: Wolfgang M Willems, Kai Schild, Simone Dinter
: Vieweg Handbuch Bauphysik Teil 2 Schall- und Brandschutz, Fachwörterglossar deutsch-englisch, englisch-deutsch
: Vieweg+Teubner (GWV)
: 9783834891488
: 1
: CHF 32.80
:
: Bau- und Umwelttechnik
: German
: 556
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen bauphysikalischen Fachplanung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Mittlerweile ist in vielen Fällen der Aufwand für die Belange der thermischen und hygrischen Bauphysik sowie des Schall- und Brandschutzes deutlich höher als für die statisch-konstruktive Planung.
Die Erfahrung zeigt, dass Bauschäden insbesondere als Folge mangelhafter bauphysikalischer Planungs- und Ausführungsleistungen hervorgerufen werden.

Im zweibändig ausgelegten Vieweg Handbuch Bauphysik werden die notwendigen fachlichen Grundlagen praxisgerecht und übersichtlich aufbereitet. Hintergründe und Nachweisverfahren werden nicht nur ausführlich erläutert, sondern durch umfangreiche Zusammenstellungen notwendiger Kennwerte begleitet. In diesem Zusammenhang sind neben den obligatorischen bauphysikalischen Baustoffeigenschaften besonders der integrierte Wärmebrückenkatalog sowie die umfassende Zusammenstellung schalltechnischer Eigenschaften verschiedenster Baustoffe und Bauarten zu nennen.

Mit diesem, zurzeit sicherlich umfangreichsten Werk zur Bauphysik, wird der Bedeutung dieses Themas Rechnung getragen und dem praktisch tätigen Bauingenieur und Architekt ein wertvolles Instrument für die tägliche Arbeit gegeben. Aufgrund der übersichtlichen Einführung in die Thematik und einer Vielzahl von Berechnungsbeispielen eignet sich das Buch in gleicher Weise auch für Studierende, denen damit die Möglichkeit einer intensiven Einarbeitung gegeben wird.


Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang M. Willems leitet die Arbeitsgruppe Baukonstruktionen und Bauphysik an der Ruhr-Universität Bochum.
Dr.-Ing Kai Schild und Dipl.-Ing. Simone Dinter sind Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Baukonstruktionen und Bauphysik an der Ruhr-Universität Bochum.
7.4 Ermittlung von Schallimmissionen (S. 33-34)

7.4.1 Allgemeines

Zur Ermittlung der Schallimmissionen (Beurteilungspegel) stehen dem Anwender vielfältige Wege unterschiedlicher Komplexität zur Verfügung. In den nachfolgenden Abschnitten beschränkt sich die Darstellung dieser Möglichkeiten auf die Anwendung der geläufigsten Normen und Richtlinien - auch im Hinblick auf die im vorhergehenden Abschnitt angeführten Anforderungen. Der Aufbau ist in den unterschiedlichen Abschnitten aus Gründen der Übersichtlichkeit immer derselbe, wobei nach einer kurzen Einleitung sich die Inhalte ingenieurmäßig strukturiert und übersichtlich in Tabellenform mit den entsprechenden Verweisen 7 auf gegebene Gleichungen oder weitere zu konsultierende Richtlinien (die in der Regel auch in dem vorliegenden Abschnitt „Schallausbreitung" zu finden sind) präsentieren.

7.4.2 Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm)

Allgemeines Grundsätzlich setzt sich der maßgebliche Beurteilungspegel Lr,G am maßgebenden Immissionsort zusammen aus einer Vorbelastung Lr,Vund der Zusatzbelastung Lr,Z. Dabei versteht man unter der Vorbelastung die Belastung eines Ortes mit Geräuschimmissionen von allen Anlagen im Sinne der TA Lärm [17] ohne den Immissionsbeitrag der zu beurteilenden Anlage, jedoch unter Einbeziehung der Verkehrsgeräusche auf öffentlichen Verkehrsflächen, vgl. dazu Nummer 7.4 in [17].

Unter der Zusatzbelastung versteht man denjenigen Immissionsbeitrag, der durch die zu beurteilende Anlage einschließlich ihrer internen Verkehrsgeräusche hervorgerufen wird. Die Ermittlung der einzelnen Einflüsse erfolgt in einer Kombination von Mess- und Rechenverfahren. Der maßgebliche Beurteilungspegel wird für den maßgeblichen Immissionsort bestimmt. Dieser liegt - bei bebauten Flächen 0,5 m außerhalb vor der Mitte des geöffneten Fensters des vom Geräusch am stärksten betroffenen Raumes nach DIN 4109 [2], - bei unbebauten Flächen oder bebauten Flächen, die keine Gebäude mit schutzbedürftigen Räumen enthalten, an dem am stärksten betroffenen Rand der Fläche, wo nach dem Bau- und Planungsrecht Gebäude mit schutzbedürftigen Räumen erstellt werden dürfen, - bei mit der zu beurteilenden Anlage baulich verbundenen schutzbedürftigen Räumen, bei Körperschallübertragung sowie bei der Einwirkung tieffrequenter Geräusche in dem am stärksten betroffenen schutzbedürftigen Raum.

Die TA Lärm sieht nach Nummer A 1.2 für die Ermittlung der Geräuschimmissionen im Regelfall folgende Vorgehensweise vor: - Ermittlung der Geräuschimmissionen aus Vorbelastung durch Messung und - Ermittlung der Geräuschimmissionen aus Zusatzbelastung durch überschlägige oder detaillierte Prognose. Grundsätzlich hängt die Genauigkeit der Immissionsprognosen wesentlich von der Zuverlässigkeit der Eingangsparameter ab, die mit entsprechender Sorgfältigkeit zu ermitteln sind.

Die Vorgehensweisen zur Prognostizierung von Geräuschimmissionen sind im Folgenden in zusammengefasster Form dargestellt. Ermittlung der Geräuschimmissionen aus Vorbelastung durch Messung Die Geräuschimmissionen sind an den maßgeblichen Immissionsorten zu ermitteln. Ist dieses nicht möglich (z.B. bei Fremdgeräuscheinwirkung oder bei Seltenheit von Mitwindwetterlagen), lassen sich die Immissionen unter Umständen auch durch Messungen an Ersatzimmissionsorten in Verbindung mit Schallausbreitungsberechnungen substituieren.
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis7
Inhaltsübersicht13
7 Schallausbreitung15
7.1 Physikalische Größen, Formelzeichen, Einheiten15
7.2 Physikalische Grundlagen der Schallausbreitung23
7.2.1 Schallschwingung23
7.2.2 Schallgeschwindigkeiten27
7.2.3 Definition unterschiedlicher Schallpegel27
7.2.4 Lautstärkeempfinden und Frequenzbewertung32
7.2.5 Schallausbreitung35
7.3 Immissionsgrenzwerte bei Schallausbreitung im Freien37
7.3.1 Allgemeines37
7.3.2 Zusammenstellung von Anforderungen und Orientierungswerten38
7.4 Ermittlung von Schallimmissionen45
7.4.1 Allgemeines45
7.4.2 Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm)46
7.4.3 Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV)52
7.4.4 DIN 18005-163
7.4.5 DIN ISO 9613-270
7.4.6 VDI 271493
7.4.7 VDI 257193
7.5 Literatur102
8 Bauakustik104
8.1 Grundlagen104
8.1.1 Physikalische Größen, Formelzeichen, Einheiten104
8.1.2 Kapitelaufbau, Begriffsbestimmungen und kennzeichnende Größen107
8.1.3 Grundlagen des Luftschallschutzes112
8.1.4 Grundlagen des Trittschallschutzes127
8.2 Luftschallschutz (Teil A: Emissionsquelle außerhalb des Gebäudes)131
8.2.1 Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen131
8.2.2 Nachweisverfahren nach DIN 4109 Bbl. 1 [23]133
8.3 Luftschallschutz (Teil B: Emissionsquelle innerhalb des Gebäudes)137
8.3.1 Anforderungen an die Luftschalldämmung zum Schutz von Aufenthaltsräumen gegenüber Schallübertragung137
8.3.2 Nachweisverfahren nach DIN 4109 Bbl. 1 [23] für Gebäude in Massivbauweise145
8.3.3 Nachweisverfahren nach DIN 4109 Bbl. 1 [23] für Gebäude in Skelett- oder Holzbauweise148
8.3.4 Vereinfachter Nachweis der Luftschalldämmung von Bauteilen zwischen „besonders lauten“ und schutzbedürftigen Räumen150
8.4 Luftschallschutz (Teil C: Emissionen aus dem Gebäude in‘s Freie)152
8.5 Kennwerte für den Luftschallschutz152
8.5.1 Bewertetes Luftschalldämm-Maß massiver Bauteile152
8.5.2 Flankenschalldämm-Maß massiver Bauteile172
8.5.3 Bewertetes Luftschalldämm-Maß von Bauteilen in Holzbauweise182
8.5.4 Flankenschalldämm-Maß von Bauteilen in Holzbauweise252
8.5.5 Bewertetes Luftschalldämm-Maß von Bauteilen in Stahlleichtbauweise256
8.5.6 Flankenschalldämm-Maß von Bauteilen in Stahlleichtbauweise300
8.5.7 Bewertetes Luftschalldämm-Maß von Fenstern, Türen, Toren, Rolladenkästen302
8.6 Trittschallschutz305
8.6.1 Anforderungen an die Trittschalldämmung zum Schutz von Aufenthaltsräumen gegenüber Schallübertragung305
8.6.2 Nachweis des Trittschallschutzes nach DIN 4109 Bbl. 1 [23] für Gebäude in Massivbaubauweise316
8.6.3 Nachweis des Trittschallschutzes nach DIN 4109 Bbl. 1 [23] für Gebäude in Skelett- und Holzbaubauweise318
8.7 Kennwerte für den Trittschallschutz318
8.7.1 Bewerteter Normtrittschallpegel massiver Bauteile318
8.7.2 Bewerteter Normtrittschallpegel von Bauteilen in Holzb