böse79
Bildung einer Gegenkultur zwischen 1925 und 196079
Mobilmachung, Kampfansage und Einmischung in die ordnungspolitischen Diskurse und Praktiken – ab etwa 196080
Die neueren fundamentalistischen Bewegungen versuchen, mit modernen Mitteln ihre Weltsicht in diesseitige Ordnungspolitik umzusetzen82
5 Zusammenfassend:82
6 Herausforderungen an uns alle, die Wirtschaft und die Politik83
Den religiösen Fundamentalismus verstehen lernen84
Machtkritik84
Ernstnehmen der tiefsitzenden Bedrohungs- und Vernichtungsängste85
Kritik an den Fehlentwicklungen des ‘Westens’ ernstnehmen und sich damit auseinandersetzen85
Festhalten an menschenfreundlichen Werten und wissenschaftlicher Wahrheitssuche86
Menschenrechte als Werte- und Rechtskultur jenseits religiöser, ethnischer und neoliberaler Kultur86
7 Herausforderungen an die Soziale Arbeit87
Es kann sich heute keine Gesellschaft die Missachtung der Ängste, existenziellen Sorgen, Bedürfnisse und Unrechtserfahrungen von Fundamentalisten mehr leisten!87
Soziale Gerechtigkeit als religionsübergreifender Wert und gemeinsame Diskussions- und Aktionsbasis88
Der kulturalisierende Integrationsdiskurs muss durch den sozialstrukturellen Diskurs und die daraus folgende Sozialpolitik ergänzt werden88
Auch die Einrichtungen des Sozialwesens müssen auf ihre Einstellung gegenüber und die Anstellung von Zugewanderten überprüft werden89
Interkulturelle Verständigung und Gemeinwesenökonomie89
Konzeptuelle Arbeit an der Vorstellung von ‘Social Citizenship’ und ‘transnationaler sozialer Bürgerschaft’90
Literatur91
Islam und Integration – ein Gegensatz? Ein soziologisches Plädoyer für eine neue Aufmerksamkeit93
Vorbemerkung93
1 Erläuterungen zur ersten Leitfrage: Sozialwissenschaftliche Befunde zu Islam und Integration94
2 Erläuterung der zweiten Leitfrage: Geschlechternormen96
3 Schlussfolgerung99
Literatur100
Die Ökonomisierung des Sozialen als Frage der Geschlechterverhältnisse – für eine Politik der Einmischung101
Einleitend101
1 Die Ökonomisierung des Sozialen102
2 Ökonomisierung und Geschlechterfrage102
3 Für eine neue Sozialpolitik104
Literatur105
Europäische Integration und Geschlechterverhältnisse106
4 Politisch-rechtliche Integration und Gleichstellung107
5 Marktintegration und Geschlechterverhältnisse110
6 Kulturelle Integration und Geschlechterverhältnisse117
7 Fazit118
Literatur120
Auswirkungen der Geschlechterverhältnisse auf Soziale Arbeit im Europa122
Literatur131
Zur Produktivität von Generationenbeziehungen in der Kinder- und Jugendarbeit132
1 Der Generationen – Bindestrich – Fachbegriff in der Kinder- und Jugendhilfe132
2 Generationenbeziehungen in der Kinder- und Jugendarbeit135
3 Fazit137
Literatur138
Die Potenziale des Alters nutzen – Chancen für den Einzelnen und die Gesellschaft140
1 Vorbemerkungen140
2 Zur ‘Hochkonjunktur’ des Produktivitätsdiskurses141
3 Gerontologische Zugänge zum Produktivitätsdiskurs141
4 Active Ageing und Produktivität im Alter144
5 Altersproduktivität und Generationenvertrag145
6 Bereiche praktizierter und möglicher Altersproduktivität146
7 Einige Schlussfolgerungen – zugleich ein Ausblick147
Literatur149